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Sicherheit

28.01.2020

Kühbacher Wehr ist im Team Rettungsgasse

Die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Kühbach mit den Flyern: (von links) Markus Bergmeier, Michael Schneider, Georg-Johann Felber, Hannes Stiegler, Kreisbrandmeister Michael Bergmeier, Lena Bergmeier, Rudi Widmann. Foto: Peter Karl

Auch Aichacher Polizei beteiligt sich an der Kampagne, damit Rettungswege nicht mehr blockiert werden. Mit Aufklebern für die Heckscheibe und humorvollen Videos im Internet sollen Verkehrsteilnehmer aufgerüttelt werden

Was tun, wenn ein schlimmer Unfall passiert ist, und andere Autofahrer den Weg dorthin blockieren? Keine Seltenheit auf den Straßen in Deutschland. Polizei, Feuerwehr und Notärzte erleben immer wieder, dass bei einem Stau keine Rettungsgasse freigehalten wird Die Freiwillige Feuerwehr Kühbach und die Aichacher Polizei unterstützen jetzt die Kampagne Team Rettungsgasse. Vor Kurzem kamen sie deshalb zusammen und erhielten Flyer und Heckscheibenaufkleber für Autos.

Das Polizeipräsidium Schwaben Nord hat die Aktion zusammen mit dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) entwickelt und geplant. Auch das Rote Kreuz Augsburg Land, das Bayerische Innenministerium und der ADAC sind dabei.

Die gemeinsame Social-Media-Kampagne geht das Thema mit Humor und Kreativität in kurzen Videoclips auf Facebook, Twitter und Instagram an. Die Verkehrsteilnehmer sollen nicht belehrt werden, sondern die Rettungsgasse in einer speziellen Form wahrnehmen und sich mit dem Thema beschäftigen. Die Erfahrung zeige, dass sich Inhalte auf diese Weise besonders gut und nachhaltig einprägen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Im Rahmen der Kampagne wurden die Heckscheibenaufkleber entworfen, die bei jeder Polizeidienststelle im Bereich des Präsidiums Schwaben Nord zu haben sind. Mittlerweile sind auch die ersten Streifenfahrzeuge mit den Aufklebern ausgestattet. Gleichzeitig wurde eine Challenge ins Leben gerufen, zu der unter #TeamRettungsgasse jedermann selbsterstellte Videoclips zur Rettungsgasse auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Netzwerken posten kann. Ein Beispiel für kreative Anlieferungen ist der Videoclip der Rettungshundestaffel des BRK Augsburg-Stadt. Ein Dackel – als Rettungswagen verkleidet – bahnt sich seinen Weg durch die Rettungsgasse der Rettungshunde.

Das richtige Verhalten der Verkehrsteilnehmer rettet Leben. Dazu gehört es, eine Rettungsgasse zu bilden, damit die Helfer schnell freie Durchfahrt zum Unfallort haben. Dies ist notwendig, um Menschenleben zu retten. Jede Minute zählt. Ziel der Aktion ist es deshalb, fehlendes Problembewusstsein und Gedankenlosigkeit im täglichen Verkehrsgeschehen zu thematisieren und Autofahrer zu sensibilisieren.

Der hierzu im Rahmen des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ entstandene Flyer soll helfen, die Wahrnehmung in der Bevölkerung zu schärfen. Auch außerhalb von Autobahnen und mehrspurigen Straßen muss im Notfall rechts an den Straßenrand gefahren werden, damit die Rettungskräfte durchkommen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Feuerwehr Kühbach und die Polizei Aichach unterstützen die Aktion, indem sie die Aufkleber an ihren privaten Autos anbringen und in ihrem privaten Umfeld über das Problem sprechen. So werde das Problembewusstsein jedes Einzelnen geschärft. (AN)

zum Video: https://www.facebook.com/polizeiSWN/videos/514488479311311

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