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Handball-Bezirksoberliga

29.02.2020

Kurz vor dem Titel: Aichacherinnen gewinnen Gipfeltreffen

Groß war die Freude bei den Handballerinnen des TSV Aichach nach dem Sieg in Haunstetten. Der neue Tabellenführer ließ sich von seinen zahlreichen Fans, die die Auswärtspartie zum Heimspiel machten, ausgiebig feiern. Die Meisterschaft ist nun zum Greifen nahe.

Die TSV-Frauen setzen sich im Spitzenspiel beim TSV Haunstetten III mit 22:20 durch und übernehmen die Tabellenführung. Was am Ende den Ausschlag gibt.

Es wird allmählich Zeit, den Sekt kalt zu stellen. Denn nach dem 22:20-Sieg im Spitzenspiel der Bezirksoberliga beim TSV Haunstetten III ist den Handballerinnen des TSV Aichach der Titel kaum mehr zu nehmen. Nach einem erstklassigen Auftritt liegen sie drei Runden vor dem Saisonfinale zwei Zähler vor dem Verliererteam. Haunstetten müsste jetzt schon einen Rückstand von drei Punkten gutmachen, denn wenn die beiden Topmannschaften am Ende der Runde gleichauf liegen, würde der direkte Vergleich entscheiden. Und der ist den Aichacherinnen sicher, nachdem sie bereits in der Hinrunde mit 26:25 die Oberhand behalten hatten.

Die neue Nummer eins der BOL trifft im März noch auf die TSG Augsburg am Samstag zu Hause, eine Woche später tritt sie beim VfL Günzburg II an. Und das Finale steigt am Sonntag, 22. März, daheim gegen den TSV Göggingen. Trainer Martin Fischer blieb trotz allem vorsichtig: „Wir haben noch mal drei Spiele, wo noch alles möglich ist.“ Für ihn war es ein sehr, sehr umkämpftes Spiel gegen einen wirklich guten Kontrahenten: „Die haben uns alles abverlangt.“ In der Anfangsphase musste Fischer die Abwehr umstellen, eine Maßnahme, die gleich einen 5:0-Lauf zur Folge hatte. Am Ende, das wollte er nicht verhehlen, hatte sein Team auch das nötige Quäntchen Glück, das man in der Situation eben braucht. Sehr erfreut zeigte er sich auch über die „absolut tolle Unterstützung“ von den Rängen: „Unsere Zuschauer haben das für uns zu einem Heimspiel gemacht.“

Die Aichacherinnen lagen sich nach dem Sieg in den Armen.

So sieht Aichachs Trainer den Sieg

Der Coach könnte beim Rückblick alle Mannschaftsteile herausstellen, etwa Iris Kronthaler, für die in der Defensive Annabel Weiß zum Einsatz kam. Besonderes Lob galt der Keeperin Vildan Acar: „Die hat ihr Tor vernagelt.“ Dabei wurde sie von ihrer Kollegin Silke Arnold an der Seitenlinie mit aufmunternden Zurufen unterstützt. Fischer: „Das ist das Schöne, dass wir als Team funktionieren. Wir sind stolz auf die Mannschaft.“ Die Mahl-Zwillinge Anna und Lina hatten mit zusammen elf Treffern großen Anteil.

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Dass die Gäste in diesem so wichtigen Duell als Sieger hervorgingen, das war auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Haunstetten dürfte sich über gleich acht Siebenmeter freuen, doch nur die Hälfte davon führte zu Treffern. Anders die Handballerinnen aus Aichach. Sie verwerteten alle vier Strafwürfe. Die Schlussphase wirkte geradezu meisterlich. Da wurde Iva Vlahinic für zwei Minuten ausgeschlossen – es war die einzige persönliche Strafe gegen die Gäste – und just in dieser brenzligen Situation traf Marlene Bscheider zum Schlussstand. Gerade in den letzten Minuten durfte auf beiden Seiten gezittert werden. Nicht mit von der Partie war Lina Schrempel, die nach einer Schulterverletzung, erlitten zwei Wochen zuvor, zwar nicht operiert werden muss, aber in dieser Runde lediglich noch zuschauen kann. Es ist typisch für die Mannschaft, wie sie dieses Manko wegsteckte.

TSV Aichach Silke Arnold, Vildan Acar, Iris Kronthaler (4/1), Annabel Weiß, Tini Wonnenberg (2), Johanna Fackler, Anna Mahl (4), Lina Mahl (7/3), Anna Euba, Marlene Bscheider (3), Iva Vlahinic (1), Nadja Betzmeir, Lara Leis, Magdalena Rappel (1).

Siebenmeter 8:4 Zeitstrafen 2:1.

Lesen Sie dazu auch: Die Serie endet im Derby

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