Leitershofen

24.03.2019

Im Kellerderby droht der Absturz

Tobias Senger und Benedikt Gerstmeier vom TSV Leitershofen (gelbe Trikots) dürfen sich im Kellerderby gegen den TSV Zusmarshausen keinen Ausrutscher leisten. Daniel Holl (rechts) kann dem SSV Margertshausen im Abstiegskampf aufgrund einer Roten Karte nicht helfen. 
Bild: Andreas Lode

Der Vorletzte TSV Leitershofen und Schlusslicht TSV Zusmarshausen spielen um mehr als die Rote Laterne

„Man will einfach, dass es losgeht!“ – Damit sprach Michael Finkel am vergangenen Wochenende Vielen aus der Seele. Doch der 21. Spieltag fiel weitestgehend ins Wasser. Einzig der TSV Neusäß profitierte von der Regenfront, das Tief „Eberhard“ brachte, und sicherte sich die alleinige Tabellenführung. Doch am Wochenende gibt Hoch „Hannelore“ den Ton an und es warten packende Derbys in der Kreisliga Augsburg – allen voran das Kellerduell zwischen dem TSV Leitershofen und TSV Zusmarshausen.

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TSV Leitershofen – TSV Zusmarshausen. Gut verkauft und dennoch leer ausgegangen. Der TSV Leitershofen schlug sich bei der 1:2-Niederlage gegen den FC Haunstetten wacker. Doch die Personalsituation ist eine „wahre Katastrophe“, ärgert sich Trainer Bernd Endres. Zwölf Spieler fuhren mit nach Augsburg, einschließlich der 50-jährige Abteilungsleiter Oswald Seizinger. „Wenn du in dieser Liga bestehen willst, reichen zwölf Mann schlichtweg nicht“, bringt es der 39-Jährige auf den Punkt. Zuhause auf der Alm hofft Endres im Kellerduell gegen den TSV Zusmarshausen aber auf ein couragiertes Auftreten seiner Mannschaft. „Auf der Alm haben die Jungs scheinbar immer mehr Bock. Vielleicht liegt es an dem kleinen Platz? Da müssen sie weniger laufen“, sucht Endres nach einer Antwort auf die gute Heimbilanz. Die macht auch dem TSV Zusmarshausen zu schaffen. „Es ist immer schwierig da oben auf dem Berg“, erklärt der sportliche Leiter Matthias Voss. Doch die Ergebnisse sprechen für das Tabellenschlusslicht. Die letzten beiden Auswärtsspiele gewann Zusmarshausen mit 5:2 und 5:3. „Es wäre schön, wenn sich das wiederholen würde“, sagt Voss. Denn für den Verlierer dieser Partie rückt der Klassenerhalt erstmal in weite Ferne.

FC Königsbrunn – TSV Dinkelscherben. Für Michael Finkel ist die Ausgangslage klar: „Der FC Königsbrunn hat einen riesen Vorteil. Die sind bereits im Rhythmus drin.“ Damit könnte der 41-Jährige durchaus Recht behalten. Der FC bestritt sechs Vorbereitungsspiele und startete letzte Woche planmäßig in die Frühjahrsrunde. Der TSV hingegen konnte in der Schäfflertanz-Hochphase kaum trainieren. „Wir müssen schauen, dass wir gut rein kommen, wach sind und Fehler vermeiden“, weiß Finkel. Ansonsten könnte es für den Tabellendritten gegen den abstiegsgefährdeten FC Königsbrunn durchaus eng werden.

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TSV Göggingen – TSV Neusäß. 3:1 gegen den FSV Wehringen, Tabellenführung zurückerobert, drei Zähler Vorsprung auf den TSV Haunstetten - Beim TSV Neusäß lief zum Rückrundenstart alles nach Maß. „Das war genau so, wie wir es uns vorgestellt haben“, war Trainer Karlheinz Pecher zufrieden. „Denn wir wussten nicht, wo wir stehen und wie der Leistungsstand nach den Wintermonaten sein wird.“ Auch personell plagen den 52-Jährigen eher Luxusprobleme. „Ich hab die Qual der Wahl. Doch das steigert die Dynamik und Leistungsbereitschaft“, erklärt Pecher. Gegen den TSV Göggingen „wollen wir die Chance nutzen, einen direkten Konkurrenten abzuschütteln“, gibt Pecher als Ziel aus. Die Augsburger waren mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet. Durch einen Sieg des TSV Neusäß wären diese vorerst Geschichte.

SpVgg Westheim – SSV Anhausen. Die Wassermassen rettete der SpVgg Westheim am vergangenen Spieltag den Allerwertesten. „Wir haben uns über die Absage sehr gefreut und uns beim Altpapiersammeln erstmal ein Bierchen aufgemacht“, gab Trainer Oliver Haberkorn offen und ehrlich zu. Dem 34-Jährigen hätten gegen Zusmarshausen sieben Mann gefehlt. Doch jetzt gilt volle Konzentration auf Anhausen. „Die werden sicher nicht auf den Kobel kommen und uns was schenken“, erklärt Haberkorn. Doch auch für den SSV läutet das Derby die Frühjahrsrunde ein. Der Tabellenachte genoss ein spielfreies Wochenende. „Das Ziel sind noch mindestens zehn Punkte, die wir so schnell wie möglich holen wollen“, meint Spielertrainer Benedikt Schmid. Die Spielvereinigung sei jedoch der klare Favorit, „weshalb wir in erster Linie defensiv gut stehen und Nadelstiche in der Offensive setzen wollen“, entgegnet der 27-Jährige. Zahlreiche Langzeitverletzte und diverse Spielerabsagen unter der Woche machen die Situation vor dem Derby auf dem Kobel jedoch nicht leichter.

SSV Margertshausen – FC Horgau. Auch der SSV Margertshausen hätte gerne gespielt. Denn jetzt wartet zum Rückrundenauftakt ein richtiger Brocken. „Horgau ist Bezirksligaabsteiger, noch immer in Schlagdistanz zu den oberen zwei Rängen und wird alles daran setzen, die ersten Spiele zu gewinnen“, schätzt Trainer Thomas Kempter. Im Hinspiel entführte der SSV beim 0:0-Remis einen Punkt aus Horgau. „Das ist auch diesmal wieder das Minimalziel“, so Kempter, dem mit Daniel Holl, Stefan Holl, Tobias Hieber, Patrick Mayer und Felix Klingenstein gleich fünf Akteure fehlen werden. Sein Gegenüber Franz Stroh bringt dem SSV mindestens genau so viel Respekt entgegen. „Dreifach zu punkten wird in Margertshausen schwer. Kleines Spielfeld, kampfbetonte und leidenschaftlich spielen Mannschaft – das wird nicht einfach“, weiß Stroh. Um die Zügel nach oben nicht aus der Hand zu geben, zählt für der Bezirksligaabsteiger nur ein Dreier.

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