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Umfrage

05.09.2020

Mehrheit fordert: Schröder soll Ämter bei russischen Staatskonzernen räumen

Vertraute: Gerhard Schröder und Wladimir Putin.
Bild: Holger Hollemann, dpa (Archiv)

Exklusiv In der Diskussion um Konsequenzen im Fall Nawalny rückt Schröders Engagement in Russland in den Blick. Selbst in der SPD überwiegen die kritischen Stimmen.

Gerhard Schröder erzählt gerne, dass er mit Wladimir Putin nur ganz selten über Politik redet. Reine Privatsache, diese deutsch-russische Männerfreundschaft. Findet jedenfalls der Altkanzler. Und so hört man von Schröder zum Giftanschlag auf den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny mal wieder: nichts. Dieses Schweigen dürfte nicht nur dem engen persönlichen Verhältnis des SPD-Politikers zum Kreml-Chef geschuldet sein, sondern auch Schröders beruflichen Verpflichtungen. Er ist nicht nur Aufsichtsratschef des russischen Öl-Riesen Rosneft, sondern auch Verwaltungsratspräsident der heftig umstrittenen neuen russischen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. Alles Privatsache?

Umfrage: SPD-Anhänger haben wenig Verständnis für Gerhard Schröder

Die Deutschen sind da etwas anderer Meinung: In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Redaktion sprach sich eine Mehrheit dafür aus, dass Schröder seine Ämter bei russischen Staatsunternehmen räumen sollte. 53,4 Prozent der Befragten befürworten, dass sich der Altkanzler als Konsequenz aus dem Fall Nawalny zurückzieht, nur 33,1 Prozent haben kein Problem mit seinen Posten. Der Rest ist unentschieden. Auffällig: Vier von zehn Befragten sind sogar der Ansicht, dass Schröder „auf jeden Fall“ von seinen Posten zurücktreten sollte – ein sehr hoher Wert.

 

Selbst unter SPD-Anhängern herrscht wenig Verständnis für die gut bezahlten Lobby-Tätigkeiten des Ex-Parteichefs. 51,5 Prozent der Sozialdemokraten sprechen sich für einen Rückzug des Altkanzlers aus.

Anderswo ist der Unmut noch größer: Insbesondere Grünen-Wähler fordern laut Umfrage einen Rücktritt Schröders. Sieben von zehn Befragten sehen das so. Eine deutliche Mehrheit gibt es dafür auch unter Unionsanhängern.

 

Gerhard Schröder wird wohl weiter schweigen

Doch für den 76-jährigen Altkanzler scheint Freundschaft mehr zu gelten als drohende diplomatische Verwerfungen. Schon in der Krim-Krise hatte Schröder Putin verteidigt. Die Schwarzmeerinsel sei altes russisches Territorium, sagte er und verwies darauf, Nikita Chruschtschow habe die Krim doch erst zu Sowjetzeiten der Ukraine geschenkt. Dass der Westen in der Annexion der Halbinsel einen Bruch des Völkerrechts sieht? Beirrt ihn nicht.

Schröder weiß natürlich, dass das Wort eines ehemaligen deutschen Regierungschefs immer noch eine gewisse Wirkung entfaltet. Umso mehr würde man sich in Berlin einmal ein Wort gegen Russlands aggressive Politik wünschen. Aber er wird wohl weiter schweigen. Als Putin 2018 für eine weitere Amtszeit vereidigt wird, steht Schröder in der ersten Reihe und applaudiert. Der letzte Macho der deutschen Politik ist einer der ersten Gratulanten – und sichtlich gerührt. Sollen die anderen doch reden, was sie wollen.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung der deutschen Bevölkerung gewichtet. Für die Frage "Sollte Gerhard Schröder aufgrund der Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny von seinen Posten bei russischen Staatsunternehmen zurücktreten?" wurden im Zeitraum vom 3. bis 4.9.2020 die Antworten von 5002 Teilnehmern aus Deutschland berücksichtigt. Der statistische Fehler liegt bei 2,5 Prozent.

