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Verkehr

17.01.2015

6,6 Millionen Euro für die Kreisstraßen

Viele Straßen im Landkreis müssen saniert werden. Unser Bild zeigt, wie ausgefahren die Ortsdurchfahrt in Bedernau ist. Eigentlich sollte die Wasserwaage komplett aufliegen.
Bild: Pleiner

Kreis- und Bauausschuss befürworten Aus- und Umbauprojekte im Unterallgäu

Der Landkreis will in diesem Jahr erneut mehr als 6,6 Millionen Euro in den Ausbau seiner Straßen investieren. Das haben die Mitglieder des Unterallgäuer Kreis- und Bauausschusses in einer gemeinsamen Sitzung einstimmig beschlossen. Der Landkreis trägt mit 2,3 Millionen Euro jedoch nur etwas mehr als ein Drittel der Kosten. Die verbleibenden zwei Drittel werden über Zuschüsse sowie von den betroffenen Gemeinden abgedeckt.

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Der östliche Landkreis ist nach dem Ausbau der Kreisstraßen zwischen Mattsies und Rammingen sowie zwischen Türkheim und Amberg heuer weitgehend außen vor. Insgesamt 130000 Euro sind in diesem Jahr für den Ausbau der Kreuzung zwischen der Kreisstraße MN36 und der Staatsstraße ST2015 nördlich von Ettringen bei Siebnach vorgesehen. Weitere 30000 Euro werden dann im Folgejahr fällig. Der eigentlich eingeplante Ausbau der Kreisstraße zwischen Dirlewang und Altensteig mit Neubau der Hungerbachbrücke wurde auf das Jahr 2018 verschoben. Als Grund nannte Walter Pleiner, Leiter des Tiefbauamts am Landratsamt, dass sich das Vorhaben in einem entstehenden Wasserschutzgebiet befindet, weshalb die Planungen noch nicht abgeschlossen seien. Um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten, werde die Brücke jedoch entsprechend überholt.

Im westlichen Landkreis fließen rund drei Millionen Euro in den Neubau einer Brücke über die Bahnlinie bei Schwaighausen, den Ausbau der Kreisstraße nach Trunkelsberg und einen Geh- und Radweg. Weitere zwei Millionen Euro sind für den Ausbau der Kreisstraße zwischen Niederrieden und der Stadtgrenze Memmingen vorgesehen. Ebenfalls im Programm steht die Ortsdurchfahrt Herbisried mit Kosten von 1,1 Millionen Euro.

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Für 2016 sind dann auch wieder einige Projekte im östlichen Landkreis vorgesehen. Geplant sind der Ausbau der Kreisstraße zwischen Salgen und Mörgen in Verbindung mit einem Geh- und Radweg für 1,4 Millionen Euro, der Ausbau der Ortsdurchfahrt Bedernau bis zu Abzweigung nach Baumgärtle ebenfalls mit einem Geh- und Radweg für 1,2 Millionen Euro sowie der Ausbau der Ortsdurchfahrt Amberg für 200000 Euro.

Im westlichen Landkreis soll im nächsten Jahr die denkmalgeschützte Rad- und Gehwegbrücke in Illerbeuren saniert werden. „Das wird keine temporäre, kosmetische Maßnahme“, antwortete Landrat Hans-Joachim Weirather auf die Frage von Kreisrat Michael Helfert (SPD), ob die Brücke danach langfristig nutzbar sein wird. Damit die Lebensdauer des Bauwerks deutlich verlängert werden kann, sind für das Projekt rund 2,4 Millionen Euro vorgesehen. Allein mit der Bedeutung für den Verkehr sei die Sanierung der Brücke laut Weirather nicht zu begründen. Vielmehr sei die technische Konstruktion des Anfang des 20. Jahrhunderts errichteten Bauwerks eine Seltenheit. Um zu ermitteln, in welchem Umfang eine Sanierung in dieser Höhe notwendig sein wird, fanden laut Pleiner bereits mehrere Untersuchungen statt. Dabei sei es unter anderem darum gegangen, ob und wie etwa das Gewölbe und die Bögen aus denkmalpflegerischer Sicht erneuert werden könnten. Das Konzept wurde demnach bereits dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege vorgelegt. Dieses stelle eine Förderung aus dem Entschädigungsfonds in Höhe von 50 Prozent in Aussicht.

In Ungerhausen soll schließlich der Bahnübergang im Norden im kommenden Jahr entfernt und durch eine Überführung ersetzt werden. Wie Tiefbauamtsleiter Pleiner auf Nachfrage der MZ erklärte, gehe es darum, die Sicherheit an dem Bahnübergang zu verbessern – insbesondere, weil die Züge auf dieser Strecke nach der Elektrifizierung künftig schneller fahren werden (160 statt 140 Stundekilometer). „Die Höhenfreimachung ist dabei die sicherste Lösung“, sagt Pleiner.

Insgesamt soll das Projekt knapp vier Millionen Euro kosten, wobei sich der Landkreis nach derzeitigem Stand mit rund 850000 Euro daran beteiligen wird. Rat Michael Helfert wollte wissen, ob es in Ungerhausen einen Bedarf für eine Nordumgehung gebe. Denn er habe festgestellt, dass einige Autofahrer aus Richtung Mindelheim über Ungerhausen zum Allgäu-Airport fahren. „Das wird aktuell nicht diskutiert“, entgegnete Pleiner. (johs, baus)

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