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Günzburg

02.10.2019

Die BKH-Flüchtigen werden jetzt europaweit gesucht

Die Klinik für Forensische Therapie und Psychotherapie des Bezirkskrankenhauses in Günzburg. Trotz großer Sicherheitsvorkehrungen und Videoüberwachung sind zwei Insassen entwichen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Für die beiden Männern, die aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg geflohen sind, gibt es jetzt einen europaweiten Haftbefehl.

Nach den beiden Männern, die in der Nacht zum 23. September aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg ausgebrochenen sind, wird nun europaweit gefandet. Ein EU-weiter Haftbefehl sei ergangen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Das Polizeipräsidium Schwaben-Nord hatte am Montag erklärt, dass man sich um den Haftbefehl bemühe. Zuletzt waren Hinweise zu den 23 und 28 Jahre alten Männer am Montag in Vöhringen (Landkreis Neu-Ulm) eingegangen. Mehrere Polizeistreifen, Hunde und Hubschrauber suchten ergebnislos.

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Einbrüche: Waren es Jugendliche oder die Flüchtigen?

Bereits am vergangenen Freitag ging die Polizei Hinweisen in Günzburg und Leipheim (Landkreis Günzburg) nach. Nach Einbrüchen in Kleingartenanlagen am Wochenende suchten die Beamten zudem im baden-württembergischen Langenau (Alb-Donau-Kreis). Ob es sich bei den Delikten um die beiden Flüchtigen oder Jugendliche handelte, sei jedoch noch nicht geklärt. "Wir gehen jedem begründeten Hinweis nach", sagte ein Polizist.

Polizei warnt vor den beiden Männern

Derzeit gebe es weiterhin keine Hinweise auf eine Bewaffnung der beiden Männer. Die Polizei rät dennoch, nicht an sie heranzutreten, sondern die Beamten über die Notrufnummer 110 zu kontaktieren. Zudem sei es ratsam, keine Anhalter mitzunehmen.

Die beiden Männer waren in der Nacht zum 23. September getürmt. Dabei nahmen sie kurzzeitig eine Frau als Geisel. Sie waren unter anderem wegen räuberischen Diebstahls und schweren Bandendiebstahls polizeilich in Erscheinung getreten. Beide wurden wegen Suchterkrankungen in der Günzburger Klinik für Forensische Psychiatrie im Maßregelvollzug behandelt. Es heißt, sie hätten sich jedoch nicht therapiewillig gezeigt und nicht an Regeln gehalten. Wie Thomas Düll, Vorstandsvorsitzender der Bezirkskliniken in Schwaben, erklärte, sei geprüft worden, ob die Patienten nicht in Kürze in ihre Justizvollzugsanstalten zurückverlegt werden. Dass die Männer sich eine Geisel nehmen und aus der Klinik fliehen konnten, sei auf keinen Fall eine Schuld der Mitarbeiter. Die Angestellte, die bedroht wurde, sei zum Glück unverletzt und werde betreut. (AZ/dpa)

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