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Höchstädt

30.07.2018

Schulsanierung: Bei 21,5 Millionen soll Schluss sein

Das Grund- und Mittelschulgebäude sind durch einen Gang verbunden.

Für das Projekt in Höchstädt legen die beteiligten Rathauschefs eine Obergrenze fest. Es wird fieberhaft nach alten Unterlagen gesucht.

Bei der geplanten Sanierung der Grund- und Mittelschule Höchstädt steht eine gewaltige Summe im Raum. Höchstädts Bürgermeister Gerrit Maneth signalisierte als Schulverbandsvorsitzender den Planern auch im Auftrag der Rathauschefs von Blindheim, Finningen, Lutzingen und Schwenningen in der jüngsten Sitzung, dass die Gesamtkosten 21,5 Millionen Euro nicht übersteigen sollen. Die Stadt Höchstädt müsste dabei über eine Zeit von 20 bis 25 Jahren jährlich trotz sämtlicher Förderungen jeweils rund 400000 Euro stemmen. Maneth sagte: „Das ist für Höch-städt ein Riesenbetrag.“ Entsprechend sieht es bei den beteiligten Gemeinden aus.

Architekt Jochen Schurr von den Müller-Schurr-Architekten in Marktoberdorf, die die Generalsanierung in einer Arbeitsgemeinschaft mit den DBW-Architekten in Haunsheim planen, stellte bei der Schulverbandsversammlung die schon weit fortgeschrittene Entwurfsplanung vor. Ende September muss der Förderantrag bei der Regierung von Schwaben eingereicht werden. Die Verbandsvertreter erfuhren viele Details. Zum Beispiel wird im Untergeschoss keine schulische Nutzung stattfinden. Der Grund: Die beiden Gebäude, die auf Höhe des Erdgeschosses mit einem Gang verbunden sind, liegen im HQ100-Bereich. Im Erdgeschoss der Mittelschule sollen der Speisesaal und die Küche entstehen. Die Verwaltungs- und Lehrerzimmer werden entsprechend der aktuellen Vorgaben angepasst. Die Fachräume, zum Beispiel fürs Werken und für den Physik-Chemie-Biologie-Unterricht, sind im Erdgeschoss geplant, in den oberen Stockwerken moderne Klassenzimmer. Aus Brandschutzgründen können nicht alle Flure ins Unterrichtsgeschehen eingebunden werden, auch wenn sie dann nicht förderfähig sind. „Das gibt der Bestand nicht her“, sagte Schurr. In der Grundschule sollen im Erdgeschoss die Mittagsbetreuung und die Schulküche untergebracht sein, im ersten Obergeschoss zusätzlich zu den Klassenzimmern der Musiksaal, im zweiten Obergeschoss die IT-Räume. Im Grundschulbereich sind alle Ebenen über den Aufzug zu erreichen. Der Parkplatz soll in einen Bereich für die Lehrer und einen für Besucher geteilt werden. Ob eine Fotovoltaikanlage oder die Gestaltung des Außenbereichs wie geplant umgesetzt werden kann bei der Kostenvorgabe, werde sich bei der genaueren Ausarbeitung zeigen.

Positiv wertete Schulverbandsvorsitzender Maneth, dass inzwischen Vertreter der Regierung mit Schulleiter Helmut Herreiner und den Planern vor Ort waren. Maneth sagte: „So können sie bei der Entscheidung auch verstehen, warum wir dies oder jenes so planen.“ Sorgen machen Klassenzimmer, die größer als 58 Quadratmeter sind und deshalb nicht gefördert werden. Unterlagen von vor 50 Jahren, die belegen, dass dies schulaufsichtlich so genehmigt wurde, könnten aufzeigen, warum dies notwendig war. Die sind aber nicht zu finden.

Enttäuscht zeigte sich Maneth auch, weil das Projekt keine Förderung aus dem Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur KIP-S erhält. Es geht um Kosten von 900000 Euro, die mit 90 Prozent förderfähig gewesen wären, aber die Höchstädter kamen bei der Vielzahl der eingereichten Anträge aus dem Landkreis nicht zum Zug. Der Schulverband ist in Kontakt mit Landtagsabgeordnetem Georg Winter, der weitere Fördermöglichkeiten ausloten soll. Nun heißt es aufzuzeigen, dass die beteiligten Schulverbands-Kommunen mit einem ausgeglichenen Haushalt durchaus Fördermittel nötig hätten. Wegen der ausgeglichenen Etats hatte es keine Förderung gegeben.

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