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Jahresrückblick 2020

29.12.2020

Frischer Wind im Rathaus: Wie Katrin Albsteiger neue Oberbürgermeisterin in Neu-Ulm wurde

Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger (CSU) mit Amtskette auf der Bühne des Edwin-Scharff-Hauses, kurz vor ihrer Vereidigung.

Plus Die CSU-Politikerin Katrin Albsteiger setzt sich auf Anhieb gegen fünf Mitbewerber durch und wird neue Oberbürgermeisterin von Neu-Ulm. Jetzt herrschen neue Kräfteverhältnisse.

Es war ein fulminantes Ergebnis und wäre normalerweise entsprechend gefeiert worden. Doch weil der Sieg von Katrin Albsteiger ( CSU) bei der OB-Wahl in Neu-Ulm mitten in die Corona-Krise fiel, gab es keine große Wahlparty, sondern lediglich einen ruhigen Abend im kleinen Kreis.

Am 16. März stand um 20.12 Uhr fest: Katrin Albsteiger ist neue Oberbürgermeisterin von Neu-Ulm. Die 36-Jährige holte 52,3 Prozent der Stimmen und setzte sich damit auf Anhieb gegen ihre fünf Mitbewerber Walter Zerb (Grüne), Roland Prießnitz ( Freie Wähler), Antje Esser (Pro), Alfred Schömig ( FDP) und Karl-Martin Wöhner (Bürgerliste/ Die Linke) durch.

Katrin Albsteiger: Das Amt ist eine Ehre

Albsteiger wurde Nachfolgerin von Gerold Noerenberg (CSU), der nicht mehr zur Wahl angetreten war und sich nach mehr als 16 Jahren auf dem Chefsessel im Neu-Ulmer Rathaus von der Kommunalpolitik verabschiedete. „Oberbürgermeister zu sein, war für mich nicht einfach nur ein Job“, schrieb er an seine Mitarbeiter. „Oberbürgermeister zu sein, war mir Ehre und Verpflichtung zugleich.“ Eine Abschiedsfeier blieb ihm wegen Corona ebenso verwehrt wie den scheidenden Neu-Ulmer Stadträten.

Katrin Albsteiger genoss das in sie gesetzte Vertrauen. „Ich bin überwältigt, aber auch stolz und dankbar, dass die monatelange Arbeit Früchte getragen hat“, sagte die frühere Bundestagsabgeordnete in einer ersten Reaktion. „Auch wenn ich es mir erhofft hatte, kann ich es jetzt kaum glauben.“ Sechs Wochen später übernahm sie den Platz auf dem Chefsessel, die Vereidigung folgte Mitte Mai.

Neuanfang mit Albsteiger

Mit Albsteiger fingen 21 Stadträte neu an. Stärkste Fraktion im Neu-Ulmer Stadtrat blieb die CSU, die jedoch zwei Sitze verlor und jetzt 16 Mitglieder in dem 44-köpfigen Gremium stellt. Zur zweitstärksten Kraft sind die Grünen mit elf Sitzen aufgestiegen. Weitere Fraktionen bilden die SPD (fünf Mitglieder), die FWG (vier) und Pro Neu-Ulm (drei). FDP und Junge Union haben je zwei Sitze, die Bürgerliste Neu-Ulm hat einen Sitz. Zum Zweiten Bürgermeister wurde Johannes Stingl (CSU) gewählt, Dritte Bürgermeisterin ist Gerlinde Koch (Grüne). Weitere Stellvertreterin der Oberbürgermeisterin ist Rosl Schäufele (SPD), die zuvor Dritte Bürgermeisterin war.

Albsteiger setzt auf das Miteinander

Die Sitzungen des Stadtrats fanden seit Frühjahr stets im Edwin-Scharff-Haus statt – weil dort mehr Platz ist als im Rathaus und so der gebotene Abstand eingehalten werden kann. Corona prägte zudem maßgeblich die Inhalte der Kommunalpolitik. Die Pandemie riss ein tiefes Loch in die Stadtkasse, vor allem bei der Gewerbesteuer gab es einen drastischen Einbruch. Die Stadt musste für 2020 einen Nachtragshaushalt beschließen und Rücklagen antasten. Für Stadtrat und Verwaltung ging der Blick jedoch auch in die Zukunft, nämlich mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) 2030, an dem sich die Bürger online beteiligen konnten. Auch im Stadtrat setzte Albsteiger auf ein verstärktes Miteinander. Aus mehreren Fraktionen war zu hören, dass sich das Klima im Stadtrat deutlich verbessert habe.

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