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24.07.2010

Alte Wallfahrtsorte neu entdecken

Vor der Wallfahrtskirche Maria Hilf auf dem Lechfeld haben sich die Manager getroffen (von links): Albert Teichner (Begegnungsland Lech-Wertach), Benjamin Früchtl (Begegnungsland), Lothar Kempfle (Donauvital), Andrea Zangl (Donauvital), Karin Schaumann (Real West) und Beata Pasztor (Wittelsbacher Land). Foto: N. Pflaum
Bild: N. Pflaum

Klosterlechfeld Vergessene (Wallfahrts-)Orte entdecken und sie ins Bewusstsein der Bürger rufen - das ist das Ziel des neuesten Projekts, an dem das Begegnungsland Lech-Wertach arbeitet.

Das Besondere dabei: Es handelt sich um eine Kooperation von vier lokalen Aktionsgruppen (LAG). Neben dem Begegnungsland (Landkreis Augsburg und Landsberg) sind auch Real West (Landkreis Augsburg), Donauvital ( Landkreise Dillingen und Günzburg) und das Wittelsbacher Land (Landkreis Aichach-Friedberg) dabei. Nun haben sich die Manager und Referenten der Vereine in Klosterlechfeld getroffen. Schwerpunktmäßig geht es bei dem Projekt, das zu 60 Prozent aus dem EU-Topf für ländliche Entwicklung gefördert wird, um Wallfahrten. Die Manager betonen jedoch, dass sie die LAGen nicht in bestehende Wallfahrten und deren Organisation einmischen möchten, sondern deren Vermarktung verbessern möchten. Denn in den Einzugsbereichen der Vereine gibt es viele kleine und traditionsreiche Orte, Kirchen oder Wallfahrtswege - nur kennt sie keiner.

"Warum wallfahren heute so viele nach Andechs und nicht nach Klosterlechfeld?", fragt Benjamin Früchtl vom Begegnungsland Lech-Wertach. Im 17. und 18. Jahrhundert war die Kirche Maria Hilf auf dem Lechfeld der bedeutendste bayerische Wallfahrtsort nach Altötting. 100 000 Menschen pilgerten damals im Jahr nach Klosterlechfeld, heute sind es rund 5000.

Projekt kostet 80 000 Euro

Alte Wallfahrtsorte neu entdecken

Eine Idee der Aktionsgruppen ist es, die Wallfahrten zu schaffen, die dem Zeitgeist entsprechen. So seien beispielsweise Inliner- oder Radpilgertouren denkbar. "Eine Wallfahrt muss nicht zwingend nur etwas für religiöse Menschen sein", sagt Lothar Kempfle von Donauvital. Auch das "Drumherum" sei wichtig. Gaststätten, Brauereien, Übernachtungsmöglichkeiten oder Heilbad: Eine Wallfahrt müsse heutzutage ein Gesamtpaket sein, sagen die vier Manager.

Erfassen, vernetzen, informieren und die Menschen für die vergessenen Perlen in ihrer Region begeistern - darum geht bei dem Projekt, das 80 000 Euro kostet. Ein Planungsbüro soll nun erst einmal den Ist-Zustand erheben.

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