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Neuer Günzburger Landrat: Ein gutes Blatt für Reichhart

Neuer Günzburger Landrat: Ein gutes Blatt für Reichhart
Kommentar Von Till Hofmann
15.03.2020

Plus Hans Reichhart übernimmt den Chefsessel im Landratsamt. Der leidenschaftliche Schafkopfspieler hat gezeigt, wie man sich gegen Konkurrenten durchsetzt.

Spannend wird’s in 14 Tagen noch einmal in zwei Städten und einer Gemeinde im Landkreis Günzburg: Denn in Burgau, Thannhausen und Haldenwang finden Stichwahlen statt. Das war bei vier Bewerbern (Burgau und Haldenwang) fast anzunehmen. In Thannhausen lag es im Bereich des Möglichen.

Die meisten Kandidaten aber buhlten um das Amt des Landrats. Hans Reichhart ( CSU) hat es eindrucksvoll vorgemacht, wie man sich gleich gegen vier Mitstreiter durchsetzt. Natürlich hatte der 37 Jahre alte leidenschaftliche Schafkopfspieler ein gutes Blatt in seiner Hand: Eine Wechselstimmung war nicht erkennbar. CSU-Mann Hubert Hafner hat als Landrat fast zweieinhalb Jahrzehnte lang solide Arbeit geleistet und den Landkreis vorangebracht. Reichhart gab, um Günzburger Landrat werden zu können, sein Ministeramt in München auf: ein Liebesbeweis gegenüber seiner Heimat, den ihm die Wähler gedankt haben.

Da muss was gehen mit dem Kandidaten Reichhart

Die Erwartungshaltung der Bürger konnte er wohl am meisten erfüllen dank des Beziehungsnetzwerks, das er in den Jahren als Landesvorsitzender der Jungen Union, als Finanzstaatssekretär und zuletzt als Bau- und Verkehrsminister aufgebaut hat. Da muss was gehen mit dem Kandidaten Reichhart...

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Wie das aussehen könnte, hat die CSU in den vergangenen Wochen unter Beweis gestellt: Finanzzusage für die Sanierung des Klosters Wettenhausen und den Hochwasserschutz in Burgau. Die lang gewünschte Telematik entlang der A8 im Kreis Günzburg wird kommen – gleich noch mit einer Teststrecke für automatisiertes Fahren verbunden. Die Zeitpunkte für diese guten Nachrichten waren sicher kein Zufall.

Dennoch ist eine Parteizugehörigkeit bei einer Kommunalwahl, die vor allem eine Persönlichkeitswahl ist, kein Selbstläufer. Das musste Kammeltals Bürgermeister Matthias Kiermasz (der sich selbst als Landratskandidaten gesehen hatte) auf überaus schmerzhafte Weise erfahren. Eine so deutliche Abwahl eines Amtsinhabers sollte dem Betroffenen zu denken geben.

Lesen Sie hier zur Landratswahl: Von wegen Stichwahl: Reichhart schafft’s im ersten Rutsch

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