Fußball-Nachlese

10.04.2018

An den Gegnern festgerannt

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Vergeblich stemmten sich der TSV Wertingen – im Bild oben Christian Langkait (rechts) im Duell mit Wemdings Benjamin Demirovic – und der SC Altenmünster gegen Auswärtsniederlagen. Im Bild unten klären Altenmünsters Sebastian Kaifer (rechts) und Routinier Fabian Herdin (links) gegen Thannhausens zweifachen Torschützen und Kapitän Patrick Merkle.

Schmerzhafte Niederlagen für die Kreisligisten TSV Wertingen und SC Altenmünster im Aufstiegsrennen. TSV Unterthürheim rutscht wieder hinten hinein

Entscheidende Partien haben drei Kreisligisten aus der Region in den Kreisligen West und Nord verloren. Im Aufstiegsrennen wird es deshalb nun für den TSV Wertingen und den SC Altenmünster schwer, noch an die Spitze ihrer jeweiligen Ligen zu kommen.

Bereits acht Punkte beträgt nach der 1:2-Niederlage bei der TSG Thannhausen der Rückstand des SC Altenmünster auf den sonntäglichen Gegner. Der Spitzenreiter der Kreisliga West schlug, nachdem er in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich durch Patrick Pecher kassiert hatte, zurück und kam mit der letzten Aktion durch ein Abstaubertor von Patrick Merkle zum alles entscheidenden Treffer. In der kommenden Saison müssen die Thannhauser aber auf Merkle verzichten. Er wechselt zum Bezirksligisten SC Bubesheim. Dort trifft er dann mit seiner künftigen Mannschaft unter anderem wohl auch auf den TSV Meitingen. Die Chancen der Lechtaler, in dieser Saison noch an den beiden Spitzenteams TSV Gersthofen und VfR Neuburg vorbeizuziehen, sind nach der 1:3-Niederlage nur noch theoretischer Natur. Der Aufstieg in die Landesliga muss warten.

Sehr sachlich war Fritz Bühringer, Sportlicher Leiter des TSV Wertingen, nach dem Spiel seiner Truppe beim TSV Wemding. Und das, obwohl das abgeschlagene Schlusslicht der Kreisliga Nord mit 1:0 gewann und die Wertinger damit entthronte. „Nach zehn Minuten war mir schon klar, dass heute wenig klappt“, meinte Bühringer. Laufduelle wurden verloren, die Spannung fehlte. Dass mit Michael Potnar der Stammtorwart aufgrund persönlicher Gründe kurzfristig fehlte, lässt Bühringer nicht zählen. Er lobt Ersatzmann Moritz Bschorer: „Er hat seine Sache sehr gut gemacht. Beim Tor konnte er nichts machen, alles andere hat er gut pariert.“ In der Nachspielzeit fiel der Siegtreffer für den nach wie vor abgeschlagenen Tabellenletzten. „Wenn es 4:2 für Wemding ausgeht, ist es auch in Ordnung“, so Bühringer. Nun gilt es, es sich wieder zu erarbeiten, was die Wertinger ausmacht, und was am Ostersamstag und nun am Sonntag verloren gegangen ist. „Wir brauchen nicht von der Bezirksliga träumen und reden, wir müssen jetzt wieder in die Spur finden!“, sagt Bühringer deutlich.

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Zu spät aufgewacht ist der TSV Unterthürheim beim FC Mertingen. Es war durchaus mehr drin, doch gänzlich unverdient war die 0:1-Niederlage auch nicht. Erst in der letzten halben Stunde hatten die Gäste wirkliche Chancen, da hätte aber auch ein Tor fallen können, wenn nicht gar müssen. Dass es bis dahin nur 0:1 stand aus Sicht des TSV, war Torwart Gabriel Baur zu verdanken. „Er hat uns im Spiel gehalten, hat einige tolle Aktionen gehabt“, lobte Abteilungsleiter Stefan Mayershofer nach dem Schlusspfiff. Für Unterthürheim stehen nun zwei Heimspiele an, wo man wieder punkten möchte, um die Abstiegsplätze auf Distanz zu halten. Dann, so auch die Hoffnung von Mayershofer, stehen wieder mehr Spieler zur Verfügung. Kapitän Martin Höchstötter fehlte in Mertingen noch gesperrt, wird wieder spielen dürfen. Und auch bei Trainer Christoph Wirth, der in Mertingen nicht aktiv war, soll es am kommenden Wochenende wieder gehen.

Einen tollen Spieltag hat der SV Villenbach erlebt. Selbst das Spiel bei der SSV Höchstädt 2 mit 2:1 gewonnen, Tabellenführer BSC Unterglauheim verlor gegen TV Gundelfingen - der neue Spitzenreiter heißt Villenbach. „Es war ein guter Sonntag für uns“, sagt Trainer Bernd Lipp. Dass es selbst zum Sieg reichte, war aber ein hartes Stück Arbeit. „Wir haben harte Wochen hinter uns, da ist es auch verständlich, dass wir uns nicht ganz so quälen wollten und konnten.“ Und der Terminplan des SVV bleibt recht straff. Zwei englische Wochen noch im April, insgesamt sieben Spiele in diesem Monat. „Das ist pervers“, sagt Lipp dazu. Und auch deswegen hat er in Höchstädt Spieler geschont, leichtere Verletzungen berücksichtigt. Und einmal mehr Jürgen Almus aufgestellt, eine Allzweckwaffe und ein Urgestein. „Er ist 42 Jahre alt, aber auf ihn ist Verlass. Der ist immer da, macht seine Sache gut“, lobt Lipp den „Oldie“ im Team. In Höchstädt hat er ihn nach Umstellungen zur Halbzeit im zweiten Durchgang als Libero agieren lassen, durch einen Doppelschlag drehte der SVV den Rückstand. Zum ersten Mal ist Lipp mit seiner Truppe jetzt Tabellenführer, das soll natürlich so bleiben. „Wir wollen die Relegation vermeiden“, sagt Lipp. Denn: Der Tabellenzweite der B-Klasse-West 3 muss drei Spiele gewinnen, um den Aufstieg zu packen. Bei dem Pensum, das Villenbach eh noch zu absolvieren hat, ein Himmelfahrtskommando. Und Lipp, der den Verein am Saisonende „auch schweren Herzens“ verlässt, will den ersten Aufstieg der Vereinsgeschichte schaffen. „Im Winter habe ich gesagt, wir haben 13 Endspiele. Fünf davon haben wir jetzt erfolgreich bestritten, acht bleiben noch“, so der Coach.

Sieben Tore fielen am Sonntag im Sportpark in Baiershofen. Nach den zwei vorangegangenen Nullnummern der Grünweißen in der Kreisklasse West II also wieder Fußball-alltag im Angerdorf. Doch weit gefehlt, denn von den sieben Einschüssen (2:5) gingen fünf auf das Konto von Gegner SpVgg Kleinkötz. Etwas ratlos wirkte hinterher Baiershofens Teammanager Rainer Wiedemann: „Die Aussichten waren gut, denn wir hatten eigentlich alle Mann an Bord.“ Einige Gründe für den Heimausrutscher kann der 37-Jährige dann doch ausmachen: „Unsere Körpersprache war heute schlecht und außerdem spielt jeder gerade unter seinen Möglichkeiten.“ Gegner Kleinkötz war auf dem Platz wesentlich griffiger und deren Torjäger Fabian Kraus (3 Tore) war nicht in den Griff zu kriegen. „Das ist ein starker Angreifer“, bemerkt Rainer Wiedemann, „der hat uns schon im Hinspiel zwei Tore eingeschenkt.“ (her/dolls/dirg)

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