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Eishockey

10.11.2020

Eishockey: Der HC Landsberg liefert in Garmisch einen großen Kampf ab

HCL-Keeper Michael Güßbacher zeigte in Garmisch eine sehr gute Leistung, konnte die knappe Niederlage seiner Mannschaft aber auch nicht verhindern.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Plus Die Landsberg Riverkings zeigen beim Oberliga-Spitzenreiter SC Riessersee eine sehr konzentrierte Leistung. Eine Strafe im letzten Drittel verhindert einen möglichen Punktgewinn.

„Wir können hoch erhobenen Hauptes nach Hause fahren.“ So lautete das Fazit von Michael Oswald, dem Teammanager der Landsberg Riverkings. Beim Oberliga-Spitzenreiter SC Riessersee musste sich der HCL nur ganz knapp mit 1:2 geschlagen geben und das auch nur, weil am Ende viel Pech im Spiel war.

Auf dem Weg nach Garmisch habe man sich vorgenommen, die Gastgeber so lange wie möglich zu ärgern, sagte Michael Oswald. Schließlich hatte der SC Riessersee seine beiden Spiele bislang gewonnen, und zwar beeindruckend: Dem 5:2 gegen Passau folgte ein 8:3 in Peiting. Landsberg konnte als Aufsteiger also nur gewinnen – und es hat nicht viel gefehlt, den Garmischern den ersten Punkt abzuknöpfen. „Momentan ist die Enttäuschung natürlich groß“, sagt Oswald, aber mit ein wenig Distanz könne man stolz sein auf die Leistung.

Landsberg steht sehr gut in der Defensive

Keine Tore und nur eine Strafe in der letzten Minute – das erste Drittel war dennoch alles andere als langweilig. Im Gegenteil: Beide Mannschaften legten ein hohes Tempo an den Tag und es gab auch gute Chancen auf beiden Seiten. „Wir hatten diesmal sogar ein leichtes Chancenplus“, sagte Michael Oswald nach den ersten 20 Minuten. Aber vor allem standen die Riverkings in der Abwehr wieder sehr gut, und so ging es mit dem 0:0 in die Pause.

Wieder trifft Dennis Sturm für den HC Landsberg

In den zweiten Abschnitt starteten die Landsberger mit noch gut einer Minute Überzahl, konnten diese aber nicht nutzen. Auch eine weitere Strafe für die Gastgeber blieb ohne Folgen. Dann gab es auch die ersten zwei Minuten für die Riverkings, doch auch diese überstanden die Unterzahl schadlos – aber die Gastgeber erhöhten jetzt den Druck. Immer wieder rettete Michael Güßbacher im Tor der Landsberger, in der 39. Minute war er aber dann machtlos und Arkiomaa erzielte das 1:0 für den SC Riessersee.

Lange drüber freuen konnten sich die Garmischer aber nicht, denn noch vor der zweiten Pause kam Landsberg zum Ausgleich. Der Angriff wurde schön von hinten aufgebaut, dann bediente Marc Krammer Hayden Trupp, der sah Dennis Sturm und dieser traf 15 Sekunden vor Drittelende zum 1:1.

Hier sehen die die Bilder vom Oberliga-Auftakt des HC Landsberg:

Im ersten Oberligaspiel kommen die Landsberger gegen den EV Füssen noch nicht so richtig in Fahrt.
53 Bilder
Verhaltener Oberliga-Auftakt der Landsberg Riverkings
Bild: Thorsten Jordan

Auch im letzten Drittel hielten die Landsberger sehr gut dagegen, dann kam es in der 50. Minute zur entscheidenden Szene: Der Schiedsrichter hatte bei HCL-Kapitän Tobias Wedl einen Stockstich gesehen, und das wird mit fünf Minuten plus Spieldauer bestraft. „Ich habe es nicht genau gesehen. Ob es eine Strafe war, weiß ich nicht, aber entscheidend ist, was der Schiedsrichter pfeift“, beurteilte Michael Oswald die Szene.

Landsberg ist fünf Minuten in Unterzahl

Diese Überzahl nutzte Riessersee schon nach gut einer Minute zum 2:1 – die Landsberger mussten jedoch weiter in Unterzahl spielen. Und die Riverkings machten es sehr gut, denn Garmisch konnte kein weiteres Tor mehr nachlegen. Dann gab es noch die große Chance für den HCL: Zwei Minuten vor Schluss musste ein Garmischer auf die Strafbank. HCL-Coach Fabio Carciola versuchte alles, nahm seine Auszeit und anschließend den Keeper für einen weiteren Feldspieler vom Eis. In doppelter Überzahl erspielten sich die Riverkings noch einige gute Chancen, die knappe Niederlage konnten sie aber nicht mehr abwenden.

Saisonabbruch in der Eishockey-Bayernliga

Indes hat Frank Butz, Obmann der Eishockey-Bayernliga schlechte Nachrichten: Die Saison 2020/21 wird „zu dem bisher angewandten Modus-Modell abgebrochen. Der Bayerische Eissport-Verband ist derzeit zusammen mit seinen Vereinen in Gesprächen, wie ein Spielbetrieb in veränderter Form darstellbar und der Pandemie vernünftig, angepasst sein kann“.

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