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DZ/WZ-Frühjahrscheck

03.03.2018

Weniger Sorgen durch den Königstransfer

Die beiden Glötter Trainer Stefan Schneider (vorne) und Markus Rolle sehen vor dem Start in die Restsaison ihr Team auf einem guten Weg.
Bild: Walter Brugger

Mit Neuzugang Dominik Trenker im Tor will die SSV Glött das Abstiegsgespenst in der Fußball-Bezirksliga Nord schnell vertreiben

Dem FC Lauingen haben wir zum Auftakt unserer Serie „DZ/WZ-Frühjahrscheck“ eine schwierige Restsaison prognostiziert. Auch der zweite Bezirksligist aus dem Landkreis Dillingen, die SSV Glött, ist zur Winterpause punktemäßig alles andere als auf Rosen gebettet. Wie es um die Lilien steht, erklärt einer der beiden Cheftrainer, Stefan Schneider.

In der Winterpause ist Torwart Dominik Trenker vom Landesligisten FC Gundelfingen nach Glött gewechselt. Den 26-Jährigen bezeichnet Trainer Stefan Schneider als „Königstransfer“. Wie zwei Neuzugänge fühlt sich die Rückkehr der Zwillinge Christoph und Michael Rolle an. Beide haben ihr Auslandsstudium beendet und greifen wieder voll an. Verlassen haben den Verein Torwart Michael Abold (SC Altenmünster) und Ugur Yurt (Türk Gücü Lauingen).

18 Punkte aus 19 Spielen sind nicht gerade das Gelbe vom Ei. Das weiß auch Stefan Schneider: „Wir haben die zweitmeisten Gegentore erhalten und vorne deutlich zu wenig getroffen“, weiß der SSV-Coach, dass das bisherige Torverhältnis von 21:44 ausbaufähig ist. Was ihn positiv stimmt, ist die Tatsache, dass die beiden letzten Punktspiele vor der Winterpause in Wörnitzstein (1:0) und gegen Offingen (3:1) gewonnen wurden. „Dadurch haben wir eine gute Stimmung mit in die Pause genommen.“

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Gemeinsam und gleichberechtigt mit Markus Rolle, der auf dem Spielfeld als wichtiges Bindeglied die SSV-Kicker führt, ist Stefan Schneider jetzt die insgesamt dritte Saison in Glött tätig. Ob es für die beiden 29-Jährigen im Sommer eine vierte Saison bei den Lilien geben wird, ist noch offen. Schneider: „Wir sind in Gesprächen, aber es ist noch keine Entscheidung gefallen“. Unterstützung erhält das SSV-Trainerduo weiterhin von Co-Trainer Marcus Fryska und Torwarttrainer Volker Zenetti.

Regelrecht ins Schwärmen gerät Stefan Schneider, wenn er von Dominik Trenker spricht. Der neue Torwart sei aufgrund seiner Ausstrahlung auch ein richtiges Glückskind für den Verein: „Dominik hat bei uns vom ersten Tag an eine Führungsrolle im Team übernommen“. Vorbildlich nennt Schneider auch das Verhalten von Kapitän André Daferner. Was er auf und neben dem Platz leiste, macht ihm zu einem weiteren Glötter Glückskind. Dazu zählt Stefan Schneider nach ihrer Rückkehr aus dem Ausland die Zwillinge Michael und Christoph Rolle. Einziges Sorgenkind ist derzeit Fabian Kuchenbaur. Der Torwart hat sich während der Vorrunde einen Wadenbeinbruch zugezogen, befindet sich inzwischen aber schon im Aufbautraining.

Mit der bisherigen Vorbereitung ist Coach Schneider sehr zufrieden. „Trotz der Eiseskälte hatten wir gute Trainingsbedingungen“, verweist der Trainer auf das kleine Kunstrasenrechteck am SSV-Sportgelände und auf das Spielfeld am alten Lilienhang, wo sich die Schneemassen in Grenzen hielten. In den bisherigen Testspielen sprangen unter anderem zwei Unentschieden gegen die Landesligisten FC Gundelfingen (2:2) und SC Ichenhausen (1:1) heraus. Ein letztes Testspiel steigt am morgigen Sonntag auf Kunstrasen in Gersthofen gegen den SC Bubesheim (15 Uhr). Der Fokus im Training wurde beim Spiel gegen den Ball gerichtet. Die Taktik ist für Stefan Schneider nicht das Entscheidende in der Frühjahrsrunde: „Wir müssen hinten einfach stabiler werden“, lautet die Maxime.

Wenn die Region in den nächsten Tagen wirklich auftaut, dann heißt der erste Gegner am kommenden Sonntag im Lilien-Stadion VfR Neuburg. Gegen den Aufstiegsanwärter würde Stefan Schneider gerne spielen. „Da hast du als Außenseiter unmittelbar nach der Winterpause sicherlich die meisten Chancen“. Eine Woche später geht es zum Schlusslicht nach Horgau, wo ein Sieg Pflicht sei. Anders als im letzten Jahr, als der Abstieg erst am letzten Spieltag durch Schützenhilfe anderer Mannschaften gesichert wurde, möchte Glött den Ligaverbleib diesmal früher schaffen. „Zittern bis zum Schluss – nein, danke“, so denkt in Glött nicht nur Coach Schneider, sondern auch das gesamte Umfeld.

Den Relegationsplatz, den die Glötter derzeit einnehmen, werden sie in den nächsten Wochen bald verlassen. Der Trend zeigt nach oben. Platz zehn ist durchaus möglich. (her)

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