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Illertissen

07.04.2021

Kritik und Lob für Vorvertrag mit R-Pharm für Sputnik-Impfstoff

In Illertissen soll noch in diesem Jahr der Corona-Impfstoff Sputnik V hergestellt werden.
Foto: Jesus Vargas, dpa (Symbolbild)

Plus An EU und Bundesregierung vorbei will sich der Freistaat Bayern Impfdosen des Vakzins Sputnik V sichern. Söder legt damit die "Trantütigkeit der Bundesregierung offen", heißt es.

Bayern sichert sich noch vor einer möglichen EU-Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V Millionen Dosen des Mittels. Der Freistaat werde am Mittwoch einen Vorvertrag mit der Produktionsfirma R-Pharm in Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) unterzeichnen, kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Sitzung des Kabinetts in München an. Nach der Zulassung soll der Freistaat 2,5 Millionen Impfdosen erhalten. Für dieses Vorgehen gab es Lob, aber auch Kritik.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft derzeit den Antrag auf Zulassung von Sputnik V in der EU. Im April werden Experten der EMA in Russland zur Begutachtung der Produktion und Lagerung des Impfstoffs erwartet. Russland gab das Mittel bereits Mitte August 2020 als weltweit ersten Corona-Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung frei. Mittlerweile haben in der medizinischen Fachpresse publizierte Daten dem Mittel hohe Wirksamkeit bescheinigt.

Der Impfstoff könnte im Laufe des Jahres in dem Werk in Illertissen produziert werden, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Eine entsprechende Absichtserklärung für die Produktion und den Import sei unterzeichnet. Ein genauer Zeitrahmen aber ist unklar. Zuletzt hatte es am Werk an der Iller einen Baustopp wegen fehlender behördlicher Genehmigungen gegeben. "Es handelt sich um einen hochwirksamen Impfstoff", betonte Holetschek.

Vorvertrag für Sputnik-Impfstoff: "Söder legt Trantütigkeit der Bundesregierung offen"

Zustimmung kam vom stellvertretenden FDP-Vorsitzenden Wolfgang Kubicki. Die Initiative bringe endlich mehr Schwung in die deutsche Impfstoff-Beschaffungspolitik, sagte Kubicki der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Söder legt damit die beschämende Trantütigkeit des Impfstoff-Managements der Bundesregierung offen."

Er könne verstehen, dass der CSU-Mann sich auch nicht mehr den Takt von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und ihren mangelnden Beschaffungsqualitäten vorgeben lassen wolle. Kubicki ging davon aus, "dass dieser Vorstoß den Anlass gibt, jetzt endlich im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz sämtliche Möglichkeiten auszuloten, um schnell ausreichend Impfstoffdosen zu beschaffen".

Linksfraktions-Chef Dietmar Bartsch kritisierte die Pläne des Freistaats hingegen scharf und forderte die Bundesregierung zum Eingreifen auf. "Wir brauchen eine nationale Kraftanstrengung beim Impfen, aber keine bayerische Kraftmeierei", sagte Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). (krom/dpa)

Lesen Sie dazu den Kommentar: Die Illertisser Firma R-Pharm und der Schwarze Peter

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08.04.2021

Stellt sich die Frage: brauchen wir eigentlich eine Bundesregierung und eine EU? Bundesregierung vielleicht, aber die EU schon gar nicht.

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08.04.2021

>> Linksfraktions-Chef Dietmar Bartsch kritisierte die Pläne des Freistaats hingegen scharf ... <<

Mehr Populismus und Verlogenheit als beim SED-Nachfolger Bartsch geht eigentlich nicht...

https://www.linksfraktionmv.de/politik/aktuelles/detail/news/alle-chancen-nutzen-gegen-das-virus-zu-impfen-sputnik-zulassen/

>> Zum anhaltenden Mangel an Impfstoff gegen das Corona-Virus erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Meine Fraktion fordert Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf, sich auf Bundesebene für eine bedingte Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik einzusetzen. ... <<

https://www.br.de/nachrichten/bayern/markus-soeder-und-ramelow-fordern-schnellen-sputnik-v-einsatz,SSqlVYc

>> "Ich kämpfe nicht für Sputnik V, nur weil er aus Russland käme, sondern ich bin der Meinung, dass wir alle Impfstoffe kaufen sollten, die wir kaufen können." Bodo Ramelow (Linke) <<

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