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FC Bayern

19.09.2019

Die Diskussion um Neuer und ter Stegen läuft aus dem Ruder

Manuel Neuer möchte die DFB-Torwartdebatte nicht mehr befeuern.
Bild: Sven Hoppe (dpa)

Die Bayern-Bosse gehen für Manuel Neuer in die Offensive. Uli Hoeneß ist der Meinung, man solle den Konkurrenten Marc-André ter Stegen „in die Ecke stellen“.

Es war ein Abend, an dessen Ende normalerweise über den Chancenwucher gesprochen worden wäre. Oder den vielversprechenden Auftritt von Philippe Coutinho. Vielleicht auch noch darüber, dass Thomas Müller mit nun 106 Auftritten in der Champions League den bisherigen Münchner Rekordhalter Philipp Lahm abgelöst hat und seinen Auftritt mit dem   Tor zum 3:0-Endstand gegen Roter Stern Belgrad gekrönt hat. Als die Uhr aber gen Mitternacht voranschritt, waren all diese Themen nicht mehr als ein bisschen Begleitmusik zum großen Auftritt von Uli Hoeneß.

Der Präsident des FC Bayern sucht sich seine öffentlichen Auftritte mittlerweile genau aus – was nicht zwingend zu erwarten ist, wenn man die aus dem Ruder gelaufene „Grundgesetz“-Pressekonferenz aus dem vergangenen Jahr als Maßstab anlegt. Wenn Hoeneß vor die Medien tritt, sind ihm die Fragen recht egal, er möchte dann schlicht sein Anliegen vortragen. Diesmal der seiner Meinung nach unfaire Umgang mit Manuel Neuer. „Dass man das zulässt, dass ein Mitspieler in die Öffentlichkeit geht für ein Thema, das er nur mit dem Jogi Löw zu besprechen hat, das ist nicht in Ordnung. Wir werden uns das in Zukunft nicht mehr gefallen lassen, dass unsere Spieler hier beschädigt werden ohne Grund.“ Der Mitspieler, das ist Marc-André ter Stegen und der hatte vor wenigen Tagen dezent darauf hingewiesen, dass er mit seiner Rolle als klare Nummer zwei im DFB-Tor nicht zufrieden ist. Inwieweit Neuer durch diese Aussage beschädigt wurde, erörterte Hoeneß nicht.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Uli Hoeneß trifft mit DFB-Kritik vor allem sich selbst

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Rummenigge fordert "Dankbarkeit" für Neuer

Schon vor der Partie hatte sich das Grollen der Bayern-Bosse angekündigt. Ehe die Münchner dank der Treffer von Kingsley Coman, Robert Lewandowski und eben Müller ihren ersten Champions-League-Auftritt in dieser Saison ohne größere Probleme bestritten, gab bereits Karl-Heinz Rummenigge bei Sky seine Meinung zum Besten. Er forderte „ein Stück weit Dankbarkeit“ für Neuer ein.

Die Verantwortlichen der Nationalmannschaft haben eine etwas andere Sicht auf die Angelegenheit. Oliver Bierhoff konterte die bajuwarischen Aussagen am Donnerstag kühl. Neuer sei „entgegen einiger kritischer Stimmen die Nummer eins in Russland“ gewesen. Er sei auch nach dem eingeleiteten Umbruch „unser Kapitän“ und habe in den zwölf Länderspielen seit der WM zehnmal komplett durchgespielt. „Das sind doch eindeutige und ganz entscheidende Statements der Trainer“, schlussfolgerte Bierhoff. „Man muss sich da schon die Fakten anschauen.“

Mit derartigen Nebensächlichkeiten hielt sich Hoeneß allerdings nicht auf. Kurz nach dem Sieg gegen Belgrad hatte er angekündigt, dem DFB „etwas Feuer machen“ zu wollen. Eine Nacht später löste er sein Versprechen ein. Er erwarte, „dass man dem Herrn ter Stegen schon mal in die Ecke stellt und ihm klar sagt, dass es so nicht geht“, sagte er während eines Termins, der eigentlich den Basketballern des FC Bayern galt.

Die beiden Hauptdarsteller wider Willen nehmen derweilen eine passivere Rolle als die Münchner Macher ein. „Ich will hier nicht großartig eine Debatte führen und darüber reden, was wer wie gut kann. Ich will einfach meinen Job erledigen“, sagte Neuer nach dem Erfolg gegen Belgrad. „Unterstützer zu haben, ist natürlich immer gut.“ Die Unterstützer hat er. Ob sie der Sache dienlich sind, ist fraglich.

