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Fußball

25.11.2018

Türkgücü gewinnt dramatisches Derby

In einem dramatsichen Derby behielt Türkgücü Königsbrunn in Bobingen knapp die Oberhand. Rechts Bobingens Kapitän Christopher Detke, daneben Damjan Canovic.

Der Bezirksliga-Derby war an Dramatik kaum zu überbieten. Am Ende siegte Türkgücü Königsbrunn siegt beim TSV Bobingen mit 4:3. Wie das Spiel verlief.

Bobingen Ein turbulentes und dramatsiches Derby sahen 60 Zuschauer am Bobinger Wiesenhang. Nach einer umkämpften, aber eher verhaltenen ersten Halbzeit nahm das Spiel in Durchgang zwei voll Fahrt auf. Am Ende siegte Türkgücü Königsbrunn mit 4:3 beim TSV Bobingen.

Bobingen attackierte früh und setzte Türkgücü unter Druck. Die Gäste zeigten jedoch immer wieder ihre technische und spielerische Klasse. Den ersten Warnschuss gab Cemal Mutlu für die Gastgeber aus rund 25 Metern ab (19.). Burak Tok antwortete nach einer Ablage von Erdinc Kaygisiz ebenfalls aus 25 Metern, schoss jedoch ebenso drüber (21.). Bis kurz vor der Pause lieferten sich beide Teams eine intensive Partie, ließen jedoch die letzte Durchschlagskraft vermissen. Dann brachte Cemal Mutlu eine Ecke auf den kurzen Pfosten, Michael Zedelmeier verlängerte und Michael Vogt drückte zur Bobinger Führung aus kurzer Distanz über die Linie (45.). Das 1:0 zur Pause war nicht unverdient für die Gastgeber.

Dann schlug jedoch, begünstigt durch Bobinger Fehler, die Stunde des Königsbrunners Kerem Cakin. „Das ist der Kerem, den wir kennen. Er hat wirklich ein überragendes Spiel gemacht und damit die Partie in unsere Richtung gelenkt“, erklärte ein zufriedener Königsbrunner Spielertrainer Ajet Abazi. Erst zögerte Simon Schlotterer bei einem langen Ball, überließ Cakin das Spielgerät und zog auch beim Laufduell den Kürzeren. Cakin schob aus acht Metern linker Position unter dem herauseilenden Keeper Adrian Schlotterer zum 1:1 ein (50.). Dann spielte Sebastian Jeschek einen gefährlichen Ball in Richtung der eigenen Verteidiger. Adrian Schlotterer kam zu weit aus seinem Tor, obwohl auch noch ein Bobinger Verteidiger zur Stelle war. Cakin spritzte dazwischen und brachte den Ball aus 16 Metern im leeren Tor unter (53.). Die Gastgeber hatten sich erst mal selbst um den Lohn ihrer Arbeit gebracht.

Bobingen zeigt bemerkenswerte Moral

Bemerkenswert blieb die Moral der Bobinger, die fortan sehr präsent agierten und durch einen Kopfball von Michael Vogt zum Ausgleich kamen (63.). Das Spiel verlief nun auf Augenhöhe. Bobingen wollte mehr, Königsbrunn konterte immer wieder. Einen solchen Konter schloss Dominic Britsch zur Führung für sein Team ab (78.). Doch wieder stemmten sich die Bobinger gegen die drohende Niederlage. Cemal Mutlu schoss den Nachschuss eines seiner zahlreichen Freistöße so scharf in den Strafraum, dass Spielertrainer Ajet Abazi die Hände nicht mehr aus der Flugkurve brachte. Schiedsrichter Hufnagel pfiff den umstrittenen Elfmeter, Cemal Mutlu versenkte souverän zum 3:3 (82.).

Umstritten war dann auch das entscheidende Tor des Tages. Im Mittelfeld wurde Bobingens Vogt gefoult, der Ball wurde auf Kerem Cakin durchgesteckt, der aus abseitsverdächtiger Position auf den mitgelaufenen Abazi querlegte. Der wiederum ließ sich nicht lange bitten und schob zum 3:4-Endstand ein. Der letzte Königsbrunner Spielertrainer bilanzierte: „Das war ein enges Spiel auf dem tiefen Platz – am Ende ist unser Sieg glücklich, weil das Spiel in beide Richtungen hätte kippen können. Daher ein Lob an meine Mannschaft, dass sie dagegengehalten hat. Ein großes Lob auch an die Bobinger. Wir haben seit 50 Spielen nicht mehr drei Gegentore bekommen, das zeigt, dass die Gastgeber eine gute Leistung gezeigt haben.“

Cemal Nam, Mittelfeldmann der Gastgeber sagte nach der Partie: „Ich war guter Dinge, dass wir heute etwas Zählbares holen. Sowohl zur Halbzeit als auch nach dem 2:2 habe ich uns auf Augenhöhe gesehen. Es ist schon sehr bitter, dass wir das Spiel dann noch aus der Hand gegeben haben. Zumal Königsbrunn nicht häufig drei Tore kassiert. Das haben wir schon gut gemacht.“ (SZ)

TSV Bobingen A. Schlotterer, Stumpf, S. Schlotterer, Weise, Zedelmeier, Jeschek (ab 87. E.Mutlu), Nam, Prestel (ab 73.Sirtkaya) , Detke, C. Mutlu, Vogt

Türkgücü Königsbrunn Carpan - Döhner, Özkan (ab 52. Spreitzer), Kaygisiz, Karaduman (ab45. Abazi), Britsch, Canovic, Vural (ab 73. Olaitan), Tok, Hauck, Cakin

Tore 1:0 Vogt (45.), 1:1 Cakin (51.), 1:2 Cakin (54.), 2:2 Vogt (66.), 2:3 Britsch (78.), 3:3 C. Mutlu (81.), 3:4 Abazi (86.)

Schiedsrichter Hendrik Hufnagel

Zuschauer 60

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