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Verkehr

10.04.2015

Stadträte und Bürger gegen Osttangente

Mit Pflöcken und Absperrbändern markierten Mitglieder der Interessensgemeinschaft die vorgesehene Trasse der Ostumfahrung.
Bild: Andreas Niess

Freie Wähler und BbK erklären sich. Infostände der Bürgerinitiative am Samstag

Die geplante vierspurige Augsburger Osttangente, deren Anbindung an die B 17 nach ersten Planskizzen durch den Süden von Königsbrunn laufen soll, bewegt nicht nur die Bürger dort, sondern auch die Kommunalpolitik.

So hat die Bürgerbewegung Königsbrunn (BbK) einen Antrag im Stadtrat eingereicht, mit dem Ziel, die Stadtverwaltung zu beauftragen, die Realisierung der Osttangente „im Königsbrunner Naherholungsgebiet“ zu verhindern. Die BbK weißt in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Verbindung von der B17 Königsbrunn-Süd über die Lechstraße zur B2 bei Mering vom Bundesverkehrsministerium seit August 2014 als mögliche Strecke für sogenannte Giga-Liner – bis zu 25,25 Meter lange und 44 Tonnen schwere Lastzüge – zugelassen ist. Sie dürfen von Süden nicht über die B 17 zur Autobahn fahren. „Königsbrunn hat also schon jetzt die Last der Gigaliner für Augsburg zu tragen. Zudem haben wir schon eine „Autobahn“ im Westen der Stadt“, argumentiert die BbK. „Eine zusätzliche vierspurige autobahnähnliche Straße im Süden ist der Bevölkerung nicht mehr zuzumuten und zu vermitteln.“

Auch die Freien Wähler, die für sich in Anspruch nehmen die geplante Trasse zwischen B17 neu und B2 als Erste im Stadtrat thematisiert zu haben, sprechen sich klar gegen eine Zerschneidung des Königsbrunner Gemeindegebiets aus und für die Verlegung der Trasse weiter nach Süden. „Diese Trasse schätzen wir für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Region als bedeutend ein“, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie würde die B 17 effektiv entlasten und den Unternehmen dort den Zugang zu den Autobahnen im Osten und Süden erleichtern. „Im Zusammenhang mit der Zukunftsplanung ist es sicherlich auch erlaubt, darüber nachzudenken“, so die Freien Wähler, „ob es nicht eine direkte Schienenverbindung Königsbrunn-Mering geben könnte. Das würde den Pendelverkehr Richtung Mering spürbar entlasten“.

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Inzwischen hat die Gründungsveranstaltung der Bürgerinitiative Keine Autobahn „BIKA“ Königsbrunn stattgefunden. Als ihr Sprecher haben die etwa 30 Gründungsmitglieder Andreas Nieß bestätigt. Kassenwart ist Brigitte Ostermann, Schriftführerin Ingrid Rebert. Die Facebook-Gruppe der Osttangenten-Gegner hat bereits knapp 700 Mitglieder. „Auf diesen Seiten können Vorschläge und Anregungen direkt mit allen diskutiert werden, teilt Nieß mit. Er will auch mit einer Bürgerinitiative, die sich in Mering gegen dieses Straßenprojekt bildet, Kontakt aufnehmen. Faltblätter sind in Vorbreitung, ebenso will Hans-Eckhardt Diehl, der im Süden wohnende Geschäftsführer der Firma ELANfilm, eine Filmsequenz kreieren.

Am morgigen Samstag, 11. April, wollen die Schnellstraßen-Gegner ab etwa 7.30 Uhr bis gegen Mittag auf dem Wochenmarkt in Zentrum und vor dem Edeka-Markt im Rosenpark mit Infoständen präsent sein. (AZ)

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