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Landkreis Augsburg

25.05.2020

Mehrere Radunfälle im Augsburger Land: Woran das liegen könnte

Erneut hat es an nur einem Tag drei Fahrradunfälle im Augsburger Land gegeben.
Bild: Bernd Hohlen (Symbolfoto/Archiv)

Plus In den vergangenen Wochen gab es vermehrt Fahrradunfälle im Landkreis Augsburg. Was könnte die Ursache für die Häufung sein?

Erneut hat es an nur einem Tag drei Fahrradunfälle im Augsburger Land gegeben. Besonders tragisch endete der Sturz eines 51-jährigen Mannes am Vatertag. Er stürzte wie berichtet am Donnerstagabend bei Ehingen in den Ortlfinger Bach und wurde erst Stunden später gefunden. Zu dem Zeitpunkt war er bereits tot. Zwei weitere Unfälle passierten am gleichen Tag bei Ellgau und in Biburg. Und in der Woche zuvor hatte es ebenfalls drei Fahrradunfälle an nur einem Tag in Neusäß und Gersthofen gegeben. Woran liegt es, dass sich im Vergleich zu den Vorjahren plötzlich vor allem die alleinbeteiligten Unfälle häufen? Die Polizei steht vor einem Rätsel.

„Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Fahrradbeteiligung ist im Vergleichszeitraum der letzten fünf Jahren von 58 auf 62 angestiegen“, sagt Polizeisprecher Michael Jakob. Eine signifikante Verschlechterung sei somit nicht erkennbar. Bei Betrachtung der vergangenen drei Jahre ist laut Statistik die Anzahl dieser Verkehrsunfälle sogar von 70 um mehr als elf Prozent auf 62 gesunken.

40 Prozent der Unfälle ohne Fremdbeteiligung

Auffällig sei jedoch, dass der Anteil der alleinbeteiligten Radfahrunfälle in den letzten Jahren jeweils rund 32 Prozent betrug. „In diesem Jahr allerdings bei mehr als 40 Prozent“, sagt Jakob. Fahren unter Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln ist als Unfallursache allerdings nicht auszumachen. Die Anzahl dieser Fahrradunfälle ist nach Auskunft der Pressestelle nahezu konstant bei jeweils vier bis fünf Unfällen.

Eine mögliche Ursache für die in den vergangenen Tagen gestiegene Zahl der Radunfälle könnte allerdings sein, dass aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs sind. Zwar kann diese These von der Polizei nicht mit Zahlen belegt werden. „Eventuell aber meiden viele Menschen aus Angst vor Ansteckung den öffentlichen Personennahverkehr“, sagt Jakob.

Teilweise mit Mund-Nasen-Schutz, teilweise ohne

Zu beobachten ist, dass Radler teilweise mit einem Mund-Nasen-Schutz im Straßenverkehr unterwegs sind, andere wiederum nicht. Ähnliches gilt beim Autoverkehr. Die einen tragen eine Maske, die anderen verzichten darauf. Auf die Frage, was bei Radlern und Autofahrern erlaubt ist, gibt es laut Polizei eine klare Regel. „Das sogenannte Verhüllungsverbot gewährleistet die Identitätsfeststellung bei Maßnahmen der automatisierten Verkehrsüberwachung“, erklärt Jakob. Es gelte jedoch nur für Kraftfahrzeugführer, somit sei das Radfahren mit Mund-Nasen-Schutz zulässig. Doch es gibt auch Ausnahmen.

„Unter bestimmten Voraussetzungen dürfen auch Autofahrer eine Mund-Nasenbedeckung tragen“, so Jakob. Dies sei der Fall, wenn haushaltsfremde Personen in dem Auto mitfahren, also beispielsweise Arbeitskollegen, die eine Fahrgemeinschaft bilden.

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26.05.2020

Als Vielfahrer kann ich sagen, dass aktuell deutlich mehr Fahrradfahrer unterwegs sind, auch ist es zu sehen dass ein nicht unerheblicher Teil offensichtlich schon länger nicht mehr gefahren ist. Erschreckend ist zudem, wie viele Fahrradfahrer nach wie vor ohne Helm unterwegs sind. Zudem gibt es dann auch Kombinationen aus unsicherem Fahrer/inn auf E-Bike (ohne Helm). Die Kombination Gewicht des E-Bike's + die Beschleunigung + leicht zu erreichende Endgeschwindigkeit passt nicht immer bzw. stellt Einige vor größere Herausforderungen.

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