Fußball-Nachlese

01.09.2015

Abkühlung dringend gesucht

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4 Bilder
In einem Pool feierten die Akteure des BC Rinnenthal III ihren ersten Punktgewinn der Saison – und bei den tropischen Temperaturen kam die Abkühlung gerade recht. Unser Bild zeigt von links Maximilian Kleist, Maxi Dinter, Joachim Reitner und Martin Schicker.
Bild: Kleist

Beim BC Rinnenthal gibt es bei den tropischen Temperaturen eine besondere Erfrischung. Mering bleibt ungeschlagen, zwei Friedberger Teams dagegen weiter sieglos

Noch einmal zeigte sich der Super-Sommer 2015 von seiner schönsten Seite. Temperaturen jenseits der 30 Grad, fast windstill, einfach ideal – zum Baden, nicht zum Fußballspielen. Die Akteure, die auf den Platz mussten, klagten über die mörderische Hitze, Trinkpausen wurden eingelegt, und Wasserkübel standen an den Seitenlinien, um Abkühlung zu spenden. Beim BC Rinnenthal ließ man sich etwas Besonderes einfallen – einen aufblasbaren Pool. Darin genossen die Akteure der dritten Mannschaft ihre Abkühlung und schauten nach dem ersten Punktgewinn der Saison (2:2 gegen Schiltberg II) dem Treiben der „Zweiten“ und des BCR I zu.

Was sie da sahen, begeisterte nur teilweise. Der BCR II dürfte mit dem 3:4 gegen Ottmaring II – der dritten Niederlage im dritten Spiel – bereits jetzt aus dem Rennen um den Aufstieg sein. Momentan ist man mit null Punkten Vorletzter der B-Klasse Aichach. Und Rinnenthals „Erste“ gab beim 2:2 gegen den SV Thierhaupten einen 2:0-Vorsprung aus der Hand und musste letztlich mit einem Punkt vorliebnehmen. Dennoch steht der Aufsteiger auf Platz zwei der Kreisliga Ost bestens da. „Das Remis geht schon irgendwie in Ordnung, uns ist nach dem guten Start am Ende ein bisschen der Saft ausgegangen“, meinte BCR-Trainer Vincent Aumiller. Der bezeichnete die Temperaturen auch schon als „fast grenzwertig“ zum Fußballspielen. Seine Akteure seien auch nicht in den Pool gegangen. „Selbst dazu fehlte am Ende die Kraft“, so Aumiller, der mit dem bisherigen Saisonverlauf vollauf zufrieden ist.

Von Zufriedenheit Lichtjahre entfernt ist man beim TSV Friedberg, der mit 1:3 in Berg im Gau seine dritte Niederlage im dritten Spiel kassierte und nur dank des besseren Torverhältnisses die rote Laterne an Pöttmes abgeben konnte. Zum ersten Mal war auch Trainer Willi Gutia restlos enttäuscht und fast sprachlos. „Das war ein Spiel, das man einfach nicht verlieren darf. Berg war ja auch nix“, so der TSV-Coach. Nach dem 1:1 zur Pause lief eigentlich nichts mehr – auf beiden Seiten, wie der Trainer betonte. Eigentlich war man sich hüben wie drüben einig in Sachen Punkteteilung. „Und dann musst du halt den Punkt mitnehmen, doch was machen wir? Wir schenken denen noch zwei Tore“, schimpfte er. Zudem gab es im dritten Spiel den dritten Platzverweis für einen Friedberger Akteur. Diesmal erwischte es Torhüter Dominik Bader nach einer Notbremse.

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Dagegen ist man beim SV Mering mit dem bisherigen Verlauf der Saison mehr als zufrieden, schließlich ist der MSV der einzige Verein, der in der Landesliga Südwest noch ungeschlagen ist. „Das ist ein schöner Aspekt, der auch Selbstvertrauen gibt“, so Trainer Günter Bayer. Der sprach seiner Mannschaft nach dem hart erkämpften 2:2 beim Tabellenführer FC Gundelfingen seinen Respekt aus. „Was die Mannschaft bei dieser Hitze gegen einen guten Gegner geleistet hat – Chapeau, kann ich da nur sagen“, erklärte der Meringer Trainer. Allerdings gab Bayer auch zu, dass Mering ein bisschen Glück gehabt hatte. „Wir lagen ja schnell 0:2 hinten, und wir hätten auch das dritte schnappen können – und ich denke, dann wäre es wohl vorbei gewesen“, meinte er. Eines gelte es aber noch zu verbessern: „Das war jetzt das vierte 2:2 – wir müssten mal wieder in der Defensive besser stehen. So müssten wir immer drei Tore schießen, um ein Spiel zu gewinnen“, analysierte der Meringer Trainer.

Zufrieden war man auch ein paar Kilometer paarabwärts beim Kissinger SC, der sich mit dem 1:1 gegen Türkspor Augsburg einen weiteren Achtungserfolg an die Brust heften konnte. „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, und haben unser Ziel dank unserer mannschaftlichen Geschlossenheit erreicht“, erklärte Trainer Daniel Framberger. Kissing stand kompakt, ging wieder besser in die Zweikämpfe, holte viele „zweite Bälle“ und verdiente sich den Punkt. „Mit diesem Unentschieden können wir gut leben“, so Framberger.

Auch beim FC Stätzling in der Bezirksliga Süd gab es diesmal wieder viele zufriedene Gesichter – kein Wunder nach dem 5:0 im Derby gegen den TSV Bobingen. Dabei mussten die Stätzlinger bei der großen Hitze fast eine ganze Halbzeit zu zehnt agieren, da Daniel Hadwiger Gelb-Rot gesehen hatte. Und in Unterzahl schossen die Stätzlinger dabei auch noch drei Tore.

Für die Landkreisteams in den Kreisklassen Aichach und Augsburg-Mitte war es indes ein Wochenende „zum Vergessen“. Kein Sieg, ja nicht einmal ein einziges Pünktchen stand auf der Habenseite. Die Sportfreunde Friedberg kassierten beim 0:3 bei TSG Augsburg die dritte Niederlage im dritten Spiel und sind damit Tabellenletzter. Auch Kissing II (0:1 gegen Türk JKV) ist noch ohne Sieg. Mering II (0:2 bei Pfersee), Stätzling II (1:3 gegen Trenk), Wulfertshausen (2:4 gegen Lechhausen) und Ottmaring (1:2 bei Gold-Blau) gingen leer aus. Der SV Ried ziert nach dem 0:2 gegen den TSV Inchenhofen mit null Punkten aus den Spielen das Tabellenende der Aichacher Gruppe, und Dasing verlor beim Aufsteiger Klingen.

In der A-Klasse sorgt mit Merching ein Aufsteiger für Furore. Nach dem 3:0 im Landkreisduell mit dem TSV Mühlhausen ist das Team von Trainer Alex Vötter Tabellenzweiter. Dagegen finden sich die Sport-Freunde Bachern da wieder, wo man sie nicht unbedingt erwartet hätte – am Tabellenende. Nach der derben 0:4-Klatsche in Hörzhausen ist das Team von Christopher Fischer nämlich mit nur einem Punkt Vorletzter.

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