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Kommunalwahl 2020

26.02.2020

Drei Kandidaten wollen in Inchenhofen Bürgermeister werden

Inchenhofen von oben: Mittelpunkt der Marktgemeinde ist die Wallfahrtskirche St. Leonhard. Bei der Kommunalwahl am 15. März wollen drei Kandidaten Bürgermeister von Leahad werden. Für den Marktgemeinderat gibt es vier Wahlvorschläge.
Bild: Erich Echter

Plus In Inchenhofen wird die Kommunalwahl spannend: Die Zahl der Listen hat sich verdoppelt. Und der oder die Gewählte wird hauptamtlicher Chef.

Verdoppelt hat sich die Zahl der Listen, die sich um den Einzug in den Inchenhofener Gemeinderat bewerben. Statt wie bisher nur Bürgerwille ’84 und CSU / Freie Wähler kandidieren heuer erstmals auch die ÖDP und Bündnis 90/Die Grünen. Bis auf die Grünen stellen alle Gruppierungen auch einen Bürgermeisterkandidaten. Hier ein Überblick.

Die Grünen schafften die Zulassung zur Wahl erst im zweiten Anlauf. Nach formalen Fehlern bei der ersten Nominierungsversammlung lehnte der Wahlausschuss den Wahlvorschlag ab. Auch nach der zweiten Nominierungsversammlung wurde der Wahlvorschlag abgelehnt. Die Regierung von Schwaben allerdings gab der Beschwerde der Grünen dagegen statt und der Weg war wieder frei. Damit können die Inchenhofener unter vier Wahlvorschlägen ihre Kandidaten wählen.

Wahl in Inchenhofen: Einheitsliste war im Gespräch

Eine Zeit lang stand sogar die Möglichkeit im Raum, dass die verschiedenen Gruppierungen sich auf eine einzige Liste für Leahad einigen könnten. Die CSU /Freie Wähler-Fraktion hatte das in einem offenen Brief an Bürgerwille ’84 vorgeschlagen. Im kommunalpolitischen Bereich stünden das Bürgerwohl und soziale Aspekte im Vordergrund, hieß es unter anderem in dem Schreiben. Der Gemeinderat solle Schulter an Schulter die Probleme bewältigen und gute Entscheidungen für eine positive Gemeindeentwicklung treffen, so der Appell der Fraktion. Sie wünschte sich nicht nur einen offenen und fairen Disput, sondern auch eine Rückkehr zu einer gesunden Diskussionskultur. Etwas, das der Gemeinderat in letzter Zeit des Öfteren habe vermissen lassen.

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Der Bürgerwille ’84 hat sich allerdings nach mehreren Beratungen gegen eine Einheitsliste entschieden. Auch die ÖDP tritt mit einer eigenen Liste an.

Ein anderer Antrag der CSU /FW-Fraktion sorgte für viel Aufregung in der Gemeinde: der Antrag auf einen künftig hauptamtlichen Bürgermeister (wir berichteten). Vor allem der Zeitpunkt ließ die Wellen hochschlagen, denn die Fraktion stellte den Antrag erst im November, nachdem der amtierende ehrenamtliche Bürgermeister Karl Metzger schon im Frühjahr bekannt gegeben hatte, dass er wieder kandidieren würde. Der Bürgerwille ’84 vermutete, dass damit der 70-jährige Metzger ausgebootet werden sollte. Für einen hauptamtlichen Bürgermeister hat er die Altersgrenze bereits überschritten.

Bürgerentscheid hebelt Metzgers Kandidatur aus

In kürzester Zeit bekam der Bürgerwille ’84 die notwendigen Unterschriften für einen Bürgerentscheid zusammen, damit es weiter bei einem ehrenamtlichen Bürgermeister in Leahad bleibt. Bei der Abstimmung im Dezember votierten die Inchenhofener jedoch mehrheitlich dagegen. Mit 46 zu 54 Prozent stimmten sie für einen hauptamtlichen Bürgermeister. Die Konsequenz für Metzger : Aus Altersgründen kann er für einen hauptamtlichen Bürgermeister nicht mehr kandidieren. Außer Maria Posch von der ÖDP , die bereits angekündigt hatte, bei einer Entscheidung für einen hauptamtlichen Bürgermeister antreten zu wollen, war zu dem Zeitpunkt noch kein weiterer Kandidat aus der Deckung gekommen.

