Beim Auftaktfest zum Ulrichsjubiläum kamen Anfang Juli zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf den Rathausplatz. Foto: Silvio Wyszengrad
Mit Augsburg-Motiv wurden schon viele Botschaften in die Welt geschickt. 1959 und 2009 erschienen Sonderbriefmarken zum 500. beziehungsweise 550. Geburtstag Jakob Fuggers, 1985 gab die Deutsche Post eine Briefmarke anlässlich des 2000-jährigen Bestehens der Stadt Augsburg heraus, 2007 erschien eine Sondermarke zum Thema "Augsburger Religionsfriede". Die Augsburger Puppenkiste durfte sich 2017 über verschiedene Briefmarkenmotive freuen, zum 500. Jubiläum der Fuggerei 2021 wurde ebenfalls eine Briefmarke ausgegeben. Das Motiv: eine Fotomontage von Architektur und Menschen der Fuggerei. Anlässlich des Doppeljubiläums erhält Bischof Ulrich im kommenden Jahr nun ebenfalls seine eigene Marke.
Beim großen Auftaktfest auf dem Augsburger Rathausplatz gab es zahlreiche Stände und ein buntes Bühnenprogramm.
Im Zusammenhang mit Bischof Ulrich wird meist an das Jahr 955 erinnert. Damals gab es einen erneuten Angriff der Ungarn. Bischof Ulrich soll damals mit dem Schwert in der Hand und anstelle einer Rüstung nur mit einer Stola bekleidet auf der Stadtmauer gestanden und Augsburg verteidigt haben. Die Ungarn zogen sich zurück und wurden später von König Otto I. auf dem schwäbischen Lechfeld besiegt.
Theo Waigel setzte sich für die Sonderbriefmarke für Bischof Ulrich von Augsburg ein
Bundesminister a.D. Theo Waigel setzte sich für eine Sonderbriefmarke für Bischof Ulrich von Augsburg ein. Unserer Redaktion liegt ein Briefwechsel mit dem heutigen Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) vor. Lindner hatte Waigel zugesichert, dass er sich persönlich für die Herausgabe eines Sonderpostwertzeichens einsetzen werde. "Nun kann ich Ihnen mitteilen, dass es nächstes Jahr tatsächlich eine Marke geben wird", teilt er Theo Waigel mit. Die weiteren Einzelheiten, wie Erstausgabetermin und Nennwert der Sondermarken, würden noch mit der Deutschen Post AG abgestimmt. Lindner sei es eine Freude gewesen, sich für Waigels Vorschlag einzusetzen, betont er in dem Brief. Waigel, der im schwäbischen Ursberg geboren wurde und von 1989 bis 1998 Bundesminister der Finanzen und von 1988 bis 1999 CSU-Vorsitzender war, antwortete: "Die Diözese Augsburg und Bischof Dr. Bertram Meier werden sich darüber sehr freuen. Die Taten von Bischof Ulrich für Europa rechtfertigen die Sondermarke."
In der Tat freut es Bischof Bertram Meier, dass es eine Ulrichsbriefmarke gibt. Laut Katholischer Sonntagszeitung sagte er bei der Vorstellung des Programms zum Ulrichsjubiläum: "Es heißt in der jetzigen politischen Lage schon etwas, dass für einen katholischen Bischof eine Briefmarke herauskommt."