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GZ-Starkbierfest in Burgau

08.03.2020

Viel Lob für Bruder Baderbas von Politikern und Besuchern

Zünftig ging’s zu, so wie es sich eben gehört und schon Tradition ist bei der Veranstaltung der Günzburger Zeitung in Burgaus guter Stube.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Er traf die Punkte, die den Landkreis Günzburg bewegen. Was sich mancher trotzdem noch bei der Veranstaltung in der Kapuziner-Halle gewünscht hätte.

Vom Politiker-Dablecka über die musikalische Untermalung durch die Wirthausmusikanten und die Boyband 8872 bis hin zum Starkbier selbst – die Gäste des fünften GZ-Starkbierfests in der Kapuziner-Halle in Burgau haben durch die Bank begeisterte Worte für das diesjährige Programm gefunden. Auch die anwesenden Politiker nahmen die Seitenhiebe des Bruder Baderbas alias Karl Bader gelassen hin, traf er doch genau die Punkte, die den Landkreis bewegen. Besonders der noch amtierende Landrat Hubert Hafner (CSU), der die Starkbierrede aus erster Reihe verfolgen konnte, durfte sich freuen: Er musste bei Weitem nicht so viel einstecken wie so mancher Kollege. „Ich war froh, dass ich verschont worden bin“, gestand er. Dennoch sei die Rede super gewesen.

Auch der Ex-Bau- und Verkehrsminister Bayerns und jetzige Landratskandidat Hans Reichhart (CSU) fand, dass er gut weggekommen war – das sagte zumindest seine Frau Johanna, die an seiner Stelle die Interviewfragen beantworten durfte. Auch kleine Seitenhiebe auf den Buben des „König Markus“ brachten sie nicht aus der Ruhe: „Es kann ja jeder denken, was er will“, erklärte sie. „Die Wahrheit weiß bloß ich.“

Bruder Baderbas schätzt Max Deisenhofer auf 40

Der grüne Landratskandidat Maximilian Deisenhofer bekam gleich mehrere Witze gewidmet. Von der mangelnden Ortskenntnis in Sachen Burgau bis hin zum Kuschelkurs auf der Podiumsdiskussion unserer Zeitung – Bruder Baderbas erinnerte genüsslich daran. Deisenhofer nahm es humorvoll: „Es war eine super Rede und ich habe auch problemlos nach Burgau gefunden“, witzelte er. Einzig, dass er von Bruder Baderbas auf 40 Jahre geschätzt wurde, müsse er doch weit von sich weisen. Am nächsten Freitag wird Deisenhofer 33 Jahre alt.

Viel Lob für Bruder Baderbas von Politikern und Besuchern

Ihm gegenüber saß Konkurrentin Luise Bader (SPD), die laut eigener Aussage „gut weggekommen“ sei. „Aber man darf auch mal was einstecken, das gehört dazu“, betonte sie. Besonders habe ihr gefallen, wie Bruder Baderbas das Thema Hanau behandelt habe. „Wir müssen alle mehr Kante zeigen und klare Stellung gegen Rechts beziehen.“

Gerd Mannes: "Die Rede war interessant"

Weiter unten am gleichen Tisch saßen sich die Mitstreiter Gerd Mannes (AfD) und Rudolf Ristl (Linke) gegenüber. „Die Rede war interessant“, sagte Mannes. Kritik wie die Anspielung auf die kürzlich öffentlich gemachten Social-Media-Einträge, die Moderator Till Hofmann direkt in der Vorstellungsrunde angesprochen hatte, nahm er entspannt: „Sowas schmeißt ein g’standenes Mannsbild nicht um.“ Er komme gern wieder, wenn er nächsten Jahr wieder eingeladen werde.

Auch Ristl würde sich eine zweite Gelegenheit nicht entgehen lassen. „Ich bin sehr froh, dass ich eingeladen worden bin.“ Die Rede des Bruder Baderbas sei das Highlight gewesen. „Ich habe nur einen Kritikpunkt: Dass es auf der Podiumsdiskussion so wenig Streit gab, liegt an den Regeln, die wir im Vorfeld bekamen.“ Andernfalls wären mehr die Fetzen geflogen, sagte er.

Sollen bald alle Parteien OB Jauernig nominieren?

Auch Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD) blieb nicht verschont: Sein Ziel sei es, bald von allen Parteien nominiert zu werden, ließ Bruder Baderbas verlauten. Ob das wirklich sein Plan ist? Ganz von der Hand weisen konnte Jauernig das dann doch nicht. „Ja, von allen, die mich mögen.“ Gibt es denn jemanden, der ihn nicht mag? Da lächelte er nur.

Die zahlreichen Besucher zeigten sich ebenfalls begeistert von der Starkbierrede – und natürlich vom Starkbier. Nur einen Minuspunkt hatte Thomas Schroweg aus Denzingen anzumerken: „Am Nockherberg wird das Starkbier in Steinkrügen serviert“, das hätte er sich hier auch durchgängig gewünscht. Ansonsten sei alles so gewesen, wie er es sich ausgemalt habe. Auch für Antonie und Johann Gleich aus Kötz hat sich der Abend gelohnt, sie waren schon zum zweiten Mal dabei. Die Rede habe ihnen sehr gut gefallen. „Nur gegen die AfD war Bruder Baderbas zu hart. Jede Partei hat das Recht, ihre Meinung zu vertreten“, kritisierte Antonie Gleich.

Keine Angst vor Corona in Burgau zu spüren

Anders sahen das Burgaus SPD-Vorsitzender Peter Hirsch und seine Begleiter Manfred Kramer und Michael Aschenbrenner. Gerade die Ernsthaftigkeit, mit der die Problematik der AfD behandelt und dass dieses sensible Thema nicht ins Lächerliche gezogen worden sei, kam bei ihnen sehr gut an. Die Rede sei durchaus fair gewesen: „Er hat die Themen gut getroffen, war sehr hintersinnig“, lobte Hirsch.

Es habe ihm auch gefallen, dass die GZ die Kritik über ihre zahme Podiumsdiskussion zugelassen habe. Viel Lob gab es auch für die Musikanten des Abends sowie die Organisation. Und: Die Angst vor Corona war, zumindest in Burgau, nicht zu spüren. Im Gegenteil. „Ich bin froh, dass das Starkbierfest gerade jetzt stattfindet“, betonte Dieter Endres aus Burgau. Denn wie auch Rudolf Feuchtmayr, Chef der Autenrieder Brauerei, beim Fass-Anstich verkündet hatte: „In unserem Bier sind viele Vitamine – da können Sie sich gar nicht mehr anstecken.“

Lesen Sie hier, wie die Rede beim Starkbierfest abgelaufen ist:

Corona-Abwehrmittel beim GZ-„Starbierfescht“ in Burgau

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