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Krumbach

18.05.2019

Die ÖDP hat wieder einen eigenen Kreisverband für Günzburg

Die ÖDP hat sich im Landkreis Günzburg wieder neu aufgestellt. Der neu gewählte Vorstand von links: Die Beisitzer Claudia Snehotta, Renate Görlitz und Magnus Blank, Schatzmeisterin Corinna Mattausch sowie zweiter Vorsitzender Christian Mattausch und Verbandsvorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz. Auf dem Bild fehlt Beisitzer Samuel Fischer.
Bild: Peter Wieser

Anlässlich der Europawahlen kritisiert Vorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz fehlende Bürgernähe und mangelndes Ökologiedenken.

Bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbands Neu-UlmGünzburg der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) im Februar war einstimmig beschlossen worden, das Kreisverbandsgebiet wieder in zwei Kreisverbände aufzuteilen und sich im Landkreis Günzburg neu aufzustellen. Jetzt hat der Landkreis Günzburg wieder einen eigenen ÖDP-Kreisverband, am Montag wurde im Gasthaus Diem in Krumbach der Vorstand gewählt. Gerade durch das erfolgreiche Volksbegehren „Rettet die Bienen“, möchte die ÖDP neue Mitglieder gewinnen.

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Im Hinblick auf die Europawahlen am 26. Mai merkte Gabriela Schimmer-Göresz, die Vorsitzende des bisherigen Kreisverbands Neu-Ulm – Günzburg an, dass es keine Sperrklausel gebe und damit jede Stimme wirke. Als bekennende Europäer stehe die ÖDP zur EU, doch ein „weiter so“, wie bisher dürfe es nicht geben. Laut Klaus Buchner, mit dem die ÖDP im EU-Parlament vertreten ist, sei der EU-Standort Brüssel die Stadt mit der höchsten Lobbyistendichte weltweit, kritisierte die Kreisvorsitzende. Europa müsse unter anderem mit der Einführung verbindlicher europaweiter Volksbegehren und Volksentscheide bürgernäher und demokratischer gestaltet werden. Was auf Ebene der Mitgliedsstaaten, Regionen und Kommunen sinnvoll geregelt werden könne, dürfe nicht an die EU übertragen werden. Europa müsse vor allem ökologischer werden. Ökologie sei keine Ideologie, sondern die Lehre von den Gesamtzusammenhängen aller das Leben bestimmenden Systeme. Warnende Hinweise zum Artensterben, steigende Treibhausgase – vieles habe die Regierungen in den vergangenen Jahrzehnten nicht interessiert. Mit der derzeitigen Lebens- und Wirtschaftsweise würde die Weltbevölkerung, global betrachtet, inzwischen rund 1,7 Erden benötigen, um den weltweiten Bedarf an Ressourcen zu decken.

Keine Freiwilligkeit, sondern klare Ansagen

Die ÖDP sehe sich als wirkungsvollste bayerische Oppositionspartei und laufe nicht mehr unter „Sonstige“. Weiter wolle sie alles fördern, was die natürlichen Lebensgrundlagen schone, und das steuerlich belasten, was diese gefährde. „Es kann nicht sein, dass derjenige, der sich ökologisch richtig verhält, über den höheren Preis bestraft wird“, betonte Gabriela Schimmer-Göresz. Man dürfe nicht länger auf Freiwilligkeit setzen, man brauche eine klare Ansage. Asyl- und Flüchtlingspolitik mit Bekämpfung der Fluchtursachen, eine fortschrittliche, aber wertekonservative Familienpolitik, wie auch das Umsetzen einer Agrar- und Mobilitätswende waren weitere Themen, die die Kreisverbandsvorsitzende ansprach.

Gabriela Schimmer-Göresz ist bereits Vorsitzende der Kreisverbände Neu-Ulm und Memmingen-Unterallgäu. Bei den Vorstandswahlen am Montag in Krumbach wurde Sie einstimmig auch zur Vorsitzenden des Kreisverbands Günzburg gewählt. Stellvertreter ist Christian Mattausch, Schatzmeisterin ist Corinna Mattausch. Als Beisitzer wurden Renate Görlitz, Claudia Snehotta, Magnus Blank und Samuel Fischer gewählt. Auch die Wahl der Delegierten und Ersatzdelegierten zum Bezirks- und zum Landesparteitag fanden am Montag statt. Man sei nun wieder so aufgestellt, dass man im Landkreis Günzburg einen eigenständigen Kreisverband stellen könne, so die Kreisvorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz.

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