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Aichach-Friedberg

28.10.2016

Einstimmiges Votum für Karlheinz Faller

Karlheinz Faller, Kreisvorsitzender der FDP Aichach-Friedberg, ist von seiner Partei einstimmig als Bundestagskandidat nominiert worden.
Bild: Archivfoto: FDP

Der Kreisvorsitzende kandidiert im nächsten Jahr für den Bundestag. Er will damit in die Fußstapfen eines Parteifreundes treten.

Aichach-Friedberg Einstimmig ist Karlheinz Faller, FDP-Vorsitzender im Landkreis Aichach-Friedberg, einer Mitteilung zufolge von seiner Partei als Bundestagskandidat für den Wahlkreis Augsburg-Land nominiert worden. Zu diesem gehören auch 16 von 24 Gemeinden aus dem Wittelsbacher Land.

Der 61-jährige Diplom-Pädagoge ist gebürtiger Augsburger, wuchs in Friedberg auf und wohnt seit 24 Jahren in Dasing. Er rückte im Februar 2015 für Patrick Kügle in den Kreistag nach. Faller gehört seit 1973 der FDP an, ist Mitglied im Bezirksvorstand Schwaben und im Landesvorstand der FDP. Auf Landesebene arbeitet er in Ausschüssen mit, zum Beispiel an dem zur Weiterentwicklung des Bildungssystems und der beruflichen Bildung in Bayern. Faller war nach seinem Studium einige Zeit in wissenschaftlichen Einrichtungen tätig, bevor er sich der Berufsbildung zuwandte. 34 Jahre arbeitete er für arbeitgebernahe Bildungseinrichtungen, davon die vergangenen 20 Jahre als Geschäftsführer.

Faller hebt Bedeutung der Themen Wirtschaft und Bildung

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In seiner Vorstellungsrede unterstrich der verheiratete Familienvater, dass ihm die Themen Wirtschaft und Bildung am Herzen lägen: Viele forderten mehr Regulierungen und stünden dem deutschen Wirtschaftswachstum skeptisch gegenüber, so Faller. „Dabei wird nicht bedacht, dass es ohne wirtschaftliche Entwicklung keine Sicherung unserer Lebensverhältnisse geben kann, keine ausreichende Finanzierung unserer Bildungseinrichtungen, keine Weiterentwicklung unserer medizinischen Möglichkeiten, keinen technischen und wissenschaftlichen Fortschritt und auch keine sicheren Renten.“ Bildung entscheide über die Zukunft der nächsten Generationen, unser Land und unseren Wohlstand, so Faller.

Der 61-Jährige betonte, dass für ihn die Bildungspolitik eng mit dem Thema Chancengerechtigkeit verbunden sei. Faller forderte, in die digitale Ausstattung aller Schularten flächendeckend zu investieren. Die Nutzung elektronischer Medien zur Wissensvermittlung sei unverzichtbar. „Ein Programm da und ein Programm dort ersetzt nicht die Ausstattung aller Schulen und aller Klassen mit entsprechender Technik.“ Faller kritisierte: Auch in der beruflichen Bildung habe man in manchen Bereichen den Wandel verschlafen. Ein Grund sei, dass man „sich zu lange auf die höhere Bildung konzentriert“ habe. Faller fordert ein Umdenken: „Wir müssen die entsprechenden Berufe im öffentlichen Bewusstsein wieder attraktiv machen.“

Optimismus für den anstehenden Wahlkampf

Karlheinz Faller zeigte sich optimistisch, was den Wahlkampf angeht: Die Partei werde sich alle Mühe geben, den Wählern ihre Konzepte, Ideen und Visionen näherzubringen. „Die Freien Demokraten fehlen im Deutschen Bundestag. Der Wiedereinzug wird noch ein langer Weg, den wir aber alle bereit sind, in großer Geschlossenheit zu gehen.“

In der Zeit von 2008 bis 2013 hatte Erwin Lotter aus Aichach die Freien Demokraten im Bundestag vertreten. 2008 zog er als Nachrücker ein, im Jahr darauf wurde er über die Liste in den Bundestag gewählt. Bei der darauffolgenden Wahl trat er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an. Er starb im Oktober 2014 im Alter von 63 Jahren. (AN)

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