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Handball

23.02.2018

Kriegt Aichach die Torfabrik in den Griff?

Annabel Weiß (hinten gegen Kissings Jennifer Lackner) wollen nun den TSV Simbach um ihre Top-Werferin Sabrina Kube stoppen.
Bild: Peter Kleist

TSV-Männer sind in Niederraunau gefordert. In Simbach treffen die Frauen auf die Top-Werferin der Liga.

Ordentliche Fahrten stehen an diesem Wochenende den Handballmannschaften des TSV Aichach bevor. Die Frauen sind am Samstag um 14.30 Uhr in der Landesliga Süd beim TSV Simbach am Inn zu Gast. Die Männer reisen in der Bezirksoberliga in Richtung Westen; sie treten am Sonntag um 17 Uhr beim TSV Niederraunau II an.

Männer An einem Sonntagabend um Punkte zu kämpfen, das ist ungewöhnlich für die Aichacher Handballer. Trainer Manfred Szierbeck versucht, sich und seine Mannen zu trösten: „Besser als um 11.30 Uhr in Günzburg.“ Dort kassierten sie vor einigen Wochen eine Niederlage, die im Kampf um den Titel ein schweres Handicap darstellen könnte. Die gesundheitlichen Probleme im Team gehören der Vergangenheit an. Fehlen werden in der Nähe von Krumbach aber Timo Stubner (beruflich) und Thomas Bauer (privat). Felix Schilberth legte am Dienstag wegen einer Prüfung eine Trainingspause ein. Sein linkes Handgelenk bereitet ihm Probleme, nachdem er sich dort eine Verstauchung zugezogen hat.

An die Hinrunde haben die Aichacher gute Erinnerungen, wenn die Rede auf die Raunauer kommt. Damals behielten sie mit 44:29 die Oberhand. Dass sie diesmal ähnlich klar dominieren werden, das erscheint recht unwahrscheinlich. Denn dieses Team kann nun auf den routinierten Maximilian Deisenhofer bauen. Außerdem ist davon auszugehen, dass einige Talente aus der A-Jugend, die in der Landesliga spielen, zum Einsatz kommen. „Keine leichte Aufgabe“, sagt Szierbeck, der vor Weihnachten mit der Mannschaft aus Niederraunau direkten Kontakt hatte - als Schiedsrichter des BOL-Spiels in Kissing, wo ihm Deisenhofer ins Auge fiel.

Aichach war zuletzt in Friedberg mit einem Tor Vorsprung siegreich, doch mit dem Spielverlauf konnte und wollte Manfred Szierbeck nicht so recht leben. Also setzte man sich nochmals zusammen, um das Geschehen kritisch Revue passieren zu lassen. Dem Coach ging es darum, seinen Handballern klar zumachen, dass sie in den Auswärtsspielen die nötige Einstellung zeigen müssen. Und zwar von Anfang an. Sonst geht die Schlussphase des Titelrennens ohne Aichach über die Bühne.

Frauen Würde man sich allein an der Tabelle der Rückrunde orientieren, wär’s ein echtes Spitzenspiel. Simbach wie Aichach kamen zuletzt auf 6:2 Punkte. Die personelle Ausgangslage bei den Gästen ist diesmal keineswegs optimal. Torhüterin Nadja Ammalou fehlt nach wie vor, Bettina Bölk, Verena Merker und Lina Schrempel stehen ebenfalls nicht zur Verfügung und hinter den Marleen Bscheider und Iris Kronthaler stehen Fragezeichen. Aber für Trainer Martin Fischer ist auch diesmal klar: „Wir nehmen das sportlich, da hilft alles Lamentieren nichts.“ Die Ausfälle beruhen auf beruflichen Aufgaben, auf Skifahren und Krankheiten.

In der Hinrunde unterlag Aichach mit 16:27. „Vorne sind wir einen Tick stärker geworden“, so Fischer, der am Samstag darauf hofft, dass sich die Abwehr als zuverlässig erweist. Dann könne man sich trotz all der Probleme schon Hoffnungen machen. Auf welche Simbacherin besonders aufgepasst werden muss, das steht außer Frage. Es handelt sich um Stephanie Kube, die in 16 Partien 155 Tore erzielte. Das ergibt einen Schnitt von 9,69 Treffern, eine überragende Quote, die sie unbestritten zur mit Abstand besten Werferin dieser Liga macht. Fischer: „Wir werden versuchen, ihre Kreise einzuengen.“ Gelingt dieses Vorhaben, wäre das wohl der Schlüssel zum Erfolg.

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