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Fußball Bezirksliga: Hoch motiviert ins Derby

Fußball Bezirksliga

Hoch motiviert ins Derby

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    Zuletzt kämpften die Bezirksligafußballer des TSV Bobingen erfolgreich um den Ball. Die letzten vier Spiele waren die Singoldstädter nicht zu bezwingen. Nun soll endlich auch mal in Haunstetten gepunktet werden.
    Zuletzt kämpften die Bezirksligafußballer des TSV Bobingen erfolgreich um den Ball. Die letzten vier Spiele waren die Singoldstädter nicht zu bezwingen. Nun soll endlich auch mal in Haunstetten gepunktet werden. Foto: Norbert Staub

    Wenn Simon Schlotterer am Samstag zum Auswärtsspiel aufbricht, fühlt es sich für ihn wie ein Heimspiel an. Denn wenn er sich nicht gerade in Dachau aufhält, wohnt der 21-Jährige bei seinen Eltern in Haunstetten – nur ein paar Hundert Meter vom Stadion an der Landsberger Straße entfernt. „Für mich ist das auf jeden Fall ein besonderes Spiel, auch weil ich in der Jugend für Haunstetten gespielt habe. Ich freue mich sehr auf dieses Derby“, erklärt der rechte Verteidiger des TSV Bobingen.

    Seinen Dienst verrichtet der Polizist seit März in Dachau. Trotzdem ist Schlotterer auch in diesem Jahr ein fester Bestandteil in der Elf von Marco Di Santo – auf und neben dem Platz. Auch deswegen ist Schlotterer den Hochsträssern treu geblieben. Trotz der rund 70 Kilometer Fahrtstrecke zwischen Dachau und Bobingen. „Ich konnte es mir nicht vorstellen, meine Mannschaft zu verlassen. Viele sind gute Freunde auch abseits des Feldes. So ein Gefüge gibt es selten.“ Training, Spiele und Schichtdienst sind dabei nicht immer einfach zu koordinieren.

    Schlotterer fehlte an zwei von fünf Spieltagen berufsbedingt und spürt das auch körperlich. „Ich fühle mich nicht ganz so fit, wie ich sein könnte und möchte. Natürlich stellt der Schichtdienst da eine zusätzliche Belastung dar. Trotzdem gebe ich immer mein Bestes für das Team.“

    Dabei steht er nicht als einziger Schlotterer beim TSV Bobingen auf dem Platz. Sein Bruder Adrian hütet das Tor. „Anfangs war es schon etwas Besonderes, mit meinem großen Bruder zu spielen. Immerhin liegen wir ja sechs Jahre auseinander. Aber uns verbindet es auch mental, dass wir beide Tore verhindern wollen.“

    Das taten beide zuletzt beim 2:0 gegen den entthronten Spitzenreiter Thalhofen in einer packenden Partie bravourös. Mit dem TSV Haunstetten wartet nun die nächste schwere Aufgabe. Immerhin sind die Haun-stetter zu Hause noch ungeschlagen und stehen als Aufsteiger mit sieben Punkten solide da.

    Der Abstieg in die Kreisliga kann also als Betriebsunfall gewertet werden. Trainer Helmut „Bobby“ Riedel führte den Verein direkt zurück in die Bezirksliga. Die Gäste sahen dabei in Haunstetten nicht immer gut aus. In den letzten fünf Gastspielen ergatterten sie nur einen Sieg.

    Das weiß auch Simon Schlotterer: „Der Begriff Derby beschreibt es perfekt. Es wird wieder ein richtig hartes Stück Arbeit. Beide Mannschaften werden hoch motiviert sein. Ich denke, wir haben nach dem erfolgreichen Doppelspieltag wieder frische Beine und können an unser Maximum gehen – und dann wollen wir die Partie natürlich für uns entscheiden.“ (SZ)

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