Leitershofen

19.04.2019

Hopp oder Top!

Hier regiert der TSV Leitershofen! Auf der Alm wollen die Kicker um Abwehrrecke Maximilian Wieland die nötigen Punkte zum Klassenerhalt einfahren. An Ostern haben sie zweimal Gelegenheit dazu. 
Bild: Andreas Lode

Der Doppelspieltag an Ostern wird in der Kreisliga Augsburg die ersten Erkenntnisse bringen. Kellerkind TSV Leitershofen erwartet den Dritten und den Zweiten

Die Fußball-Kreisliga Augsburg muss am Osterwochende eine Sonderschicht fahren. Während am heutigen Samstag nachgeholt wird, steht am Montag ein kompletter Spieltag auf dem Programm. Nach diesem Doppelspieltag wird man sowohl im Auf- als auch im Abstiegskampf erste Erkenntnisse ziehen können.

SSV Margertshausen

Ein großer Schritt für den SSV Margertshausen, ein kleiner im Abstiegskampf. Durch den 2:0-Erfolg im Kellerduell gegen den TSV Zusmarshausen machte der Aufsteiger einen satten Sprung auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Für Coach Thomas Kempter war dieser Sieg aber nicht nur tabellarisch von Wichtigkeit: „Nach zwei unglücklichen Niederlagen gegen den TSV Neusäß (0:1) und FC Haunstetten (2:3) mussten wir uns endlich für die guten Leistungen belohnen. Das war ganz wichtig für die Mentalität und den Kopf“, erklärt der 32-Jährige. Die ersten Punkte im neuen Jahr lassen beim SSV Frühlingsgefühle aufkommen und dem Doppelspieltag positiv entgegen sehen. Am Samstag (14.30 Uhr) geht’s zu Hause gegen den TSV Göggingen, am Montag (15 Uhr) gegen den SSV Anhausen. „Zwei Heimspiele, in denen wir natürlich punkten müssen. Besonders im Derby gegen den SSV Anhausen. Doch personell wird das eine ganz harte Nummer“, bangt Kempter. Der Aufsteiger hat derzeit das Verletzungspech gepachtet. Mit Maximilian Reiser, Stefan Holl, Felix Klingenstein, Markus Kranzfelder, Kapitän Sinan Özkan und Niklas Paul fallen sechs Spieler des 18er Kaders verletzungsbedingt aus.

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SSV Anhausen

Beim SSV Anhausen sitzt die 1:4-Niederlage gegen den TSV Göggingen indessen noch tief. „Das war eine große Enttäuschung. Die Mannschaft hat alles vermissen lassen, was uns ausmacht – spielerisch sowie kämpferisch“, ärgert sich Spielertrainer Benedikt Schmid. Für den vermeintlichen Klassenerhalt aber fehlen laut dem 27-Jährigen noch drei Punkte. „Wir wollen uns die drei Punkte zurückholen, die wir gegen Göggingen verspielt haben. Zwar wird es nicht leicht in Margertshausen (Montag, 15 Uhr) zu bestehen, doch die Personalsituation hat sich entspannt und wir gehen selbstbewusst in das Spiel“, so Schmid, der vergangene Woche kurzfristig auf zahlreiche Spieler verzichten musste.

TSV Leitershofen

Für den TSV Leitershofen kommt es am Osterwochenende knüppeldick. Am Samstag (15 Uhr) kommt der FC Horgau, am Montag (15 Uhr) der TSV Haunstetten auf die Alm. „Gegen den Zweiten und Dritten – könnte einfacher sein“, schmunzelt Trainer Bernd Endres. Dennoch ist der 39-Jährige positiv gestimmt. Noch im Vorjahr hatte der TSV zu Ostern acht Zähler Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz, derweil nur einen. „Wir sind längst nicht abgeschlagen, sondern voll dabei. Wir fokussieren uns daher vorrangig auf die direkten Duelle gegen Schwabmünchen II und Königsbrunn und freuen uns, wenn am Osterwochenende auch noch ein Zähler rumspringt“, erklärt Endres.

