1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Verbleib der Tiere nach Stall-Brand in Leipheim ist unklar

Leipheim

17.12.2018

Verbleib der Tiere nach Stall-Brand in Leipheim ist unklar

Mehr als 140 Feuerwehrleute aus der Region, außerdem Mitglieder des THW Günzburg und Dillingen, des Rettungsdienstes und der Polizei waren am Sonntagabend in Leipheim im Einsatz. Bei einem Brand in einem Viehstall ist ein Schaden von etwa einer Million Euro entstanden.
Bild: Mario Obeser

In Leipheim brennt ein Viehstall nieder. Der Sachschaden liegt bei einer Million Euro. Noch ist nicht klar, ob alle Tiere das Feuer überlebt haben.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr ist im Landkreis Günzburg ein Millionenschaden durch einem Brand an einem Viehstall entstanden. Am dritten Adventssonntag kämpfte ein Großaufgebot von Einsatzkräften in Leipheim gegen die Flammen. Zwei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt.

Das Feuer sollte nicht auf Nachbargebäude übergreifen

Nachbarn hatten das Feuer als erste bemerkt. Gegen 20.30 Uhr ging die Meldung über den Brand auf einem Bauernhof im Gemeindebereich Leipheim bei der Einsatzzentrale ein. Bei Eintreffen der Feuerwehren stand der Stall in Vollbrand. Die Hauptaufgabe habe nun darin bestanden, ein Übergreifen der meterhohen Flammen auf das benachbarte Wohnhaus zu verhindern. Dies sei schließlich gelungen, berichtet die Polizei. Schäden durch die enorme Hitzeentwicklung konnten aber nach Angaben der Feuerwehr nicht gänzlich verhindert werden. Neben landwirtschaftlichen Maschinen, Heu und Futtermitteln befand sich allerdings auch eine Werkstatt in dieser Stallung, in der sich Gasflaschen befanden. Diese stellten eine besondere Gefahr für die Einsatzkräfte dar.

Zwei Feuerwehrleute verletzten sich im Einsatz

143 Einsatzkräfte der Feuerwehren Leipheim, Riedheim, Weisingen, Günzburg, Echlishausen, Kleinkötz, Jettingen, Burgau, Langenau, der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung und der Kreisfeuerwehrinspektion Günzburg waren im Einsatz. Weiter vor Ort waren das THW Günzburg und das THW Dillingen mit 20 Kräften sowie der Rettungsdienst mit mehreren Einsatzfahrzeugen und Gruppen und der Kriseninterventionsdienst des BRK Günzburg. Die Polizei rückte mit mehreren Streifen der Polizei Günzburg und der Autobahnpolizei Günzburg an. Auch Brandermittler der Kripo kamen an die Einsatzstelle. Durch das Feuer wurde niemand verletzt, zwei Feuerwehrleute verletzten sich jedoch bei den Löscharbeiten. Sie mussten zur Behandlung ins Krankenhaus.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Einsatzkräfte suchten mit Drohne und Wärmebildkamera nach Tieren

In dem Stall waren offenbar mehr als 100 Rinder und Schweine untergebracht. Wie viele Tiere dem Feuer zum Opfer gefallen sind, konnte die Polizei am Montag noch nicht sagen. Auch seien offenbar einige der Tiere weggelaufen. Da Tiere auch auf die umliegenden Felder flohen, musste die Kreisstraße zwischen Leipheim und Riedheim kurzzeitig für den Verkehr gesperrt werden. Die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung flog mit ihrer Drohne, an der eine Wärmebildkamera verbaut ist, das betroffene Gebiet ab, um verstreute Tiere aufzuspüren. Sollten Kühe oder Schweine in der Umgebung von Leipheim gesehen werden, bittet die Polizei dies unter der Notrufnummer 110 oder direkt bei der Polizei Günzburg unter 08221/9190 zu melden.

Die Kripo Neu-Ulm ermittelt

Den Sachschaden gibt die Polizei vorläufig mit geschätzt einer Million Euro an. Zur Brandursache können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Neu-Ulm übernommen.

In Wattenweiler ereignete sich im Juni ein ähnlicher Fall

Der Vorfall weckt im Landkreis Erinnerungen an den 22. Juni dieses Jahres:Damals war in Wattenweiler ein Viehstall in Brand geraten (lesen Sie hier mehr dazu ), 250 Tiere hatte der Besitzer noch rechtzeitig aus dem Gebäude retten können.

Wie berichtet, hatten damals Landwirte aus der Region zusammengeholfen, um die Tiere in Sicherheit zu bringen. Ein Landwirt aus Oxenbronn hatte die Tiere bei sich auf einer Weide aufgenommen, dutzende Helfer, darunter die ganze Feuerwehr aus Oxenbronn, brachten die Kühe tagtäglich in den Melkstand.

Die Kriminalpolizei Memmingen äußerte im Wattenweiler Fall mit gut 1,3 Millionen Euro Schaden den Verdacht, dass der Brand fahrlässig verursacht worden ist. Beim Verbrennen von Papiersäcken in unmittelbarer Nähe zum Stall habe das entfachte Feuer in einem unbeaufsichtigten Moment auf das Gebäude übergegriffen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren