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Landkreis Augsburg

27.11.2020

Der Kreis Augsburg hat wenige Unfälle und viele Verkehrstote

Die Autofahrer im Landkreis Augsburg bauen mit die wenigsten Unfälle im Raum Augsburg. Das ergab eine Auswertung von Unfalldaten der Versicherung Generali aus dem Jahr 2019.
Foto: Monika Skolimowska, dpa (Symbolbild)

Plus Wenn einer etwas von einem Unfall mitbekommt ist es wohl die KFZ-Versicherung. Die Generali hat nun ihre Daten ausgewertet und Überraschendes herausgefunden.

Die Autofahrer im Landkreis Augsburg bauen mit die wenigsten Unfälle im Raum Augsburg. Das ergab eine Auswertung von Unfalldaten der Versicherung Generali aus dem Jahr 2019. Das Unternehmen veröffentlicht sie alljährlich als "Karambolage-Atlas". Demnach sind die Landkreis-Augsburger in 8,9 Unfälle pro 100 Autos verwickelt. Damit liegen sie weit vor den Landsbergern (10,8), den Stadt-Augsburgern (10,1) und den Günzburgern (9,9). Knapp geschlagen werden die Autofahrer aus Aichach Friedberg (9,4). Die gefährlichsten Autofahrer in Schwaben kommen laut dieser Statistik aber aus Kaufbeuren (14,0),

Audi, BMW, Skoda, VW: Die Fahrer dieser Automarken leben gefährlich

Laut den Daten des Versicherungsunternehmens waren 4,9 Prozent der dort versicherten männlichen Autofahrer im Landkreis Augsburg an Unfällen mit Kasko-Schaden beteiligt. Bei den Generali-Versicherten Frauen waren es hingegen 6,9 Prozent. Bei den Haftpflichtschäden waren 2,9 Prozent der Männer und 4,1 Prozent der Frauen involviert. Auch in der bundesweiten Auswertung haben Männer die Nase vorn. 8,6 Prozent der männlichen Autofahrer waren in einen Unfall involviert., während es bei 10,1 Prozent der Frauen gekracht hat. Wie die Generali mitteilt ist der Trend aber wohl nicht belastbar: "Der Karambolage-Atlas kann weder diese These noch das Gegenteil belegen: Die Schadenhäufigkeit der Geschlechter unterscheidet sich nur minimal", teilt die Versicherung mit.

Die Daten wurden auch nach Automarken ausgewertet. Am häufigsten sind Autos der Marken Skoda (9,7 Prozent waren in einen Kasko-Fall verwickelt) und VW (7,6 Prozent der VWs waren in einen Haftpflicht-Unfall verwickelt) von Unfällen betroffen. Knapp dahinter befinden sich die bayerischen Marken Audi und BMW (jeweils 5,4 Prozent der Haftpflichtfälle und 9,1 Prozent der Kaskofälle). Am sichersten unterwegs sind die Fahrer von Autos der Marken Renault und Fiat (2,7 Prozent der Wagen waren in einen Haftpflichtfall verwickelt, 4,5 Prozent der Fiats und 4,6 Prozent der Renaults).

Das sagen die Unfall-Zahlen des Polizei-Präsidiums

Die Statistik des Polizeipräsidiums Schwaben Nord liefert andere Zahlen. Im Landkreis Augsburg gab es demnach 28.134 Verkehrsunfälle, mit insgesamt 4906 Verletzten und 23 Toten. Der Landkreis Aichach-Friedberg hat etwa halb so viele Einwohner aber nur ein siebtel der Unfälle und Verletzten (4002 und 767) und rund ein Viertel der Todesopfer (5).

Die Hauptursache für Unfälle im Landkreis Augsburg ist fehlender Sicherheitsabstand (37 Prozent), gefolgt von Fehlern beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren (22 Prozent). Eine erstaunlich geringe Rolle spielt hohe Geschwindigkeit (zehn Prozent) und Alkohol (zwei Prozent). Allerdings steigt die Zahl der Unfälle im Augsburger Land in denen Alkohol eine Rolle spielt seit 2015 (80 Unfälle) an und lag 2019 bei 109. Es gab zwei Verkehrstote und 56 Verletzte im Zusammenhang mit Alkohol. Wer Unfälle mit betrunkenen Fahrern vermeiden will, sollte am Wochenende zu Hause bleiben. 70 Unfälle unter Alkoholeinwirkung ereigneten sich zwischen Freitag und Sonntag.

Die meisten Verkehrstoten waren 2019 zwischen 25 und 44 Jahre alt (56 Prozent). An tödlichen Verkehrsunfällen waren zu 34 Prozent Personenkraftwagen beteiligt. Mit 33 Prozent knapp dahinter ist allerdings das im Straßenbild deutlich seltenere "motorisierte Zweirad", also Motorräder, Mofas und Ähnliches. Diese Zweiräder sind auch an mehr als der Hälfte (52 Prozent) der Unfälle mit Verletzten beteiligt.

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