FC Horgau

Beim FC Horgau wird man nach Ostern sehen, wohin der Hase läuft. Mit drei Siegen und einem Remis ist der Bezirksliga-Absteiger phänomenal in die Rückrunde gestartet und biss sich oben in der Tabelle fest. „Wir sind im Soll, wollten die Rückrunde dominieren und sind auf einem guten Weg“, resümierte Spielertrainer Franz Stroh. Dennoch habe der 36-Jährige enormen Respekt vor den kommenden Aufgaben. „Der TSV Leitershofen (Samstag, 15 Uhr) ist enorm heimstark. Zu Hause zeigen sie ein ganz anderes Gesicht, weshalb man nicht gerne auf die Alm fährt. Wir wissen jedoch was dort gefragt sein wird“, erklärt Stroh. Die Aufgaben werden nicht leichter. Am Montag (15.30 Uhr) muss der FC Horgau zum FC Haunstetten. „Die haben nur sechs Punkte weniger als wir, sind spielerisch eine gute Mannschaft und haben eines der besten Offensivduos der Liga. Das wird ein harter Brocken“, weiß der 36-Jährige.

TSV Neusäß

Wie schwer es gegen den Aufsteiger Haunstetten ist, bekam der TSV Neusäß vergangene Woche am eigenen Leib zu spüren. Mit 1:0 entschied der Tabellenführer die Partie knapp für sich. „Da haben wir gegen einen wirklich guten Gegner eine gute Tagesleistung gebraucht, um das zu gewinnen“, resümiert Karlheinz Pecher. Nichtsdestotrotz habe der TSV nach der 0:2-Niederlage gegen Horgau wieder in der Spur gefunden und bereit für den TSV Schwabmünchen II (Samstag, 15 Uhr) und den TSV Zusmarshausen (Montag, 14 Uhr), wenn auch das Abschneiden der Konkurrenz beim Tabellenführer für Verwunderung sorgt. „Beide hatten die Ansprüche in der Saison weiter vorne mitzuspielen. Daher ist die individuelle Qualität größer als der Tabellenplatz aussagt. Wir werden hier niemanden unterschätzen“, stellt Pecher vor den vermeintlich lösbaren Aufgaben klar.

TSV Zusmarshausen

Für den TSV Zusmarshausen geht es derzeit um alles. Nach der 0:2-Niederlage gegen den SSV Margertshausen steht die Mannschaft von Thomas Weber mit dem Rücken zur Wand. Auch das Programm am Osterwochenende verspricht nicht gerade einen Punkteregen. Am Samstag (15.30 Uhr) ist die SpVgg Westheim zu Gast, am Montag (14 Uhr) geht es zum Tabellenführer aus Neusäß. Beim Tabellenvorletzten fällt es schwer optimistisch zu bleiben. Dennoch sei das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

SpVgg Westheim

Bei der SpVgg Westheim ist derweil der Wurm drin. Lediglich einen Zähler konnten Oliver Haberkorn und Co. in der Frühjahrsrunde bislang einfahren. Und einfacher werden die Spiele mit Sicherheit auch nicht. Mit dem TSV Zusmarshausen (Samstag, 15.30 Uhr) und TSV Schwabmünchen II (Montag, 15 Uhr) warten die beiden Tabellenletzten. „Wir wollen mit sechs Punkten wieder in die Spur finden“, entgegnet Haberkorn. „Doch bei beiden wird es um alles gehen. Viele Chancen haben die beiden Teams nicht mehr. Der Druck liegt daher aber bei ihnen.“ Mit dem Bayernliga-Reserve aus Schwabmünchen hat die Haberkorn-Elf noch ein Hühnchen zu rupfen. Im Hinspiel hagelte es eine knappes 1:2, das der 34-Jährige vergessen machen möchte.

TSV Dinkelscherben

Neben dem FC Horgau gilt der TSV Dinkelscherben als erster Anwärter auf Platz Zwei. „Es läuft derzeit alles nach Plan. Wir stehen besser da als zum Hinrundenauftakt“, meint Trainer Michael Finkel. Gegen den Tabellenzweiten TSV Haunstetten (Samstag, 15.30 Uhr) hat der ehemalige Bezirksligist jedoch eine schwere und zugleich vorentscheidende Aufgabe vor der Brust. „Wenn du verlierst, sind es sieben Punkte Rückstand auf Zwei. Das holst du dann nicht mehr so einfach auf“, weiß der 41-Jährige. Doch das Ziel des Vereins, des Trainers und das der Spieler ist es der Weg zurück in die Bezirksliga. „Es ist einfach die Heimat des TSV Dinkelscherben“, erklärt Finkel. Doch dafür muss auch gegen den TSV Wehringen am Montag (15 Uhr) ein Sieg her. Doch die kämpfen gegen den Abstieg. „Wehringen wird mitnichten einfacher als Haunstetten“, hält Finkel fest und gibt im gleichen Zug aber ein Minimalziel für das Osterwochenende aus: vier Punkte.

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