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Fußball-Landesliga

21.04.2015

Undankbarer Job zwischen den Pfosten

Torwart Florian Peischl sah gegen Fürstenfeldbruck unsicher aus.
Bild: Ramona Eberle, Archiv

Aindlings Trainer Roland Bahl will Florian Peischl nach der Niederlage in Fürstenfeldbruck nicht an den Pranger stellen. TSV-Offensive hatte diesmal nur wenig zu bieten.

Abstiegskampf belastet die Nerven ganz enorm. Vielleicht war diese Anspannung der Grund dafür, warum Tarik Sarisakal sich am Samstag wenige Minuten nach dem 2:1-Sieg über den TSV Aindling gleich eine Zigarette anzündete. Dann schilderte der Trainer des SC Fürstenfeldbruck seine Sicht der Dinge. Nach diesem ungemein wichtigen Erfolg fand er auch ein paar freundliche Worte in Richtung Verliererteam: „Wir haben gewusst, Aindling steht sehr gut und verschiebt sehr gut.“ Warum mussten die TSV-Kicker dann geschlagen die Heimreise antreten?

In der Offensive hatten sie zu wenig zu bieten, übrigens nicht zum ersten Mal in dieser Runde der Landesliga Südwest. Das war nach den fünf Treffern am Wochenende zuvor gegen den TSV Kottern nicht unbedingt zu erwarten. Die Abwehr verrichtete keinen schlechten Job im Westen von München, ließ aber zwei Treffer zu.

„Für mich beginnt die Defensive bereits ganz vorne“, erklärte Sarisakal, wobei er zu allererst seine Truppe im Sinn hatte. Widersprechen dürfte ihm bei dieser Formulierung aber kein Kollege.

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Wie undankbar die Rolle eines Torhüters im Fußball sein kann, das zeigte sich in Fürstenfeldbruck. Zwei schwache Momente hatte der 19-jährige Florian Peischl in den 90 Minuten. Die führten zu zwei Toren der Gastgeber. „Ihn an den Pranger zu stellen, ist nicht meine Art“, erklärte Trainer Roland Bahl, 53. Damit ist er sicher gut beraten. Denn jetzt benötigt „Floh“ eher Zuspruch. Eine schier belanglose Szene im zweiten Durchgang belegt, dass sein Nervenkostüm nicht das allerbeste ist. Ein selbstbewusster Keeper hätte einen hohen und harmlosen Ball problemlos runterpflücken können. Peischl aber ging eher zögerlich in diese Aktion.

„Der Fünfmeterraum muss sein Bereich sein“, stellte Bahl fest und meinte Tor Nummer eins. Vor dem 2:1 hatte Peischl seinen Kasten verlassen und leitete damit ungewollt diesen Treffer ein. „Er hat auch schon gute Spiele gemacht für uns“, betont Bahl. Der Torhüter, der seinen 20. Geburtstag noch nicht gefeiert hat, muss fraglos noch lernen. Ob man ihn später mal in einem Atemzug mit Keepern wie Markus Stegmüller, Thomas Gebauer oder Thomas Geisler nennen kann, das bleibt vorerst abzuwarten. Dieses Trio hat jedenfalls seine Klasse im Team des TSV Aindling oft genug unter Beweis gestellt.

Seit Sonntagabend ist eines klar: Egal was in den nächsten Wochen auch passieren mag, 46 Punkte werden in jedem Fall für den Erhalt der Klasse reichen. Der TSV Aindling ist davon acht Zähler entfernt und hat noch sechs Partien zu absolvieren.

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