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Aystetten Neusäß
27.10.2019

Bezirksliga Süd: Ein Derby ohne Emotionen

Daniel Michel (SV Cosmos Aystetten) gegen Paul Schmuck (vorne) vom TSV Neusäß. Michel hatte ein gutes Spiel, schoss jedoch am Tor vorbei, als der Neusässer Torwart von einem Mitspieler behindert wurde.
Foto: Oliver Reiser

Der SV Cosmos Aystetten baut mit einem schmucklosen 2:0-Sieg die Tabellenführung aus. TSV Neusäß beklagt drei weitere Verletzte.

Die beste Nachricht erreichte den SV Cosmos Aystetten bereits am Samstag. Verfolger TV Erkheim hatte bei TV Bad Grönenbach eine 0:4-Niederlage einstecken müssen. Der Weg für den Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga Süd war also frei, sich im Nachbarschaftsduell gegen den TSV Neusäß ein Polster von sechs Punkten anzulegen. Die Schützlinge von Trainer Marco Löring erledigten diese Aufgabe mit einem 2:0-Sieg, der in einem emotionslosen Derby eher schmucklos zustande kam.

Aystetten war zwar über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft, tat jedoch nur so viel, wie gegen die opferungsvoll kämpfenden, aber biederen Lohwaldkicker notwendig war. Trainer Charly Pecher musste erneut sein letztes Aufgebot ins Rennen schicken und hatte nach 90 Minuten drei weitere Verletzte zu beklagen. Die letzten zehn Minuten musste der TSV gar in Unterzahl zu Ende spielen, weil vor dem Ausscheiden von Niklas Doll schon dreimal gewechselt wurde. Auch Akif Dogan und Ermias Gebisso mussten verletzt vom Feld.

Der erste Treffer für die überlegenen Aystetter schien fällig, als Fabian Krug abzog, doch Niklas Doll konnte gerade noch abblocken (29.). Eine Zeigerumdrehung später fiel das 1:0 mit freundlicher Unterstützung. Frank Lehrmann schlug am Leder vorbei, Maximilian Heckel nutzte das Geschenk zum Führungstreffer (30.). Ein weiterer individueller Fehler hätte beinahe für das 2:0 gesorgt. Daniel Michl, der ein gutes Spiel machte, schoss jedoch vorbei, als Neusäß’ Keeper Tobias Kastenhuber von einem eigenen Mitspieler behindert wurde (40.). In der 43. Minute konnte die Neusässer Hintermannschaft wieder nicht nachhaltig genug klären, sodass Maximilian Drechsler mit einem Linksschuss via Innenpfosten erfolgreich war. Dieser Treffer sah nicht ganz unhaltbar aus. Und weil’s so schön war, schickte Drechsler noch vor der Pause einen hinterher. Sein Schuss rauschte knapp am langen Pfosten vorbei.

Aystetten will nicht, Neusäß kann nicht

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel waren sich Maximilian Heckel und Robert Markovic-Mandic nicht einig, wer denn die Flanke von Daniel Michl verwerten sollte (48.). Ab diesem Zeitpunkt plätscherte das Derby ohne Höhepunkte vor sich hin. Es fehlte Salz und Pfeffer. Die einen (Aystetten) wollten nicht und schalteten in Verwaltungsmodus, die anderen (Neusäß) konnten nicht. Es war einfach nur langweilig. Stefan Schnurrer setzte den Ball aus der Drehung über den Kasten (60.), Drechsler zielte aus der Distanz vorbei (70.) und Thomas Hanselka scheiterte an Tobias Kastenhuber (83.) – die Höhepunkte waren dünn gesät. Halt! Einen gab es noch. Obwohl Neusäß nach der Verletzung von Doll in Unterzahl agierte, ergab sich noch eine hochkarätige Chance für Tobias Müller. In der 90. Minute steuerte der Neusässer Angreifer auf das Aystetter Tor zu, vergab aber kläglich.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten gab es übrigens in der Saison 2016/17 in der Bezirksliga Nord. Aystetten hat damals 2:0 und 3:0 gewonnen und ist am Ende als Meister in die Landesliga aufgestiegen.

SV Cosmos Aystetten: Abazi – Michl, Schmoll, Berisha, Klotz – Krug, Burda (60. Kratzer) – Schnurrer, Drechsler (71. Hanselka), Heckel (80. Tuksar) – Markovic-Mandic.

TSV Neusäß: T. Kastenhuber – Doll, Schmuck, Lehrmann, Siedlaczek – Burda (32. Müller) Schimunek, Gerstmeier, Gebisso (58. D. Scherer) – Dogan (70. Ph. Scherer), Murseli.

Tore: 1:0 Heckel (30.), 2:0 Drechsler (43.). – Schiedsrichter: Luka Beretic (TSV Friedberg). – Zuschauer: 185.

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