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07.09.2020

Schröder ist heute Privatmann und kann tun und lassen, was er will. Das geht uns nichts an. Für mich interessant ist, dass die Deutschen immer sehr aufgeregt reagieren, wenn in Russland ein politischer Mord (der natürlich als Attacke auf einen Menschen verurteilt werden muss) passiert. Überall in der Welt passieren solche Morde, nur wegen Russland gebährdet man sich wie ein wild gewordener Bienenschwarm. Wir beziehen Öl von Leuten, die Andersdenkende öffentlich auspeitschen und köpfen, wir treiben muntere Geschäfte mit China, wir biedern uns vielen afrikanischen beileibe nicht unschuldigen Politikern an, um Rohstoffe zu bekommen, wir hofieren Trump, der sich ganz offen rassistisch äußert – was unterscheidet also Putin von den anderen Kreaturen, dass wir uns ständig an ihm abarbeiten? Es ist richtig, Nawalny hier aufzunehmen, zu behandeln und ihm solange Schutz zu geben, wie er es möchte. Es ist auch richtig, auf diplomatischem Wege zu versuchen, Licht in die Sache zu bekommen.Aber es ist ebenso richtig, mit Russland auf Augenhöhe den Kontakt zu suchen, denn es wird auch ein Russland nach Putin geben.

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07.09.2020

Ein trefflicher Kommentar, der die Dinge offen und schonungslos bei Namen nennt so wie sie sind und sich verhalten
oder verhalten sollten.

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06.09.2020

@ HANS M.

Was Sie und einige andere nur andauernd mit dem Ladenhüter der nicht mehr existenten DDR haben. In Westdeutschland war mal einer Ministerpräsident eines großen Bundeslandes, der als Nazi-Richter noch kurz vor Kriegsende einen Deserteur zum Tode verurteilte. Ein anderer hoher Nazi unter Adenauer Staatssekretär. Von einigen bay. Regierungsmitgliedern ganz zu schweigen.

Das Spiel ließe sich von beiden Seiten noch lange fortsetzen. Ich habe mit der DDR so viel am Hut wie Sie vermutlich mit den Nazis. Wobei ich schon sagen muss: Die DDR mit der Nazi-Diktatur zu vergleichen, wäre eine Verharmlosung der größten deutschen Verbrechen unter diesem braunen Pack.

Schröder konnte nach seinem Ausscheiden als Kanzler tun und lassen was er wollte. Meines Wissens trat er erst nach einer Schamfrist in die Dienste dieses russischen Konzerns. Was mit Sicherheit nicht verwerflicher ist, als der Wechsel "on the fly" aus einem Regierungsamt direkt in die Zentrale eines deutschen Automobilkonzerns. Beispiele dafür gibt es in der jüngeren deutschen Geschichte genug. Langsam muss ich mich jedoch selbst fragen wie ausgerechnet ich dazu komme, Schröder zu verteidigen, den ich wegen der ganzen Hartz-Sauerei oft genug kritisiert habe.

Der Mehrheit der Bevölkerung ist und war das Verhalten Schröders in dem Punkt ziemlich egal - genau wie mir auch.

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06.09.2020

"Schröder konnte nach seinem Ausscheiden als Kanzler tun und lassen was er wollte. Meines Wissens trat er erst nach einer Schamfrist in die Dienste dieses russischen Konzerns. Was mit Sicherheit nicht verwerflicher ist, als der Wechsel "on the fly" aus einem Regierungsamt direkt in die Zentrale eines deutschen Automobilkonzerns"
Na ja, wenn sie das so sehen! Als ehemaliger Bundeskanzler in die Dienste eines staatlichen, russischen Konzern in leitender Position einzutreten und dies mit einem Wechsel "on the fly" eines ehemaligen Regierungsmitglieds in einen deutschen Automobilkonzern vergleichen wollen.... ,da erübrigt sich jede Diskussion.

