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Pfaffenhofen

26.01.2018

Soldatenverein Pfaffenhofen steht vor dem Aus

Der Vorsitzende des Kameraden- und Soldatenvereins Pfaffenhofen (Zweiter von rechts) sucht dringend einen Nachfolger. Bei der Jahresversammlung wurde auch Günter Behringer für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Mit auf dem Foto sind BKV-Kreisvorsitzender Anton Schön (links) und Buttenwiesens Bürgermeister Hans Kaltner (rechts).

Ein Vorsitzender wird dringend gesucht. Ansonsten droht dem Kameradenverein die Auflösung. Auch ein Fahnenträger fehlt.

Der Kameraden- und Soldatenverein Pfaffenhofen hat ein drängendes Problem: Vorsitzender Max Redel sucht einen Nachfolger – bisher ohne Erfolg. Und auch ein Fahnenträger wird dringend gesucht.

Schriftführer Josef Grob berichtete bei der jüngsten Jahresversammlung über die zurückliegende Mitgliederversammlung. Schatzmeister Ernst Hefele informierte über einen soliden Kassenstand. Vorsitzender Max Redel erwähnte in seiner Rückschau viele Termine, die im abgelaufenen Jahr wahrzunehmen waren. Neben den Arbeitsdiensten am Kriegerdenkmal und der Organisation des Volkstrauertages nahm der Verein an den Friedenswallfahrten in Unterthürheim an Pfingsten und Gottmannshofen im Herbst und am 40-jährigen Gründungsjubiläum des Fischereivereins mit jeweils einer stattlichen Anzahl von Aktiven teil. Höhepunkte waren unter anderem die von Peter Streitberger mit dem Gartenbauverein organisierte Fahrt zum Circus Krone nach München und der von Max Redel vereinbarte Besichtigungstermin beim Wasserkraftwerk und Lechmuseum in Langweid.

Bei der Haussammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, wo von Karl Lang und Martin Bauer mit viel Idealismus gesammelt wurde, kamen rund 920 Euro zusammen. Der Kreisvorsitzende der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV), Anton Schön, sagte: „Die Verbände und Kameradschaften innerhalb der BKV sind Mahner zum Frieden, zur Freiheit und Gerechtigkeit und setzen sich in bester kameradschaftlicher Weise dafür ein.“ Ihm sei es ein besonderes Anliegen, Werbung für neue Mitglieder zu betreiben. Schön berichtete von einer Veranstaltung in Osterbuch, bei der die Aufgaben und Ziele von Kameraden- und Soldatenvereinen eindrucksvoll dargestellt worden sei. Dadurch konnten fünf neue, junge Mitglieder gewonnen werden. Als Termine für 2018 nannte er die Kreisvollversammlung am kommenden Sonntag, 28. Januar, in Bergheim und die Bezirks-Vollversammlung am 17. März. Am 5. Mai findet ein Gästeschießen beim IT-Bataillon 292 in Dillingen statt. Anschließend wurde Günter Behringer für 25 Jahre Vereinstreue mit der Ehrennadel in Silber und Urkunde ausgezeichnet.

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Breiten Raum nahm die Neuwahl des Vorstands ein. Im Vorfeld hatte es vier Sitzungen und viele persönlichen Gesprächen gegeben, denn es werden Nachfolger in den Ämtern des Vorsitzenden und des Fahnenträgers gesucht. Auch der Vorschlag, Ämter innerhalb der Vorstandschaft zu tauschen brachte aber laut Pressemitteilung kein Ergebnis.

Bürgermeister Hans Kaltner dankte der „gut funktionierenden Vorstandschaft“ für ihren Einsatz. „Ohne kompetent und unentgeltlich ausgeführte Ehrenämter bricht die Gesellschaft auseinander“, sagte der Rathauschef. Durch gewachsene berufliche Beanspruchung werde es immer schwieriger, Personen für Vorstandsämter zu finden. Kaltner betonte, es sei ihm wichtig, dass in jedem Ortsteil Kameraden- und Soldatenvereine mit der Aufgabe zum steten Eintritt für Frieden und Freiheit bestehen bleiben.

Die Frage von Max Redel an die Mitglieder, ob es unter den Anwesenden eine Bereitschaft für die Übernahme von Vorstandsämtern gebe, erbrachte kein Ergebnis. Josef Grob sagte, dass als letzte Konsequenz die Auflösung des mittlerweile 136 Jahre alten Vereins im Raum stehe, wenn es keine Nachfolge für den Vorsitzenden gibt. Schön sagte, dass noch kein Verein der beim BKV Mitglied ist, aufgelöst wurde. Er schlug vor, künftig zwei Stellvertreter für den Vorsitzenden einzusetzen – und damit die Aufgaben noch mehr zu verteilen. Er verwies darauf, dass die Wurzeln des vor 40 Jahren gegründeten BKV-Kreisverbandes in Pfaffenhofen liegen.

Auch für das Amt des Fahnenträgers gibt es keine Lösung. Der Verein behilft sich bereits seit dem Jahr 2012 damit, dass Personen der Vorstandschaft abwechselnd die Fahne tragen. Alle Mitglieder, so hieß es, seien aufgefordert, in sich zu gehen und auch im Bekanntenkreis und Umfeld an Nachfolgelösungen mitzuwirken. Zu gegebener Zeit soll es eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben, bei der entweder ein neuer Vorsitzender gewählt oder die Auflösung des Vereins beschlossen wird. (pm)

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