Der nächste Bürgermeister oder die nächste Bürgermeisterin im Inchenhofener Rathaus wird dort hauptamtlich arbeiten.
Bild: Helene Monzer

Den Anfang machte der Bürgerwille ’84. Bei der Nominierungsversammlung Anfang Januar standen mit Andrea Posch und Claus Trott zwei Bürgermeisterkandidaten zur Wahl. Ein Drittel der 80 Wahlberechtigten stimmte für Posch, zwei Drittel wählten Trott. Der 55-Jährige führt auch die Liste der Gemeinderatskandidaten an. Auf Platz zwei steht Bürgermeister Karl Metzger. Er wolle sich im Gemeinderat dem Thema Senioren widmen, sagte Metzger auf der Versammlung.

Die Katze aus dem Sack, sprich den Namen des Bürgermeisterkandidaten, ließ die Fraktion CSU / Freie Wähler erst bei der Nominierungsversammlung. Sein Interesse an der Politik entdeckte der 54-jährige Toni Schoder , als der Bürgerentscheid für einen haupt- oder ehrenamtlichen Bürgermeister anstand. Anton Schoders Bruder Heinrich Schoder sitzt bereits im Gemeinderat. Die Fraktion möchte unter anderem die Art der Zusammenarbeit im Gemeinderat und die Transparenz der Gremiumsentscheidungen verbessern und strebt nach wie vor eine Einheitsliste an.

Die Bürgermeisterkandidaten von Inchenhofen im Porträt:

Die Gemeinderatskandidaten in Inchenhofen:

  • Bürgerwille ’84 Claus Trott , 55 Jahre; Karl Metzger , 70; Wolfgang Mokosch, 49; Lorenz Nefzger , 58; Martin Arzberger , 33; Thomas Federlin , 48; Georg Märdauer, 66; Hans-Peter Posch , 57; Gaby Müller , 62; Martin Dirrhammer, 50; Mario Grimm , 49; Tanja Löfflad , 42; Andrea Posch , 55; Helmuth Mayr , 43; Peter Christl , 42; Daniel Schmidgall , 22; Philipp Neusiedl, 28; Saskia Posch , 23; Stefan Dankl , 28; Sylvia Bröhl , 41; Michael Siegwarth-Leithner, 35; Rudolf Neusiedl, 61; Eva Schuldes, 61; Roland Fischer, 51; Leo Posch , 19; Andrea Dirrhammer, 48; Markus Happach , 45; Stefan Haas , 43; Guntram Silbernagel , 45; Andrea Fischer , 49.
  • CSU / Freie Wähler Anton Schoder , 54; Hans Schweizer , 60; Georg Heinrich , 50; Christopher Grimm , 39; Walter Freier, 60; Alexander Christl , 46; Cäcilia Reiner, 39; Andrea Schmidberger , 50; Klaus Strobl , 57; Heinrich Schoder , 59; Robert Müller , 61; Martin Grünwald , 27; Manuel Frank , 40; Mario Weiß, 48; Bernhard Völkl , 41; Anton Steinherr , 37; Silvia Thurner , 47; Ottilie Huber , 53; Alexander Wittmeir, 36; Michael Zeitlmeir, 46; Josef Zeitlmeir, 44; Marion Baur , 28; Franziska Fischer , 25; Michael Wenczel , 42; Tanja Märdauer, 42; Daniela Etzel , 41; Manuel Oberndorfer , 40; Christian Geißler , 35.
  • ÖDP Maria Posch , 34; Sabine Heilgemeir, 42; Ludolf Karletshofer, 42; Franziska Edler , 33; Kerstin Hundseder, 36; Markus Ebner , 41; Maria Kröpfl , 54; Diana Lohner , 39; Johanna Beck , 22; Gerhard Grande , 48; Andrea Well, 47; Magdalena Wojnarowska-Rao, 38; Bettina Dambuk, 36; Christoph Posch , 38; Melanie Ebner , 42; Carina Egger , 40; Nadine Reinl , 35.
  • Grüne Eva Manzl , 57; Rolf Jüngst, 56; Claudia Jüngst, 56.


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