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06.09.2020

Vielleicht noch kurz zur Erinnerung: Hier geht es nicht um die Vergangenheit einer unsäglichen deutschen Geschichte, sondern einzig um den Sachverhalt: "Mehrheit fordert: Schröder soll Ämter bei russischen Staatskonzernen räumen". Dazu äußere ich meine Meinung und nehme' die Ihrige zur Kenntnis.

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06.09.2020

@Georg Kr.
Diese Diskussion überrascht mich jetzt sehr, denn ich habe schon sehr viele Ihrer Einlassungen gelesen, die ich geistreich und absolut zutreffend fand.
Beim aktuellen Thema argumentieren Sie jedoch deutlich unter Ihrem Niveau, denn Sätze wie "die Rechten schädigen den Ruf Deutschlands deutlich stärker als Schröder" sind zwar inhaltlich richtig, wirken aber hier nur als verbale Nebelkerze, da sie lediglich davon ablenken sollen, dass Schröder den Ruf Deutschlands durchaus ebenfalls schädigt. Die Richtigkeit dieser Aussage wird nicht im Geringsten widerlegt, indem Sie eine unsägliche Gruppierung erwähnen, die Deutschland noch mehr Schaden zufügt.
Darüber hinaus besitzen Sie zwar umfangreiches Faktenwissen, welches Sie aber in durchaus gefährlicher Weise missbrauchen. Sie erklären sehr umfangreich, mit welchen Schwierigkeiten Putin zu kämpfen hat(te), welche unrühmliche Rolle Chodorkowski ihrer Meinung nach dabei spielte und dass Nawalny intensiv mit letzterem befreundet sei bzw. war.
Im Kontext dieser Aussagen erscheint die versuchte Ermordung Nawalnys geradezu harmlos bis logisch unvermeidlich. Andererseits lese ich von Ihnen keine Zeile dazu, dass hier ein abscheuliches Verbrechen vorliegt, bei dem mit ziemlicher Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass Putin zumindest die Hintergründe der Tat und den/die Täter kennt. Und, um noch etwas zynisch zu werden, darüber hinaus lässt der saubere Herr noch via TV verlauten, dass Nawalny, falls er überhaupt vergiftet wurde, dies nur in Deutschland geschehen sein könnte. Vielleicht sollte Schröder hier mal seinen Draht zu Putin nutzen, denn das wäre eines Ex-Kanzlers weitaus würdiger als nur Kohle abzugreifen.
Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich Ihrer Aussage zu Fleischhauer 100% zustimme.

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06.09.2020

@ WILHELM K.

"Andererseits lese ich von Ihnen keine Zeile dazu, dass hier ein abscheuliches Verbrechen vorliegt . . ."

Sie können mir gerne glauben, dass ich bis dahin genau ihrer Meinung bin. Die Rolle Putins dabei betreffend traue ich mir kein abschließendes Urteil zu und denke, dass wir offenbar bis auf wenige, die sich hier besonders ereifern, viel zu wenig wissen. Dass ich nicht mit in diesen z. T. heuchlerischen Betroffenheits-Chor einstimmte, sehen Sie mir bitte, wenn möglich, nach.


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06.09.2020


GEORG KR
Ich glaube sie übersehen da etwas: Putin ist an der Macht, deswegen vergleiche ich seinen Aktionen mit seiner Zeit in der DDR. Und zu Schröder: er hat ein sehr enges Verhältnis zu Putin und gleichzeitig hohe Posten in russischen Staatskonzernen und das als ehemaliger Bundeskanzler! Wenn das in der heutigen Situation mit Russland und der Bundesrepublik für sie nicht von Bedeutung ist, mag das für sie richtig sein aber in der Mehrheit der Bevölkerung höchstwahrscheinlich nicht. Da gehts auch um Anstand und Moral gegenüber seinem vorherigem Amt und der deutschen Bevölkerung!

