WZ-Frühjahrscheck

14.03.2018

Geht mit Mavros ein Licht auf?

Nach dem missglückten Einstand im alten Jahr hat Meitingens neuer Trainer Paolo Mavros in der Winterpause intensiv mit seiner Mannschaft an Fitness und Einstellung gearbeitet. Ob dem TSV nun ein Licht aufgeht?
Bild: Oliver Reiser

Der neue Trainer des TSV Meitingen gilt als großer Motivationskünstler

Die Bezirks- und Kreisligisten aus dem Landkreis Dillingen haben wir bereits auf Herz und Nieren durchleuchtet, nun nimmt die WZ auch noch den TSV Meitingen beim Frühjahrscheck 2018 unter die Lupe.

38 Punkte aus 20 Spielen und Rang vier sind eigentlich eine hervorragende Bilanz. Gemessen an den Erwartungen an den mit hochkarätigen Kickern bestückten Kader war das jedoch zu wenig. Selbst bei knappen Siegen blieb die Mannschaft immer wieder vieles schuldig. Nach der 2:3-Niederlage gegen VfL Ecknach kam es zum Trainerwechsel, der jedoch auch nicht viel bewirkte. Unter dem neuen Coach Paolo Mavros gab es aus drei Spielen nur einen einzigen Punkt. „Eine Katastrophe“, sagt Mavros über seinen Einstand: „Das war der falsche Zeitpunkt.“ Mit 40 geschossenen Toren liegt man im Soll, 31 Gegentreffer sind hingegen doppelt so viel, wie der TSV Gersthofen (15) hinnehmen musste.

Die Mannschaft wurde nochmals verstärkt. Als „Königstransfer“ darf der reaktivierte Christian Lang bezeichnet werden, der beim TSV Schwabmünchen Landesliga gespielt und mit dem FC Augsburg II den Aufstieg in die Regionalliga geschafft hat. Der baumlange 32-Jährige soll die Abwehr stabilisieren. Aufstiegserfahrung hat auch Nemanja Ranitovic, 28, der mit dem SV Cosmos Aystetten den Sprung in die Landesliga geschafft hat. „Beide bringen uns sportlich und menschlich weiter“, so Mavros, der die Kontakte geknüpft hat. Linksfuß Ranitovic soll die Rolle einnehmen, die bis dato Florian Prießnitz gespielt hat. Der Ex-Spielertrainer hat sich zum Landesligisten TSV Aindling verabschiedet. Zum TSV Rehling (Kreisliga Ost) ist Andreas Kratzer gewechselt.

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Fast eineinhalb Jahre war Benni Hoff nach einem Kreuzbandriss außer Gefecht. Jetzt hat der Abwehrrecke das Training wieder aufgenommen und steht vor seinem Comeback. „Er ist auch vom Typ her ganz wichtig“, sagt Mavros, der froh ist, dass sich die Verletzungen von Daniel Deppner und Roman Kadutschenko als nicht so schwerwiegend herausgestellt haben. „Damit sind alle Mann an Bord“, hat er derzeit keine Ausfälle zu beklagen.

Drei Spiele vor Beginn der Winterpause hat Paolo Mavros von Florian Prießnitz das Traineramt übernommen. Der 45-Jährige sollte neues Feuer entfachen. In der Winterpause hat er viel analysiert, viele Gespräche geführt und intensiv an der Fitness gearbeitet. Mavros: „Die letzte halbe Stunde haben wir keinen Druck mehr ausüben können.“ Zudem fordert er von den Seinen, mehr Verantwortung zu übernehmen, mehr Präsenz und Selbstvertrauen zu zeigen: „Das war alles zu ruhig, zu brav, zu monoton. Da muss es auch mal scheppern“, und hofft, dass der Mannschaft ein Licht aufgeht. Unterstützung beim Training erhält Mavros, dessen burschikose Art bei der Mannschaft gut ankommt, von Neuzugang Christian Lang und Arthur Fichtner. Als Torwarttrainer fungiert Tobias Hellmann. Auf der Bank wird wohl wieder Abteilungsleiter Torsten Vrazic sitzen. „Wir verstehen uns blind“, lacht Mavros.

„Mit Schönspielerei gewinnt man keinen Blumentopf. Wir müssen voll dagegenhalten, nicht wehleidig sein“, hat Paolo Mavros die Devise ausgegeben, dass das Kämpferische mehr betont werden muss. Das ist in der Vorbereitung schon gut gelungen. Bis auf das 0:4 gegen den TSV Wertingen.

Paolo Mavros freut sich auf die Restsaison, die am kommenden Sonntag gegen den TSV Nördlingen II beginnt: „Es sind noch 30 Punkte zu vergeben“, damit will er das Ziel Aufstieg noch längst nicht abschreiben: „Zwei Kontrahenten liegen noch vor uns, diesen Kampf müssen wir annehmen.“ Dabei zählen für ihn nur Ergebnisse. Mavros: „Die Mannschaft hat das Zeug dazu, aber ohne Ergebnisse ist alles Mittelmaß.“

Der hochkarätig besetzte Kader des TSV Meitingen während der Winterpause ist noch stärker geworden. Deshalb werden die Schwarz-Weißen bis zum Schluss um den Aufstieg mitspielen. (oli)

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