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Augsburg

17.07.2020

Box-Europameister Krasniqi übernimmt ehemalige Eisdiele Giotto

Box-Europameister Robin Krasniqi (rechts) führt mit Schwester Florentina Haklaj und Bruder Qendrim Krasniqi das Eiscafé Robin’s in Pfersee.
Bild: Fridtjof Atterdal

Plus Robin Krasniqi hat die Eisdiele Giotto in der Augsburger Straße in Pfersee übernommen. Wie es dazu kam und welche Auswirkungen das auf die Speisekarte hat.

Die beliebte Eisdiele „Giotto“ in Pfersee an der Augsburger Straße hat einen neuen Namen: „Robin’s“ steht seit einigen Tagen in großen weißen Buchstaben über der Tür. Hinter Robin’s steckt nicht etwa eine amerikanische Eiscremekette, sondern der fünffache Box-Europameister Robin Krasniqi.

Eigentlich ist der Profisportler mit der Vorbereitung auf die kommenden Kämpfe und der Arbeit in seinem „Rk Boxing Gym“ in Gersthofen recht gut ausgelastet. Doch als er im Training von einem seiner Schüler erfuhr, dass die Besitzer des Giotto einen Nachfolger für die Filiale in Pfersee suchten, habe er spontan zugegriffen, berichtet Krasniqi. „Ich muss immer etwas zu tun haben und ein wenig Zeit bleibt ja neben dem Boxen“, sagt er. „Und ich werde sicherlich nicht mein ganzes Leben lang boxen, da ist es gut, ein weiteres Standbein zu haben.“

Warum Boxer Robin Krasniqi die Eisdiele Giotto in Pfersee übernimmt

Robin Krasniqi bezeichnet sich selbst als erfolgreichsten bayerischen Boxer aller Zeiten und als erfolgreichsten albanisch-stämmigen Boxer. Er begann erst mit 17 Jahren mit dem Boxsport und kämpfte sich schnell in die Profiliga vor. In seinen 15 Profi-Jahren hat er 55 Kämpfe bestritten, von denen er 49 gewann. Er hat zweimal um den Weltmeistertitel geboxt, ist fünffacher Europameister und hält insgesamt acht Gürtel verschiedener Boxorganisationen. Seit 2011 ist er in seiner Gewichtsklasse ständig unter den Top 15 der WBO-Weltrangliste, einige Zeit führte er die Liste als weltbester Boxer sogar an.

Box-Europameister Robin Krasniqi rechts führt mit Schwester Florentina Haklaj und Bruder Qendrim Krasniqi das Eiscafé Robin´s in Pfersee, das ehemalige Giotto.
Bild: Fridtjof Atterdal

Und jetzt Eis in Pfersee. „Ich bin ein Familienmensch und habe nach einer Möglichkeit gesucht, etwas mit meiner Familie zu machen“, sagt er. Die Familie sei sein Kraftpol zwischen den Kämpfen. Während Robin den Laden vor allem managt, sind seine Schwester Florentina Haklaj und sein Bruder Qendrim Krasniqi voll mit eingestiegen und führen das Tagesgeschäft – wobei Qendrim sich nebenbei ebenfalls auf eine Karriere als Profiboxer vorbereitet. „Für meine Schwester war das der totale Sprung ins kalte Wasser“, sagt Robin Krasniqi und lacht. Denn bis dato habe seine Familie mit Gastronomie nichts am Hut gehabt. „Andere Leute lernen ein Raumschiff zu fliegen, wir mussten nur lernen, wie man ein Eiscafé führt“, sagt er. Mit Hilfe des Giotto-Teams habe seine Schwester den Laden aber recht schnell im Griff gehabt. Auch die Corona-Einschränkungen seien als Lernphase eher positiv gewesen. „Wir haben nur ,to go‘ verkauft und konnten uns so langsam ans Geschäft gewöhnen“, sagt der Chef. Als im Mai die Außensaison begann, sei man bereit gewesen.

Im Café „Robins“ in Pfersee gibt es weiterhin Eis

Wenn Robin Krasniqi nicht im Café ist, trainiert er. Rund 16 Trainingseinheiten absolviert er jede Woche – drei Tage davon bei seinem Trainer im Bayerischen Wald. „Der Trainingstag beginnt um 9 Uhr und endet gegen 22 Uhr“, berichtet der Profi. Wenn er zuhause ist, verbringt er die Pausen zwischen den Einheiten im Café – auch um zu Essen. Hier sieht man auch seine Handschrift in der Speisekarte.

Drei spezielle „Sportlergerichte“ – etwa Salat mit Pute – findet man zwischen Pizza und Pasta. „Ich muss nach einem genauen Ernährungsplan leben und wollte das auch im Robin’s umsetzen können.“ Außerdem kann er sich so mit seinen Sportlern zum Essen treffen und ihnen etwas Gesundes anbieten. Unverändert geblieben ist dagegen die vom ehemaligen Giotto bekannte Eiskarte.

Das Café „Robins“ in der Augsburger Straße ist an sieben Tagen durchgehend von 9.30 Uhr bis 22 Uhr geöffnet.

Wie geht es Gastronomen in Corona-Zeiten? Das hören Sie in unserem Podcast:

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