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05.09.2020

@ HARALD V.

Also, was das sich Einmischen in die Angelegenheiten anderer Staaten betrifft haben die Amis den Russen einiges voraus.
Putin hält das Auseinanderbrechen der Sowjetunion unter Gorbi für einen fatalen Fehler. Mit der Meinung steht er nicht allein. Auf das Ende des Militärbündnisses "Warschauer Pakt" folgte nicht die Auflösung der NATO. Stattdessen rückten dieses Militärbündnis und die EU den Russen immer weiter auf die Pelle. Als unter kräftiger Mitwirkung der Amis und ihrer CIA in der Ukraine eine Art Bürgerkrieg angezettelt wurde und sogar absehbar war, dass in den Heimathafen der russischen Schwarzmeerflotte bald amerikanische Flugzeugträger und NATO-Kriegsschiffe einlaufen könnten, zog Putin die Reissleine.
Aus meiner Sicht nachvollziehbar - erinnert man sich, wie die Krim eigentlich zur Ukraine kam. Chruschtschow soll sie ja im Suff der Ukraine geschenkt haben.
Und noch ein kleiner Schritt zurück in die Zeit vor Putin, als unter dem versoffenen Jelzin viele Großbetriebe und alles, was noch von Wert war, riesige Staats-, Öl- und Energiekonzerne z. B. sich die sog. Oligarchen unter den Nagel rissen. Einer der größten mit dem sich Putin später mächtig anlegte war Chodorkowski. Er ist so etwas wie der Erzfeind des russischen Präsidenten. In den 1990ern zählte er zu den mächtigen Oligarchen – jener kleinen Gruppe von Männern, die in der wilden Zeit nach dem Zerfall der Sowjetunion mittels zweifelhafter Methoden Milliarden anhäuften. Als Chef des Ölkonzerns Yukos stieg Chodorkowski gar zum reichsten Mann Russlands auf. Wegen Steuerhinterziehung und anderer zweifelhafter Geschäfte saß er im Gefängnis. Über Jahre war dieser Milliardär mit Nawalny befreundet.
Kurz und gut, was Putin bei seiner Amtsübernahme vorfand war ein riesiges unter Jelzin völlig verlottertes Land, das ein Clique von schnell zu Milliardären gewordenen Kerlen unter sich aufteilte. Das einst mächtige und größte Land der Erde, das in der Weltpolitik keine Rolle mehr spielte. Was die Amis den Russen auch deutlich merken ließen.
Das hat sich unter Putin total verändert. Eine Demokratie war Russlands nie und wird so schnell auch keine werden. Trotzdem verdient die Leistung Putins allergrößten Respekt. Ohne die Zügel straff anzuziehen, wäre es nicht möglich gewesen, den Russen wieder die unter Gorbi und Jelzin verlorene Ehre zurückzugeben.
Dass immer noch unerfreuliche Relikte aus den alten Zeiten unter den Zaren und dann den Kommunisten erkennbar sind, z. B. der Umgang mit politisch Andersgläubigen, muß uns nicht gefallen, sollten wir aber vor diesem Hintergrund sehen. Russland mit unseren Maßstäben messen führt zu nichts.
Und: Trotz allem, was wir dem russischen Volk antaten - Putin mag die Deutschen . . .

