DZ-Fußball-NachleseDZ

22.05.2012

Trotz Wanderung kein Wanderpokal

Drei Genderkinger Fußballer laufen nach München.

Tage nach dem Champions-League-Finale in München ist die Niederlage des FC Bayern München auch in der Region immer noch das Gesprächsthema. So mancher Fan hadert weiter mit dem Schicksal und dem Fußball-Gott, zumal sich im Vorfeld einige Anhänger etwas ganz Besonderes hatten einfallen lassen. Drei A-Klassen-Kicker des SV Genderkingen beispielsweise legten die gesamte Strecke nach München zu Fuß zurück. Am Donnerstagmorgen um 9 Uhr begann die die gut 100 Kilometer lange Wanderung in Genderkingen. Zwölf Stunden später wurde das erste Etappenziel in der Nähe von Aichach erreicht. Nach der Übernachtung in einer Pension ging es am Freitagmorgen um 9.30 Uhr weiter, ehe am Samstagmorgen um genau 0.16 Uhr nach über 26 Stunden Gesamtlaufzeit die Landeshauptstadt erreicht wurde. „Wir hatten bereits im Sommer 2011 beschlossen, als die Champions-League-Saison noch gar nicht begonnen hatte, dass wir nach München laufen, wenn die Bayern dabei sind“, erklärt Patrick Albrecht. Anfangs waren noch viele weitere Fans von der Idee begeistert, doch als es dann um die Umsetzung ging, lichteten sich die Reihen. Schließlich machte sich nur der 28-Jährige am Donnerstag zusammen mit Roman Forster (21) auf den Weg. Peter Ortmann stieß dann kurz vor Aichach dazu. Der 25-Jährige studiert in München und konnte aus zeitlichen Gründen nicht die ganze Strecke mitmachen. Er stellte seine Wohnung dafür als Quartier zur Erholung zur Verfügung, ehe es am Samstag in den Hirschgarten in München zum Public Viewing ging. „Die Niederlage tat da doppelt weh“, resümiert Patrick Albrecht und denkt dabei auch an seine lädierten Füße, die denn Marsch mit einigen Blasen büßen mussten. Samstagnacht ging es dann mit dem Zug zurück nach Genderkingen, schließlich stand am Sonntag das A-Klassen-Spiel gegen den SV Otting auf dem Programm. Dabei kamen Albrecht und Forster allerdings nur eine Halbzeit zum Einsatz, Ortmann war in München geblieben. „Unser Trainer war von der Idee nicht begeistert, aber wir mussten es einfach machen“, erklärt Albrecht. Der SVG verlor übrigens mit 1:4 gegen den Aufstiegsaspiranten SV Otting. (mer)

Eine Hand am Henkelpott

Noch näher dran am „Henkelpott“ war DZ-Mitarbeiter Marco Wernthaler. Der 18-Jährige war vor Monaten von seinem Berufsschullehrer in München für die Eröffnungsfeier angeworben worden. Die führte nämlich der FT Gern München durch, der Heimatverein von Philipp Lahm, bei dem dessen Mutter in der Nachwuchsabteilung im Einsatz ist. Die gesamte vergangene Woche wurde für den großen Auftritt geprobt, zweimal sogar in der Allianz Arena. „Als wir dann vor dem Finale einmarschiert sind, hatte ich eine Gänsehaut“, beschreibt Wernthaler. Das Spiel verfolgte er dann von der Südkurve aus und kann es immer noch nicht fassen, dass der FC Bayern als Verlierer vom Feld ging. „Trotzdem werde ich dieses Erlebnis nie in meinem Leben vergessen.“ (mer)

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DZ-Experte muss sich knapp geschlagen geben

Auch DZ-Fußball-Experte Robert Leinfelder ist bekennender Bayern-München-Fan. Die Final-Niederlage am Samstag schmerzte somit auch ihn sehr. Auch beim Tippspiel hatte er in der 25. Runde wenig Glück, denn er musste sich knapp mit 5:6 dem Mertinger Interimstrainer Manfred Schulz geschlagen geben. Leinfelder lag zwar beim Kreisliga-Spitzenspiel zwischen Holzkirchen und Donaumünster (2:2) ganz richtig, dazu kamen dann aber „nur“ noch zwei Tendenzen. Auch Schulz sagte ein Ergebnis richtig voraus (Eggelstetten – Flotzheim 2:0) und zudem drei Tendenzen. Ganz falsch lag er allerdings beim Spiel seiner eigenen Mannschaft, die sich entgegen seinen Erwartungen mit 1:2 in Wortelstetten geschlagen geben musste. (mer)

Die Überraschung überrascht den Spielertrainer nicht

Der FC Marxheim/Gansheim hat Spitzenreiter Megesheim einen Dämpfer versetzt. Mit einer 4:1-Packung schickte der Tabellendritte den Meisterschaftsanwärter am Sonntag nach Hause. „Für mich war das keine Überraschung“, sagt Spielertrainer Josef Stuber. Der Sieg hat das Titelrennen wieder spannend gemacht und den Riesern die vorzeitige Meisterschaftsfeier verdorben. Einen Zähler rangiert die Stuber-Truppe jetzt hinter dem Tabellenzweiten BC Huisheim, den wiederum drei Punkte von Megesheim trennen. Just diese beiden Teams treffen am Samstag aufeinander. Obwohl einer seiner Arbeitskollegen beim BCH spielt, drückt Stuber den Megesheimern die Daumen. Bei einem Sieg wären die Rieser Meister und Marxheim/Gansheim könnte am Konkurrenten vorbeiziehen. Dazu sei aber eine konzentrierte Leistung gegen die SpVgg Daiting notwendig. Gegen Megesheim habe sich sein Team relativ leicht getan, „weil die mitgespielt und sich nicht hinten rein gestellt haben“. Diese Spielweise komme seinem Team entgegen, das im Mittelfeld durch Andreas Rödl und Andreas Stuber spielerisch Akzente setze. Er selbst hat sich um Megesheims „Knipser“ Marino Carlucci gekümmert – erfolgreich, denn der Torjäger ging leer aus. Die Marschrichtung für die letzten zwei Saisonspiele ist für den Spielertrainer klar: „Gegen Daiting und Wörnitzstein-Berg gewinnen und dann abwarten.“ (bih)

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