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Kommunalwahl

18.03.2020

Stadtrat Neusäß: Wer ist raus? Wer kommt rein?

Die beiden Wahlhelfer in Neusäß bringen Urnen mit Stimmzetteln zur Auszählung.
Bild: Andreas Lode

Plus Zwei bekannte Unternehmer landeten bei der CSU vorne und damit im Gremium. