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Gesellschaft

16.01.2020

Neuer Standort für die Sozialstation gefunden

Anstelle von Bankgeschäften, werden hier künftig soziale Bedürfnisse gedeckt: Die Sozialstation Hochzoll/Friedberg siedelt sich auf diesem Areal an der Stadtgrenze an und sorgt für ein solides Stadtteilzentrum Friedberg-West.
Bild: Michael Hochgemuth

Stadtsparkasse Augsburg verkauft ihr Grundstücks in Friedberg-West bei der Wallfahrtskirche Maria Alber

Die Sozialstation Hochzoll/Friedberg soll ein neues Zuhause in Friedberg-West bekommen. Der gemeinsame Standort der 2013 fusionierten Einrichtungen wechselt damit von Hochzoll in das Friedberger Stadtgebiet. Er liegt zentral im gemeinsamen Betreuungsgebiet der Sozialstationen, das sich vom Südosten Augsburgs über das Friedberger Stadtgebiet hinaus und auf Teile des südlichen Landkreises Aichach-Friedberg erstreckt. Bürgermeister Roland Eichmann hält es für ideal, den soliden Grundstein für ein Stadtteilzentrum Friedberg-West zu legen.

Wie jetzt mitgeteilt wurde, sollen Grundstückserwerbe der Bürgerstiftung Sozialstation Friedberg und der Stadt Friedberg dieses Vorhaben möglich machen. Verkäuferin ist die Stadtsparkasse Augsburg, die in der Vergangenheit auf dem rund 2500 Quadratmeter großen Baugrundstück ein Filialgebäude unterhielt. Sie bot die Flächen bei der Augsburger Straße 78 im Rahmen eines Bieterverfahrens an. Wie es heißt, muss vonseiten der Stadt Friedberg noch ein Beschluss vom Stadtrat erfolgen, der seine grundsätzliche Zustimmung bereits signalisiert haben soll. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart.

Das 1969 errichtete Gebäude soll laut der Verantwortlichen der Sozialstation künftig für die Verwaltung der Sozialstation und als Einsatzzentrale zur ambulanten Versorgung von etwa 500 Patienten dienen. Die Bürgerstiftung will diese Räume gemäß ihrer satzungsmäßigen Aufgabenstellung zur Verfügung stellen. Darüber hinaus wird über ein kleines Begegnungszentrum nachgedacht. Wolfgang Rockelmann, Vorstandsvorsitzender im Stiftungsrat: „Ich bin glücklich über die gefundene und schnell umsetzbare Lösung. Für die zukünftige Entwicklung des Areals und einen möglichen Neubau kann in aller Ruhe und Sorgfalt geplant werden. Darüber hinaus sehe ich für das Sozialzentrum an der Hermann-Löns-Straße mit der dort untergebrachten Tagespflege weitere Entwicklungschancen.“

Neuer Standort für die Sozialstation gefunden

Alois Bösl, Vorstand Soziale Dienste in den Pfarreien Heilig Geist und Zwölf Apostel, meint: „Mit diesem neuen Standort können wir die räumlichen Probleme unserer Sozialstation beheben und rücken noch näher zusammen.“ Zudem könne man nun ohne Zeitdruck die Planungen für einen Neubau auf dem Areal in der Pfarreiengemeinschaft Heilig Geist und Zwölf Apostel vorantreiben.

Gudrun Jansen, Geschäftsführerin der Sozialstation, freut sich darüber, „dass sich nun endlich die Zusammenführung der beiden Stationen realisieren lässt“. Die Einrichtung sei in den vergangenen sechs Jahren stetig gewachsen und beschäftig mittlerweile 80 Mitarbeitende im Bereich der ambulanten Pflege sowie zehn Mitarbeitende im Bereich Tagespflege und Essen auf Rädern. Leider konnten die Geschäftsräume nicht mitwachsen, was die Suche nach neuen Räumlichkeiten unumgänglich machte. In einem nächsten Schritt können laut Gudrun Jansen weitere Aktivitäten, wie der Aufbau eines Beratungszentrums, eine Anlaufstelle für pflegende Angehörige und eine Schulungsstätte entstehen.

Roland Eichmann, Bürgermeister von Friedberg, ist ebenfalls sehr zufrieden mit der Lösung zwischen der Maria-Alber-Straße und der Augsburger Straße. Die Verlagerung der Sozialstation hält er an dieser Stelle für „günstig platziert“ und mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. (AZ)

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