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20.09.2019

Wenn man dem BT einen Vorwurf machen kann, dann das er nicht schon vor der WM einige rausgeworfen hat. Man gewinnt mit der B-Mannschaft ein Jahr zuvor den Confed-Cup, wird gleichzeitig U23-Europameister ebenfalls mit der B-Mannschaft, da ja die 1. Reihe großteils beim Confed-Cup war. Und wen nimmt man zur WM mit?
Einen Torwart, der monatelang kein Pflichtspiel gemacht hat. Ter Stegen oder Ullreich hätten eher ins Tor gehört wie ein Neuer aus dem Reha-Zentrum. Und Neuer ist jetzt noch weit, weit weg von seiner Form um 2014. Und in der letzten Saison hat er den Bayern speziell in der Hinrunde einige Punkte gekostet.
Hummels, Boateng, Müller haben zu diesem Zeitpunkt schon lange Ihre Form gesucht. Müller zwar stets bemüht aber nicht erfolgreich bei der Formsuche. Mittlerweile ist er wieder etwas fündig geworden. Einen Özil der in der EM 2016 schon durch lustloses dahintrotten aufgefallen ist. Da hat es gar keiner Erdogan-Affäre gebraucht um seine Nominierung in Frage zu stellen.
Statt sich damals der Qual der Wahl zu stellen, nimmt man fast das gleiche Personal mit. Kein Leistungsprinzip, sondern starre und leistungsunabhängige Platzordnung. Ja ich weiß, der Marktwe... ähh die Würde des Bayernsp.. äh Menschen ist unantastbar.
Da war das frühe WM-Aus eigentlich vorprogrammiert. Das Aus ist mir ehrlich gesagt auch unter anderem deshalb am A... vorbei gegangen.
Hier hätte er Mut beweisen müssen und die ganzen jungen hungrigen und formstarken Spieler und einen anderen Torwart mitnehmen müssen anstatt formschwache und satte Spieler mit großen Namen. Julian Brandt war der einzige Lichtblick bei der WM. Von den Weltmeister war höchstens Kroos WM-tauglich.
Löw hätte einige bereits vor der WM aussortien müssen und durch formstarke Spieler ersetzen müssen und spätestens nach der WM sich selbst.
Wenn man Honeß rat befolgen würde, dann kann man gleich die EM und die Katar-WM streichen. Aber scheinbar erwarten Honeß und Rumminige, dass der DFB noch mehr nach Ihrer Pfeiffe tanzen.

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20.09.2019

Anstelle des Bundestrainers hätte ich mir MAtS zur Brust genommen und ihm mitgeteilt, das er, wenn er mit der Rolle, die er nun mal hat, nicht einverstanden sei, nicht mehr nominiert werden könne. Es gibt ja erfreulicherweise auch andere gute Torhüter die sich für Deutschland auf die Bank setzen können und dies mit der nötigen Kollegialität und Kameradschaftlichkeit zu tun bereit wären.

Natürlich wirkt das Geätze von ter Stegen (ob aus seiner Sicht berechtigt oder nicht) auf Neuer. Man hat bereits den Eindruck, manche Aktionen seien dem Umstand geschuldet, beweisen zu wollen, dass er immer noch besser ist als... und natürlich schaut der Zuseher auf jede mit dem kritischen Blick - hätte tS das besser gemacht?

Das braucht kein Mensch und ter Stegens Zeit wird ohnehin kommen. Die Karrieren der Torhüter sind ja nicht mit 30 vorbei so wie bei anderen Spielern.

Die Reaktion der Bayernbosse ist wie so häufig überzogen und damit unsympathisch. Sicherlich müssen sie ihrem Spieler Rückendeckung geben. Aber so?

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19.09.2019

oh der arme Neuer !! der Bundes Yogi ist doch bekant dafür das er am liebsten Spieler von Bayern Rasiert !!! und sein Torwart Trainer , der ja so erfolgreich war ,lach , kein Torwart ist Öfter abgestiegen wie er !!! oh wie gut konnte er eine Abwehr organisieren ,lach , die dann immer alles falsch gemacht haben . aber der Kahn wird es ja auch noch wissen wie der lustige Badenser inhn rasirt hat und es dann auf Kliensmann geschoben hat

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