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Landsberg

14.07.2019

Die CSU geht mit Eichinger in die Kommunalwahl 2020

Landrat Thomas Eichinger - hier mit seiner Frau Franziska - wurde von der CSU zum Kandidaten für die Kommunalwahl 2020 ernannt. Rechts: CSU-Kreisvorsitzender und Bundestagsabgeordneter Michael Kießling.
Bild: Dagmar Kübler

Landrat Thomas Eichinger genießt bei der CSU großes Vertrauen. Die Wahlberechtigten nominieren ihn mit einem deutlichen Ergebnis zum Kandidaten für die Wahl im nächsten Jahr.

Thomas Eichinger ist Landratskandidat des CSU-Kreisverbandes Landsberg bei der Kommunalwahl 2020. Alle gültigen Stimmen der 100 Wahlberechtigten, insgesamt 98, votierten mit „Ja“ für eine zweite Amtszeit des 45-Jährigen. Weitere Kandidaten hatten sich nicht aufstellen lassen. Sichtlich gerührt genoss Eichinger den lang anhaltenden Applaus im Saal des „Alten Wirt“ in Eresing, um dann den Wahlberechtigten für ihr Vertrauen und seiner Frau Franziska für ihre Unterstützung zu danken.

In seiner Rede zeigte sich der Fraktionsvorsitzende der CSU im Kreistag, Wilhelm Böhm, froh über die erneute Kandidatur Eichingers. Er schaffe es, obwohl die CSU keine Mehrheit im Kreistag habe, „die Leute hinter sich zu bringen.“ In der Kreistagsfraktionssitzung sei Eichinger deshalb einstimmig als Kandidat vorgeschlagen worden. Eichinger sei kompetent, sympathisch und gleichzeitig bescheiden und bodenständig. Thomas Eichinger selbst bezeichnete in seiner Kandidatenrede den Landkreis Landsberg als gesegnet. Es herrsche wirtschaftliche Hochkonjunktur und eine geringe Arbeitslosigkeit.

Baukosten lassen sich nicht mehr so leicht kalkulieren

Der Landkreis stehe damit in einer Reihe mit den ebenfalls boomenden Landkreisen rund um München. Die Wachstumsraten lägen mit fünf Prozent höher als prognostiziert. In viele Bauprojekte müsse künftig investiert werden, kündigte Eichinger an. Anhand einiger Beispiele aus Nachbarlandkreisen, aber auch anhand des geplanten Lechstegs, machte er deutlich, dass die Kosten jedoch nicht mehr einfach planbar seien. Es müsse stets mit Kostensteigerungen gerechnet werden, jedoch könnten drängende Aufgaben bezüglich der Infrastruktur wie Schulen und Straßen nicht aufgeschoben werden – „egal, wo die Preise liegen“.

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In seiner Rede streifte der amtierende Landrat die Schwerpunkte Verkehr, Soziales, Freizeit, die Entwicklung der durch den Bundeswehrabzug freigewordenen Flächen in Penzing sowie das von ihm präferierte neue Landratsamt am Penzinger Feld. In der nächsten Wahlperiode solle der Landkreis Mitglied im MVV werden. Mit Blick auf die langen Fahrzeiten nach München sagte Eichinger, es gelte, eigene Standorte mit wirtschaftlichem Erfolg zu schaffen. Die Stadt Landsberg mache das vor, sie sei Einpendlerstadt.

Auf den Landkreis rollt ein Pflegeproblem zu

Eichinger thematisierte den ansteigenden Bedarf an Pflegeplätzen. Mit 400 bis 600 zusätzlichen Plätzen sei in den kommenden Jahren zu rechnen, das entspräche zwei bis drei zusätzlichen Pflegeheimen. Das Landratsamt habe alle Pflegeheime kürzlich zu einem Gespräch eingeladen. „Das Ergebnis war ernüchternd, es gibt keine konkreten Planungen“, so Eichinger. Würden private Träger nicht investieren, müsse die öffentliche Hand tätig werden.

Dem Thema Freizeit will Thomas Eichinger künftig mehr Gewicht und Struktur geben. Themen wie Freibäder seien bisher eher „mitgelaufen“, nun soll ein neues Gremium dafür geschaffen werden, das sich um die Weiterentwicklung kümmert. „Einheit ist der Schlüssel zum Erfolg“, sagte Eichinger am Ende seiner Rede mit Blick auf die Kreistagsbeschlüsse, die „zu 90 Prozent einstimmig gefällt werden.“

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