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Fernseh-Vorschau

06.12.2019

Fußball-EM, "Babylon Berlin", "Wetten, dass..?": Die TV-Highlights 2020

Im Fernseh-Jahr 2020 wird sich einiges tun: Die „Lindenstraße“ geht in Rente, der „Tatort“ wird 50 und „Wetten, dass..?“ kommt - vorerst einmalig - zurück.
Bild: Monika Skolimowska, dpa (Symbol)

Die Konkurrenz durch Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Prime ist groß. Tot ist das klassische Fernsehen aber längst nicht. Das zeigt ein Blick auf das Programm für 2020.

Im Fernseh-Jahr 2020 wird sich einiges tun: Die „Lindenstraße“ geht in Rente, der „Tatort“ wird 50 und „Wetten, dass..?“ kommt – vorerst einmalig – und zu Ehren Thomas Gottschalks, der 70 wird, zurück. Doch nicht nur das: Das TV-Programm wird 2020 auch mehr Shows und Serien bieten. Denn, das zeigen die Pläne der Sender: Sie alle kämpfen darum, der riesigen Konkurrenz durch Internet und Streamingdienste etwas entgegenzusetzen. Ein Überblick:

Das Fernsehjahr startet mit dem Dschungelcamp

Die RTL-Dschungelshow „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ im Januar zählt zu den ersten Jahreshighlights. Laut Bild ziehen unter anderem ins Camp ein: Schauspielerin Sonja Kirchberger, Box-Weltmeister Sven Ottke, Ex-Bundesverkehrsminister Günther Krause und Daniela Büchner, Witwe von Reality-TV-Star Jens Büchner.

Erneut Gastgeber im Dschungelcamp: Sonja Zietlow und Daniel Hartwich.
Bild: Stefan Menne, RTL/dpa

Überhaupt ist der erste Monat des Jahres gespickt mit aufwendigen Produktionen, darunter der Krimi-Zweiteiler „Das Mädchen am Strand“ (ab 6. Januar im ZDF), die Gaunerkomödie „Alte Bande“ (am 8. Januar in der ARD) mit Mario Adorf und die Miniserie „Die verlorene Tochter“ (ab 27. Januar im ZDF).

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Serien, Serien, Serien: Der Hype geht auch 2020 weiter

Der Serienhype geht auch 2020 weiter – unter anderem mit neuen Folgen von „Babylon Berlin“ (ab 24. Januar bei Sky und ab Herbst in der ARD). Anke Engelke spielt in der Netflix-Serie „Das letzte Wort“ eine Trauerrednerin – und das ZDF zeigt die Serien-Neuauflage von „Das Boot“ (ab 3. Januar) als Free-TV-Premiere. Zudem setzt es die international beachtete Serie „Bad Banks“ mit Désirée Nosbusch fort. Die ARD hat die Miniserie „Oktoberfest 1900“ und eine Neuauflage von „Pan Tau“ angekündigt, Amazon Prime Video arbeitet am Serien-Remake von „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“.

Events im Fernsehen: RTL zeigt Herz-Operation in Echtzeit

Live gesendete „Events“ wie die zweite Staffel der Kostümshow „The Masked Singer“ oder eine Herz-Operation in Echtzeit (RTL) sollen den Zuschauern in Zeiten von Netflix und Co. wieder Lust auf lineares Fernsehen machen. Als Zuschauer-Magnete gesetzt sind die großen Sportereignisse – Fußball-EM und Olympische Sommerspiele in Tokio.

Jahrestage im TV: 250 Jahre Beethoven, 30 Jahre Wiedervereinigung

Ob 30 Jahre Wiedervereinigung, 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs – dazu läuft das ARD-„TV-Event“ „Kinder des Krieges“ – oder 250 Jahre Ludwig van Beethoven: Das klassische Fernsehen hat 2020 viele Anlässe für TV-Stoffe und nutzt sie. Vielversprechend: der Historienfilm „Louis van Beethoven“ (ARD) mit Tobias Moretti in der Hauptrolle.

Tobias Moretti spielt in der ARD-Verfilmung Ludwig van Beethoven.
Bild: ARD Degeto/WDR/ORF/EIKON Media/Zuzana Panská

Katerstimmung: ARD zeigt die letzte Folge der Lindenstraße

Für Ernüchterung unter vielen Zuschauern wird das Ende der „Lindenstraße“ im Ersten sorgen, deren letzte Folge am 29. März ausgestrahlt wird. Mit „Soko München“ wird noch ein weiterer Dauerbrenner eingestellt. Die Serie startete 1978 im ZDF. Auch „Willkommen bei Carmen Nebel“ fliegt aus dem ZDF-Programm. Polit-Entertainer Jan Böhmermann dagegen wechselt – von ZDFneo ins ZDF-Hauptprogramm. Er soll ein junges Publikum zum Mainzer Sender locken.