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06.09.2020

Donnerwetter! Denke, sie trauern auch noch der alten DDR nach! Wenn sie sich mehr mit Putin befassen würden, würden sie feststellen, was da alles in der ehemaligen DDR unter seiner Zeit beim KGB passiert und vorgefallen ist. Putin mag vielleicht Deutschland als Landschaft, aber sonst ist er nicht gerade ein Freund (außer bei Schröder). Das Ende des Warschauer Pakts hat was mit dem Verfall diese "Pakts" mit den dazugehörigen Ländern zu tun und kann keinesfalls mit der NATO verglichen werden. Und ob Putin die "Ehre" den Russen wieder zurückgegeben hat? Der "normale" Russe hat seine Ehre nie verloren.und kümmert sich auch nicht viel um die Politik "von denen da oben"! Vielleicht sollten sie mal öfters dorthin fahren und sich mit der "normalen Bevölkerung unterhalten. Die sind froh, die Zeiten der Sowjetunion hinter sich zu haben, die Putin so gerne wieder zurück hätte, mit all der Machtfülle von damals!

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06.09.2020

@ HANS M.

" . . . was da alles in der ehemaligen DDR unter seiner Zeit beim KGB passiert und vorgefallen ist."

Die deutsche Geschichte fängt nicht bei der DDR und dem KGB an. Einige Jahre zuvor passierten in ganz Deutschland Dinge, für die es die Deutschen verdient hätten, für alle Zeiten geächtet zu werden. Folgen davon waren die DDR und die BRD.

"Donnerwetter! Denke, sie trauern auch noch der alten DDR nach!"

Unterstellen Sie jedem, der zu erklären versucht, wie es dazu kommen konnte, er trauere dem Tausendjährigen Reich nach? Ein Totschlagargument, das meist von Leuten kommt, mit denen man eine Diskussion besser vermeiden sollte.

Der Warschauer Pakt war und die NATO ist ein Militärbündnis. Der Warschauer Pakt wurde 1955 gegründet als Reaktion auf die NATO.
So einfach wie Sie sich ihr Weltbild zusammenzimmern ist es leider nicht - da die Guten und hier die Schlechten.
Ob es Ihnen passt oder nicht - Putin ist in Russland vor allem deshalb sehr angesehen, weil er sein Land als wichtigen Akteur auf die politische Welt-Bühne zurückbrachte. Die Gruppe um Nawalny ist etwa so stark wie die FDP hier.

Dass Putin die inneren Machtstrukturen und politischen Zustände der alten Sowjetunion wieder zurückhaben möchte, ist eine durch nichts belegte Unterstellung.

"Der "normale" Russe . . . kümmert sich auch nicht viel um die Politik "von denen da oben"!"

Das trifft nicht nur für die Russen zu.




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06.09.2020

"Die deutsche Geschichte fängt nicht bei der DDR und dem KGB an. Einige Jahre zuvor passierten in ganz Deutschland Dinge, für die es die Deutschen verdient hätten, für alle Zeiten geächtet zu werden. "

Also eine Art Erbschuld. Na wenn das kein Rassismus ist? Die Deutschen Gene sind vermutlich schuld in Ihrem Weltbild.
Die Ideologen des Kommunismus regieren in Thüringen und Berlin. Was dieser "Wahnsinn" bedeutet, kann man hier ganz gut nachlesen:
https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-berlin-labor-des-wahnsinns-wo-man-dem-drogendealer-ein-denkmal-setzt_id_12397444.html

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06.09.2020

"Die Deutschen Gene sind vermutlich schuld in Ihrem Weltbild."

An Ihrem Weltbild scheinen Figuren wie der Herr Fleischhauer nicht ganz unbeteiligt zu sein. Dass der vom SPIEGEL, wo seinen Sermon keiner mehr ernst nahm, zum FOCUS wechselte, sagt alles.
Mit Ihrer Kommunismusphobie reiten Sie ein totes Pferd, Verehrteste. Formatieren Sie mal Ihre vom Kommunisten-Virus verseuchte Festplatte - wenn Sie verstehen, was ich meine . . .

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06.09.2020

"Mit Ihrer Kommunismusphobie reiten Sie ein totes Pferd, Verehrteste. Formatieren Sie mal Ihre vom Kommunisten-Virus verseuchte Festplatte"

Die 100 Millionen Toten des Kommunismus als "Phobie" abzutun, ist ein starkes Stück.
Dazu noch 60 Millionen des nationalen Sozialismus.

