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Augsburg

16.07.2016

Die Ostumgehung wird abgespeckt

Neben der B2 zwischen Friedberg-Lindenau und dem Schwabhof findet sich dieses Protestschild gegen die eine große Osttangente verhindern wollen.
Bild: Peter Kleist

Die Querung des Lechs fällt im Bundesverkehrswegeplan vorerst weg. Der CSU-Abgeordnete Hansjörg Durz erklärt, was jetzt für das Gelingen des Projekts wichtig ist

Die gemeinsamen Bemühungen der Politiker zeigen Erfolg: Im überarbeiteten Entwurf für den Bundesverkehrswegeplan ist die Augsburger Osttangente nur in einer abgespeckten Version enthalten. Dies teilten die Bundestagsabgeordneten Hansjörg Durz und Ulrich Lange (beide CSU) mit. Die Wünsche der Region Augsburg seien ernst genommen worden, stellten sie fest.

Seit im März der Referentenentwurf aus dem Bundesverkehrsministerium veröffentlicht wurde, gab es zahlreiche Gespräche auf verschiedenen politischen Ebenen. Die vorgesehene autobahnähnliche Straße von der A8 bei Derching bis zur Bundesstraße 17 bei Oberottmarshausen stieß dabei auf breite Ablehnung. Die Stadt Königsbrunn und mehrere Gemeinden im Süden des Wittelsbacher Landes lehnten dieses Projekt kategorisch ab. Auch der Kreistag von Aichach-Friedberg machte in einer Resolution deutlich, dass zwar Entwicklungsmöglichkeiten für den Landkreis und Entlastungen für die Bürger gewünscht würden, nicht aber ein autobahnähnlicher Ausbau. Die gesamte Trasse solle möglichst flächensparend auf Bestandsstraßen verwirklicht werden und den Belangen von Landwirtschaft und Umweltschutz Rechnung tragen. Allerdings stieß auch dieser von CSU, SPD und FDP getragene Kompromiss auf Widerspruch. Die Gegner des Projekts befürchten eine Zunahme des Verkehrs, gleich in welcher Form die Straße kommt.

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Der überarbeitete Entwurf des Bundesverkehrswegeplans, der die wichtigsten Infrastrukturprojekte für die nächsten 15 Jahre festschreibt, sieht nun Folgendes vor:

Der Abschnitt der Osttangente zwischen Mering-St.Afra und Oberottmarshausen wird als weiterer Bedarf mit Planungsrecht abgestuft. Dieser Teilbereich, der in die Naherholungsflächen im Augsburger Süden eingreift und erhebliche naturschutzrechtliche Probleme mit sich bringt, hat damit keine Aussicht auf eine rasche Realisierung.

Der Bereich zwischen Derching und Mering-St.Afra bleibt im vordringlichen Bedarf, also der höchsten Dringlichkeitsstufe. Bis Friedberg soll die Straße vierspurig geführt werden, weiter südlich sollen drei Spuren wechselseitige Überholmöglichkeiten bieten.

„Damit werden wir den Beschlüssen der kommunalen Gremien sowie den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort gerecht, ohne dass das Gesamtprojekt leidet. Es wird eine stimmige Priorisierung vorgenommen“, loben die Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange und Hansjörg Durz die Änderungen am Konzept: „Das ist genau die richtige Lösung für das Projekt.“

Durz macht deutlich, dass es nun darauf ankomme, auf die Realisierung der beiden vorrangigen Maßnahmen – vierstreifiger Ausbau von der A8 bis zum Chippenham-Ring in Friedberg sowie die Umfahrung Kissing und Mering-St. Afra – zu dringen. Auf diese Weise soll nicht nur die Verkehrsanbindung des Landkreis-Südens verbessert, sondern auch eine Entlastung der Anwohner an der B300 in Friedberg und der B2 in Kissing und Mering erreicht werden.

Der weitere Zeitplan sieht vor, dass der Entwurf nach der Ressortabstimmung voraussichtlich im August vom Bundeskabinett beschlossen werden soll. Die parlamentarischen Beratungen beginnen nach der Sommerpause.

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