Zum 70. Geburtstag bekommt Iris Berben eine Hauptrolle

Beim Thema Streaming wird vor allem der Start des neuen Dienstes Disney+ am 31. März mit Spannung erwartet. ARD und ZDF versuchen, mit ambitionierten Filmen dagegenzuhalten. In „Das Unwort“ (ZDF) geht es zum Beispiel um Antisemitismus und Mobbing. In der Hauptrolle: Iris Berben, die 2020 ihren 70. Geburtstag feiert.

"Unterleuten" und "Der Feind": Buch-Bestseller laufen 2020 als Film

Nur eine von mehreren geplanten Bestsellerverfilmungen ist „Unterleuten“ (ZDF) nach dem Roman von Juli Zeh. Die zweiteilige Schirach-Verfilmung „Der Feind“ über die Entführung eines Mädchens, die zeitgleich im Ersten und allen Dritten Programmen laufen soll, dreht sich, natürlich, um Recht und Gerechtigkeit: auch das große Thema.

"Tatort"-Kult geht auch 2020 weiter

Und dann gibt es da noch der Deutschen liebstes Kind, den „Tatort“, der 2020 seinen 50. Geburtstag feiert. Gleich in zwei Folgen ermitteln aus diesem Anlass Kommissare aus verschiedenen Städten gemeinsam für die ARD. Der „Tatort: Das Team“ an Neujahr von Regisseur Jan Georg Schütte ist ein Improvisationskrimi, in dem das Dortmunder Team um Peter Faber (Jörg Hartmann) und Martina Bönisch (Anna Schudt) auf Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) aus Münster trifft, die Kollegin von Professor Boerne und Kommissar Thiel.

Der offizielle Jubiläumsfall zum 50. „Tatort“-Geburtstag ist dann sogar ein zweiteiliges „Crossover“: Auch hier sind die Dortmunder um Peter Faber im Einsatz – sie ermitteln zusammen mit den Münchnern Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) im Mafia-Milieu. Der von Krimi-Koryphäe Dominik Graf inszenierte Film wird pünktlich zum „Tatort“-Jahrestag im November gezeigt.

Doch das sind nicht die einzigen Besonderheiten im „Tatort“-Jubeljahr. Schon am 5. Januar läuft der mit Spannung erwartete neue Fall mit Til Schweiger als Haudrauf-Cop Nick Tschiller. Nachdem das alte, actionreiche Konzept viele Zuschauer verprellte, hat die ARD den Hamburg-Krimis einen Kurswechsel verordnet: In „Tatort: Tschill Out“ kümmert sich Tschiller auf der Wattenmeer-Insel Neuwerk um schwer erziehbare Jugendliche und wartet nach seinen vorherigen Eskapaden auf ein Disziplinarverfahren...

TIl Schweiger kehrt als "Tatort"-Kommissar Nick Tschiller 2020 zurück ins TV.
Bild: Nik Konietzy, NDR/Warner Bros.

Empfehlenswert: der neue Göttinger „Tatort“ mit Maria Furtwängler als Charlotte Lindholm, in dem Florence Kasumba zum zweiten Mal als schwarze Kommissarin zu sehen sein wird. Der SWR dreht außerdem einen dritten „Tatort“ mit Heike Makatsch in Mainz, der ebenfalls 2020 laufen wird.

Ein Stück weit ändert der „Tatort“ im Jubiläumsjahr auch sein Gesicht. Ab Herbst ermitteln Anna Pieri Zuercher und Carol Schuler als neues Schweizer Team in Zürich, und noch Anfang des Jahres gibt das neue Saarland-Team um Vladimir Burlakov in der Folge „Das fleißige Lieschen“ sein Debüt – die Krimis mit ihm sollen dunkler und härter sein. Auch neu: das „Tatort“-Team aus Bremen um Jasna Fritzi Bauer.

"Polizeiruf 110" feiert 2021 runden Geburtstag

Nach dem „Tatort“-Jubiläum ist übrigens vor dem „Polizeiruf 110“-Jubiläum: Der kleine Bruder der ARD-Krimireihe lief erstmals 1971 in der DDR – er feiert also 2021 seinen 50. Geburtstag.

Traurig wird das Wiedersehen mit Film-Diva Hannelore Elsner werden. Ein Jahr nach ihrem Tod am 21. April 2019 zeigt das Erste ihre „Tatort“-Folge aus Frankfurt am Main: „Die Guten und die Bösen“. Elsner ist darin am 19. April als Kommissarin Lea Sommer zu sehen. Die Figur hatte sie bereits 1997 in zwei Folgen gespielt.

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