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07.09.2020

Unter Jelzin ist Russland dahingesiecht. Keine Frage. War aber nicht nur der Wodkakonsum von Jelzin Schuld, sondern auch Nachwirkungen des sowjetischen Regimes geschuldet.
Die Oligarchen gibt es immer noch. Putin ist am Anfang mit denen einen Deal eingegangen. "Unterstützt Du mich ist gut, wenn nicht dann wirst Du es bereuen." Chodorkowski war nur einer der sich gegen Putin gestellt hat. Das er vor Gericht kam, ist in Ordnung. Nur hätten da noch viel mehr (noch aktive Oligarchen) hingehört. Korruption und Vetternwirtschaft ist in Russland immer noch sehr stark verbreitet. Solangen die Putin unterstützen passiert denen nichts.
Russland ist stark Dank der Rohstoffe. Die Rüstungsindustrie spielt noch eine große Rolle. Aber dann ....
Die Ukraine gehört meiner Meinung nicht in die Nato und auch nicht in die EU. Die Baltischen Staaten haben stark auf eine Aufnahme gedrängt, da sie in der Vergangenheit mehr als einmal von Russland okkupiert wurden. Das letztemal 1945.
In die Ukraine hat Russland im schmutzigen Hinterzimmerkrieg gegen die USA verloren. Oder glauben Sie die Wahl damals ist sauber abgelaufen? Genauso wie die Revolution in Kiew sauber war.
Die USA mischten sich sehr oft in Innenpolitik anderer Staaten ein. Insbesondere in Lateinamerika. MIt sehr "unfeinen" Methoden. Der Militärputsch in Chile gegen einen demokratisch gewählten Präsidenten beispielsweise wäre ohne die CIA vermutlich nicht möglich gewesen. Das die USA außenpolitisch nicht unbedingt ein gutes Fingersptzengefühl haben, zeigt eindrücklich der Irakkrieg. Dort wurde Politik gemacht, ohne die dortigen Gegebenheiten auch nur annähernd zu berücksichtigen. Und nun hat man Chaos und starken iranischen Einfluß und ist überrascht.
Ganz abgesehen, dass Russland keine astreine Demokratie ist - dass sind viele Wirtschaftspartner nicht - hat Putin mal mehr, mal weniger erfolgreich Attentate auf Oppositionelle (auch im Ausland) durchführen lassen. Und dabei wie in Salisbury auch der dort ansässigen Bevölkerung in Gefahr gebracht. Er hat auch Gebiete eines anderer Staaten annektiert. Egal wie dort die Ethnie ist, sind Grenzen nicht eigenmächtig zu verschieben. Und solche Einmärsche wie in Georgien sind ebenfalls keine vertrauensbildende Maßnahmen für die Nachbarländer. Sogesehen ist der Wunsch dieser Länder nach einem starken Verbündeten (NATO) durchaus nachvollziehbar.
Der Mord in Berlin geht auch nicht. Das das Opfer ein Islamist war ist klar. Rechtfertig aber keinen Mord hier in Deutschland. Ganz zu schweigen, dass sein eigentlicher Gegner ein von Putin unterstützer Islamist ist.
Es geht nicht um Nawalny, sondern in erster Linie um die Frage, soll man das alles weiterhin abnicken?

P.S: Es waren die Verbrechen der Faschisten in der Sowjetunion. Umgekehr kam es zu zahlreichen Verbrechen als der Krieg vom Osten nach Deutschland kam. In beiden Fällen begünstigt durch die allgemeine Verrohrung im Krieg, durch Hetzpropaganda, durch persönliches Leid und dem bewussten Wegschauen von Offizieren.

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07.09.2020

"Es geht nicht um Nawalny, sondern in erster Linie um die Frage, soll man das alles weiterhin abnicken?"

