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27.03.2009

"Eine Disco würde Wertingen mehr Leben einhauchen"

Wertingen Alexander Hosp ist Pendler zwischen Wertingen, Augsburg und München. Der Medien- und Marketingmanager arbeitet auch als Journalist mit Fokus auf die Freizeitbranche sowie das Showgeschäft. Hosp pendelt zwischen Wertingen und einem "Irgendwo" hin und her. "Ich bin 1976 im Wertinger Krankenhaus geboren und in Emersacker aufgewachsen", sagt er.

Bereits als Schüler lernte er, Wertingen zu schätzen und im Teenie-Alter standen Wertinger Lokale und Cafés im Mittelpunkt seiner Freizeitaktivitäten. Irgendwann im Erwachsenenalter entschloss er sich, in Wertingen sesshaft zu werden - dort ist er bis heute. Doch der berufliche Weg, für den sich Hosp entschloss, zwang ihm das Pendeln auf. Seine Ausbildung und seine Bundeswehrzeit konnte er zwar noch in Augsburg und Dillingen ausüben, doch für die beiden Studiengänge im Medienbereich musste er schon wieder pendeln - nach München.

Dort und in Augsburg arbeitet er noch. Was nichts anderes heißt, als dass er täglich hin und her fährt. Mit dem Auto nach Meitingen zum Bahnhof, mit dem Zug nach München und wieder zurück. Drängt sich bei einem jungen Menschen wie ihm die Frage auf, warum er dann nicht gleich Wertingen verlässt und sich eine Bleibe in Augsburg oder München sucht? Die prompte Reaktion ist ein klares Nein und er erklärt auch warum. Bereits seit seiner Schulzeit schätze er die "… einzigartig-ausgewogene Balance zwischen städtischem und ländlichem Flair". Hosp schwärmt weiter: "Die Infrastruktur, das harmonische Gesamtbild des Stadtkerns, die Geschichte sowie die vielfältigen Sportmöglichkeiten machen das Städtchen zu etwas Besonderem."

Selbst begeistert von Musik, lobt er die Wertinger Musikkultur, vor allem die Arbeit der Orchester und Musikschule. "Dort wird Großes geleistet", so der Marketing-Manager, was die Stadt für ihr positives Image noch viel mehr nutzen sollte.

"Eine Disco würde Wertingen mehr Leben einhauchen"

Bei aller Euphorie vermisst er in Wertingen doch ein paar Dinge: "Die ganztägige Anbindung mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln an Augsburg, wo viele Wertinger und Menschen aus der Region arbeiten, einkaufen und weggehen, müsste dringend verbessert werden." Zudem könnte sich der "Nightlife-Spezialist", wie er jüngst aufgrund seiner journalistischen Tätigkeit von der Fachzeitschrift Disco-Magazin bezeichnet wurde, in Wertingen auch wieder eine Diskothek vorstellen: "Das würde der Stadt mehr Leben einhauchen und die Attraktivität des Freizeitstandorts erhöhen."

Auch wenn der 32-Jährige seine Arbeitsorte München und Augsburg als pulsierend beschreibt, seien Wertingen und die Dillinger Teenieband "Killerpilze" für ihn etwas ganz Besonderes. "Wertingen ist mein Zuhause", sagt er, "… und dank der Killerpilze, die hier teils zur Schule gingen, ist die gesamte Region auch im Unterhaltungsgeschäft kein unbeschriebenes Blatt mehr." Darauf ist er besonders stolz, denn auch wenn er die Punkrock-Band nicht entdeckt hat, hat er 2005 nach deren Auftritt bei Rock auf der Ruine in Bocksberg die Teenie-Band in einer Kolumne als Erster als die "Superstars von morgen" bezeichnet. Und er behielt recht.

Zudem veröffentlichte der Wahl-Zusamstädter zuletzt eine Fotobuch-Dokumentation über die zehnjährige Geschichte einer erfolgreichen deutschen Diskothek. Hosp kommt damit viel herum und war schon immer viel unterwegs. Doch ein Ziel wird er nicht aufgeben - seine Heimatstadt Wertingen.

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