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Syrgenstein

24.02.2016

Schwieriger Siegerentwurf

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Ganz neu gestaltet werden soll der Jugendtreff in Syrgenstein.
Bild: Archivfoto: Stefan Reinbold

Beim Architektenwettbewerb für das Syrgensteiner Jugendzentrum wurde im November ein Gewinner gekürt. Nun zeigt sich, dass einige der Ideen aus dieser Planung technisch schwer oder gar nicht umsetzbar sind.

Lange wurde geplant, überlegt und getagt. Sogar einen Architektenwettbewerb gab es, um für den Umbau des Jugendtreffs und dessen Umfeld in Syrgenstein die beste Lösung zu finden. Nun stellten die Planer im Gemeinderat den aktuellen Stand der Entwurfsplanung dar. Und dabei gibt es insbesondere beim Hochbau einige Abweichungen zum Siegerentwurf des Büros Wunderle aus Neusäß. Weil sich das momentan nicht in der Lage sieht, das Projekt zeitlich schnell umzusetzen, übernehmen nun das Büro Axmann-Finkel aus Burgau und Matt-Schmölz aus Pürgen, die sich den Preis für die Freianlagen gesichert hatten, auch den Hochbau und die Planung des Siegers. Doch dabei gibt es einige Herausforderungen.

Kopfzerbrechen bereiteten Planer Günter Axmann-Finkel beispielsweise die großen Binder, die das Dach tragen. Den mittleren einfach rauszunehmen, das ginge schlichtweg nicht. Weil darunter aber nur noch 1,70 Meter verbleiben, hat er die Treppe nun mit einem Podest geplant, damit auch große Menschen bequem unter dem Binder hindurchpassen. Auch die großen Fenster in der Front Richtung Straße sind laut Axmann-Finkel technisch nicht möglich und müssen durch kleinere ersetzt werden, die dann auf Augenhöhe enden. Verzichtet wird daneben auf die großen Löcher im Dach, die mehr Licht in die Halle bringen sollten. Die, sagt Bürgermeister Bernd Steiner, ließen sich nur mit großem Aufwand verwirklichen. Anspruchsvoll ist aber auch die technische Umsetzung für das geplante, weit nach vorne gezogene Dach. Damit die Zufahrt für die Feuerwehr so bleiben kann, musste das etwas gedreht und eingekürzt werden. Wie es überhaupt gebaut werden kann, darüber müssen sich die Planer noch Gedanken machen. „Die Idee ist gut, aber die technische Umsetzung wird da noch Kopfzerbrechen bereiten“, kommentierte Bürgermeister Bernd Steiner.

Im Inneren sieht die Einteilung im Erdgeschoss einen Multifunktionsraum, Sanitäranlagen mit Behinderten-WC und einen Aufenthaltsraum mit Küchenzeile vor. Im Obergeschoss befinden sich eine Bühne mit Lager, ein PC- und Medienraum, ein Mehrzweckraum und ein Chillbereich. Nachdem die Lichtlöcher im Dach wegfallen, schlug Axmann-Finkel vor, den zur Halle hin offen zu lassen, damit durch dessen Fenster mehr Licht einfällt. Das bedeute dann aber auch, dass, um es in dem Raum warm zu haben, die gesamte Halle mit Gasdunkelstrahlern beheizt werden muss. Eine Vorstellung, die der Jugendbeauftragten Birgit Hihler nicht gefiel: „Unter chillig stelle ich mir schon gemütlich und warm vor.“ Axmann-Finkel wies darauf hin, dass man den Raum auch nachträglich noch schließen könne. Daneben kritisierte Birgit Hihler, ebenso wie Max Brenner, dass es für Menschen mit Behinderung keine Möglichkeit gibt, ohne Hilfe ins Obergeschoss zu kommen. Ein Aufzug, sagte Bürgermeister Bernd Steiner, sei derzeit nicht vorgesehen und auch nicht im derzeitigen Kostenrahmen unterzubringen.

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Weit gediehen sind auch schon die Planungen für die Außenanlagen. Um die zu realisieren, braucht die Gemeinde einige Quadratmeter, die momentan noch der Kirche gehören. „Uns ist signalisiert worden, dass wir die notwendige Fläche kaufen können“, so Bürgermeister Bernd Steiner. Barbara Matt stellte das Konzept vor, das neben dem Jugendzentrum einen kleinen Sitz- und Grillplatz sowie Beete und eine Rasenspielfläche vorsieht. Auch einen asphaltierten Skaterplatz soll es geben, auf dem im Falle eines Einsatzes auch die Mitglieder der Feuerwehr parken könnten. Für sie entstehen entlang der Zufahrt bereits drei Parkplätze. Entlang des Zwergbachs soll sich künftig ein Geh- und Radweg, der durch großzügige Obstwiesen führt, erstrecken. Einige Stufen sollen einen Zugang zum Bach ermöglichen, mehrere Sitzgelegenheiten sind geplant. Die Recyclingcontainer werden künftig hinter einer Hecke versteckt aufgestellt sein, und auf der gegenüberliegenden Seite der Schulstraße wird es einen Stellplatz für Wohnmobile mit den entsprechenden Anschlüssen geben.

Die Wasserfläche, der Beachvolleyballfeld und der Eislaufplatz sein, die in diesem Jahr im Umfeld der Bachtalhalle entstehen sollen, sind von dort nur einen Steinwurf entfernt. Bei einer ersten Baggerschürfe stießen die Arbeiter laut Bürgermeister Steiner bei 1,70 Meter auf Grundwasser. Die Förderzusage für das Wasser-Projekt liege bereits vor, sodass es nun ausgeschrieben werden kann. Ist dann das wasserrechtliche Verfahren abgeschlossen, kann es mit den Arbeiten losgehen. Auf Nachfrage von Ralf Kindelmann, wie denn der Eislaufplatz mit Wasser gefüllt werden soll, erklärte Steiner, dass man versuchen werde, das Dachflächenwasser der Bachtalhalle zu nutzen. Schließlich würde ein Wasserstand von einigen Zentimetern bereits ausreichen. Wenn das Dachflächenwasser nicht genügt, müsse die Feuerwehr anrücken. "Kommentar

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