Abnicken sollten wir solche Kapital-Verbrechen natürlich nicht. Soweit sie nicht auf unserem Staatsgebiet verübt werden, sind unsere Möglichkeiten, der verantwortlichen Täter habhaft zu werden jedoch sehr begrenzt und Vorverurteilungen sollten wir bleiben lassen.
Sowie nicht versuchen, die USA als Weltpolizisten zu ersetzen und ausgerechnet einen Partner, der uns seit Jahrzehnten über alle Krisen hinweg zuverlässig mit Energie und einigem anderen versorgt hat, zu verprellen und ihn partout anders zu behandeln, als die vielen Handelspartner, die ähnlich kritisch zu sehen wären.
Schauen Sie sich die Schweiz und nicht nur die an. Da bunkern seit vielen Jahren übelste Diktatoren und Schurken aller Couleur ihre Milliarden. Auf die naheliegende Idee, sich mit Sanktionen oder Abbruch der Beziehungen ins eigene Knie zu schießen, sind die Schweizer meines Wissens noch nicht gekommen.
Wem auch immer daran gelegen war, das Klima zwischen den westlichen Ländern und Russland total zu vergiften - das Verbrechen an Nawalny war eine zündende Idee zum Erreichen diese Zieles.

Ansonsten sind wir ja bei der Gesamtbeurteilung der Hintergründe gar nicht so weit auseinander . . .

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07.09.2020

@Nicola L.
Wollen Sie jetzt ernsthaft die Opfer des NS-Regimes den Kommunisten zurechnen? Das waren Faschisten, Rechtsextreme. Die haben sich nationalsozialistisch genannt um der KPD und SPD in der Arbeiterschaft Leute abzuwerben. Mehr nicht. Hat es in der NS Zeit typische sozialistische Projekt wie Bodenreform gegeben? In der SA gab es welche, die sowas vor hatten. Diese dann im sogenannten Röhm-Putsch beseitigt. Ich rede nicht von der geplanten "Germanisierung" im Osten sondern im eigenen Land. Solange man nicht Jude oder politischer Gegner war, ist nichts passiert. Und dann haben es sich die Parteibonzen und ihre Spezis im Rahemn der Arierierung unter den Nagel gerissen.

Russland hat nichts mehr mit Kommunismus zu tun. Es ist eine von Putin gelenkte Oligarchie. Und die Volksrepublik China mag offiziell kommunistisch nennen. Aber inhaltlich ist das eher ein aggressiver "Nationalkapitalismus" der von eine "kommunistischen" Partei geführt wird. Oder ist das kommunistische System doch dem Kaptalismus überlegen. Wenn man die Wirtschaftsdaten und - wachstum der VR China anschaut, könnte man es glatt meinen. ;-)

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05.09.2020

@WOLFGANG B
Tolle Auffassung von Moral Ethik und ANSTAND! Als ehemaliger Bundeskanzler sich mit einem Land zu verbünden (nichts anderes ist die Freundschaft mit Putin und die Ämter in diversen russischen Staatsunternehmen, die er innehat), das nachweislich gegen die Bundesrepublik agiert, ist schon sehr verwerflich.

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05.09.2020

Beim astreinen Demokraten muss man schon Nachsicht gewähren. Die dürfen Gebieter anderer Staaten annektieren und Abweichler auch im Ausland beseitigen. Die anderen sind ja viel schlimmer. Somit sind eigene Verbrechen ja ok. Höchstens böswillige Unterstellungen.
Wenn jemand rechts und links vereinigen kann, dann Putin.
BeiSchröder geht es unanständig. Und der ist leider nicht vorhanden. Ihn alleine Willy Brandt hinzustellen ist geradezu lächerlich.

