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07.10.2009

Nicht einig über Standort fürs Gymnasium

Merching Die Wogen schlugen hoch im Gemeinderat, als es darum ging, ob sich auch Merching für Mering als Standort für ein drittes Gymnasium im Landkreis aussprechen will. Die Gemeinderäte von Steindorf und Schmiechen haben sich bereits dafür entschieden. Die Gemeinde Steindorf hat sogar schon einen Entwurf für ein Schreiben an Landrat Christian Knauer vorgelegt. In diesem Schreiben werden "Argumente für die Meinungsbildung" angesprochen. "Für unsere Gemeinden im Süden ist es wichtig, dass ein Gymnasium im 'Süden' auch wirklich in der südlichsten infrage kommenden Gemeinde, sprich Mering, angesiedelt ist", lautet ein wesentliches Argument.

Dem konnten die Merchinger Gemeinderäte unisono zustimmen. "Wenn ich an unsere Kinder denke, dann weiß ich schon jetzt, dass Mering für sie am besten zu erreichen ist", brachte es Bürgermeister Martin Walch (FW) auf den Punkt. Zweiter Bürgermeister Peter Tomaschko ( CSU) warnte davor, vorschnell zu entscheiden. "Das dritte Gymnasium wird im Landkreis kommen, aber wir müssen auch damit rechnen, dass wir damit eine um zwei Prozentpunkte höhere Kreisumlage zahlen müssen", erläuterte er den Gemeinderäten. Das seien in der Summe 70 000 Euro Mehrbelastung pro Jahr für die Kommune.

Deshalb sei es notwendig, die Standortwahl sehr genau unter die Lupe zu nehmen. "Kommt Kissing billiger, ist das auch für Merching weniger Kreisumlage", so Tomaschko. Er empfahl ein neutraleres Schreiben, in welchem die Gemeinde das dritte Gymnasium im Süden begrüße, aber sich nicht einseitig für Mering ausspreche.

Zudem brachten Tomaschko und Walch die Hauptschule ins Spiel. Durch die Einführung der Mittelschule sei die Zukunft der Merchinger Einrichtung in Gefahr. Denn mit rückläufigen Schülerzahlen könne die Hauptschule nicht die Kriterien für eine Mittelschule erfüllen. "Wenn nun Kissing vielleicht auf eine Hauptschule verzichtet, um dann das Gebäude für ein Gymnasium freizumachen, könnten sich daraus auch wieder Kapazitäten für die Merchinger Hauptschule bieten", unterstützte Wolfgang Teifelhart (CSU) die beiden.

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Erschreckende Entwicklung

Walch störte sich am Vorauspreschen der beiden Nachbargemeinden Schmiechen und Steindorf. Er plädierte dafür, zunächst das Treffen am kommenden Donnerstag mit den Bürgermeistern aus den Nachbarlandkreisen sowie den Nachbargemeinden abzuwarten. In dieser Bürgermeisterversammlung gehe es darum, welche Chancen eine Zusammenarbeit der Kommunen biete, um die Problematik "Mittelschule" gemeinsam zu bewältigen. "Ich blicke auf eine erschreckende Entwicklung und frage mich, wie viele Kinder bleiben denn an unserer Schule?", brachte er seine Sorge um die Merchinger Hauptschule vor.

Mit zwei Gegenstimmen wurde die Diskussion auf die nächste Sitzung vertagt.

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