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Kommunalwahlen

18.10.2019

Bürgermeisterwahl: Die Neusässer Grünen treten an

In Neusäß reagieren die anderen Parteien auf die Nominierung der CSU. Bürgermeister Richard Greiner tritt wieder an.
Bild: Philipp Schröders (Archiv)

Die CSU hat mit der Nominierung von Richard Greiner vorgelegt. Wie die anderen Parteien darauf reagieren wollen.

Die CSU Neusäß hat ihren Bürgermeister Richard Greiner mit breiter Mehrheit für die Wahlen im nächsten Jahr wieder ins Rennen geschickt. Welche Pläne haben die anderen Parteien? Welche Gegenkandidaten wird der amtierende 47-jährige Bürgermeister bekommen? Von den Grünen und der AfD gibt es dazu bereits klare Worte, Freie Wähler und SPD hüllen sich noch in Schweigen.

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Bei der Wahl 2014 hatte Bürgermeister Greiner zwei Gegenkandidaten

Bei den Wahlen im Jahr 2014 gab es in Neusäß, einer Stadt mit 22.500 Einwohnern, neben Richard Greiner noch zwei weitere Kandidaten, die Chef im Rathaus werden wollten.

Der Polizist Andreas Strobel trat für die Freien Wähler an. Er bekam bei der Wahl 25,2 Prozent. Seit einigen Jahren ist Strobel nach seinem Wegzug aus Neusäß nicht mehr im Stadtrat. Anders sieht es bei der damaligen Kandidatin Ursula Schwinge-Haines von Bündnis 90/Die Grünen aus. Die Ärztin aus Ottmarshausen, die 14 Prozent der Stimmen bekam, gehört dem Stadtrat bis heute an.

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Ob sie es ist, die am 30. November, im Ägidius-Pfarrsaal bei der Nominierung der Neusässer Grünen erneut in den Ring steigt, ist offen. Ansonsten gibt es von Stadträtin Silvia Daßler für ihre Partei und Fraktion eine eindeutige Aussage zu dem Thema: „Wir werden einen eigenen Kandidaten nominieren.“ Daßler will trotz des allgemeinen Aufwinds für die Grünen nicht allzu euphorisch in die Kommunalwahlen gehen.

Die Grünen wollen Wohnungsbau und Barrierefreiheit voranbringen

„Ich bin da lieber etwas vorsichtig.“ Silvia Daßler, die bekanntlich als Kandidatin der Kreis-Grünen bei der Landratswahl antreten wird, will ihre Partei nicht auf das Thema Umwelt und Klimaschutz reduzieren. Die Grünen wollten auch weiterhin Themen wie Wohnungsbau oder Barrierefreiheit in Neusäß voranbringen, betont die Stadträtin. Am 30. November werde auch die Liste der Kandidaten für den Stadtrat aufgestellt.

Die AfD werde „definitiv“ keinen Kandidaten für das Bürgermeisteramt nominieren, sagt der Kreisvorsitzende Reinhard Kistner. Dafür habe seine Partei noch zu wenig Erfahrung in der Neusässer Kommunalpolitik. Kistner ist allerdings sicher, dass es eine Stadtratsliste nach einer Versammlung am 21. Oktober geben wird. Um die nötige Anzahl von 30 Namen für eine Liste zusammen zu bekommen, müssten einzelne Kandidaten dreimal hintereinander aufgeführt werden. Von dieser Möglichkeit bei Kommunalwahlen wolle die AfD so wie in Königsbrunn auch in Neusäß Gebrauch machen.

SPD und Freie Wähler wollen sich zu einer Nominierung noch nicht äußern

Bereits noch in dieser Woche am Freitag, 18. Oktober, trifft sich die Neusässer SPD zu einer Nominierungsversammlung. Beginn ist um 19 Uhr in der Sportgaststätte Hammel. Von Parteichef und Stadtrat Ralph Glass gibt es sonst im Vorfeld keine weitere Auskunft dazu.

Genauso verschlossen zeigen sich auf Anfrage unserer Zeitung noch die Freien Wähler (FW) zu der Frage, ob sie einen Kandidaten für das Bürgermeisteramt haben. „Es ist zu diesem Zeitpunkt alles offen,“ sagt Inge Steinmetz-Maaz von der FW-Fraktion im Stadtrat. Ein paar Wochen sind es noch bis zur Versammlung am 13. November im Sportheim Ottmarshausen. Bei den Spekulationen, wer für die Freien Wähler antreten könnte, fallen verschiedene Namen. Mitglieder der Fraktion werden genauso genannt wie die Möglichkeit, dass ein Kandidat von außen kommen wird.

Da die Neusässer Grünen bereits einen eigenen Mann oder Frau angekündigt haben, wird eine Möglichkeit unwahrscheinlich: Dass die „Oppositionsparteien“ im Stadtrat mit einem gemeinsamen Kandidaten gegen die CSU antreten.

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