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06.09.2020

Cui bono? Hätte Cicero vermutlich gefragt. 1. Moral, Ethik und Anstand gibt es in der Politik und in vielen anderen Bereichen eben kaum oder nicht. 2. Wenn ich einen Posten in einem anderen Land übernehme heißt das noch lange nicht, daß ich mich mit diesem Land verbünde. Schauen Sie mal nach was üblichweise unter einem "Bündnis" verstanden wird. Sicherlich nicht das Handeln Schröders.

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05.09.2020

@GEORG KR.
Richtig!...wollt's nur nicht so deutlich schreiben....

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05.09.2020

Schröder ist "Altbundeskanzler". Er schädigt durch diese beruflichen Verpflichtungen mit dem Staatskonzern Rosneft enorm dem Ruf der Bundesrepublik. Ein ehemaliger Bundeskanzler ist auch nach seinem Ausscheiden der BRD in dieser Hinsicht verpflichtet und sollte sich nicht in Staatskonzernen fremder Länder derart einbringen. Seine Freundschaft mit Putin dagegen ist Privatsache. Allein schon aufgrund dieser "extremen" Freundschaft und den beruflichen Stellungen in den russischen Firmen kurz nach seinem Ausscheiden aus der Regierung, ergeben sich Fragen wie so etwas zustande kommen kann. Hauptsächlich nach Bekannwerden der Einflussnahme Russlands in diversen Ländern bei Wahlen und anderen Ereignissen. Die war wahrscheinlich schon lange vor dem Bekanntwerden Gebrauch der russischen Regierung.

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05.09.2020

Der Altbundeskanzler hat keinerlei Verpflichtungen (oder: wo stehen die denn) und schaden tut er dem Ruf unseres Lan des schon gar nicht. Da gibt es ganz andere aktive Schädlinge. Im Gegenteil: in diesem Fall, der eigentlich gar kein Fall für Normalbürger ist, trägt er ein klein wenig dazu bei, daß die Mauer gen Osten nicht unüberwindbar wird.

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06.09.2020

"Schröder ist "Altbundeskanzler". Er schädigt durch diese beruflichen Verpflichtungen mit dem Staatskonzern Rosneft enorm dem Ruf der Bundesrepublik."

Der wird zur Zeit von den deutschen Rechtsextremisten und ihrem parlamentarischen Arm deutlich mehr geschädigt.

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05.09.2020

Die Forderung "North Stream" zu zerstören und die Zusammenarbeit mit Russland zu beenden sowie jetzt auch die Attacke gegen Schröder beweisen einmal wieder wie fremdgesteuert Deutschland ist.

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05.09.2020

Das liegt auch daran, dass die täglichen "Nachrichten-News" von überwiegend amerikanischen Pressediensten "gemacht" werden und unsere Medien diese nur noch übernehmen!

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05.09.2020

Schröder hat Recht. Er ist Niemandem Rechenschaft schuldig. Einer der wenigen auf die man sich verlassen kann weil sie nicht täglich ihr Fähnchen nach dem Wind richten.

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05.09.2020

Der hat sein "Fähnchen" ganz woanders hängen! Da kann er den Wind gar nicht gebrauchen. Und zu Nordstream2: sollte sich Deutschland zur Stilllegung entschließen, schadet das der BRD mehr als Russland. Die verkaufen ihr Gas dann eben anderswo (gibt genügend Interessenten) und wir schauen dann bei Engpässen wortwörtlich "in die Röhre", wenn dan über die alten Leitungswege das Gas bei uns nicht oder spärlich ankommt. Ersatzlieferungen sind nicht von Heute auf Morgen zu bekommen, auch nicht von den USA; und von denen möchte ich in der Ära Trump erst recht nicht abhängig sein.

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05.09.2020

@ HANS M.

" . . . und wir schauen dann bei Engpässen wortwörtlich "in die Röhre", wenn dan über die alten Leitungswege das Gas bei uns nicht oder spärlich ankommt"

. . . oder nur das was Polen, Weißrussen und Ukrainer nicht "zappzarapp" abgezweigt bzw. umgeleitet haben . . .

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