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Aichach-Friedberg

14.01.2015

Immer mehr Gäste fahren mit der Paartalbahn

Fahrgastverband lobt Pünktlichkeit und guten Takt der Züge zwischen Augsburg und Ingolstadt, pocht aber auch auf neue Investitionen. In der Früh sind die Abteile voll.

Vor nicht allzu langer Zeit war sie noch von der Stilllegung bedroht, jetzt zählt die Paartalbahn zu den erfolgreichsten Regionalbahnen Deutschlands. Das zumindest stellt der Verband „Allianz pro Schiene“ fest, der in einer Broschüre 13 herausragende Regionalbahnen aus ganz Deutschland vorstellt.

Dabei sprechen insbesondere die ermittelten Zahlen für die Bayerische Regiobahn (BRB), die die Paartalbahn im Jahr 2009 übernommen hat. Die Fahrgastzahlen auf der Zugstrecke, die von Ingolstadt über Schrobenhausen, Aichach und Friedberg nach Augsburg führt, sind von 2008 bis 2012 um 72 Prozent gestiegen. Das heißt: Während 2008 täglich knapp 5000 Fahrgäste auf dieser Strecke unterwegs waren, wurden 2012 bereits 8500 Menschen gezählt. Die Paartalbahn ist einer der neuen „Fahrgastmagnete“, ist in der Broschüre zu lesen.

Für Winfried Karg vom Fahrgastverband Pro Bahn nicht überraschend. Insbesondere der ausgeweitete Fahrplan habe die Beliebtheit der Paartalbahn ansteigen lassen. In früheren Zeiten musste der Fahrgast zwei oder drei Stunden auf den nächsten Zug warten. Jetzt gibt es sieben Tage die Woche einen durchgehenden Stundentakt. Unter der Woche verkehrt der Zug zwischen Augsburg und Aichach halbstündlich, zwischen Augsburg und Friedberg viertelstündlich. Darüber hinaus lobt Karg das Engagement des Betreibers: „Die Bayerische Regiobahn gibt sich erkennbar mehr Mühe um Service, Komfort und Zuverlässigkeit als ihre Vorgänger.“ Auch in Sachen Pünktlichkeit sei auf die Regiobahn meist Verlass.

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Auch Florian Lehner vom Vertrieb der BRB führt die steigenden Fahrgastzahlen auf die zusätzlichen Züge zurück. Dadurch dass beispielsweise am Wochenende mehr Züge auf der Strecke unterwegs seien, hätten die Kunden ganz andere Möglichkeiten als früher.

Die wachsende Beliebtheit hat aber auch vollere Züge zur Folge. „Jeder öffentliche Nahverkehr ist im Berufsverkehr ausgelastet, egal ob es um den Bus, die Straßenbahn oder den Zug geht. In der Früh wollen alle zur Arbeit oder zur Schule, danach entspannt sich die Lage wieder“, erklärt Lehner. Daher werde seines Wissens derzeit nicht über eine Verlängerung der Züge auf dieser Strecke nachgedacht. Laut Karg müssten dafür deutlich mehr Mittel vom Bund an den Freistaat fließen, der die Züge bezuschusst. Aber damit sei momentan nicht zu rechnen. Der Fahrgastverband hofft zumindest auf den Inflationsausgleich.

Die Beteiligten hoffen auch, dass die Deutsche Bahn und ihre Gesellschaften das Streckennetz zukünftig besser in Schuss halten, etwa alterschwache Brücken sanieren und zur Verschönerung der Bahnhöfe beitragen. Immerhin habe die Bahn laut Karg zugesagt, die Strecken bis 2016 von überstehenden Bäumen oder Sträuchern zu befreien. Denn derzeit müssen die Züge ihre Geschwindigkeit bei starkem Wind von 120 auf 80 drosseln.

Der Verband „Allianz pro Schiene“ vereint 21 Non-Profit-Verbände, darunter Umweltschutzorganisationen, und über 120 Unternehmen, die den Schienenverkehr stärken wollen. Die Erfolgsgeschichte der Paartalbahn sieht der Verband noch lange nicht beendet. In der Broschüre wird unter anderem über die Elektrifizierung der Bahn mit einer neuen Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h spekuliert.

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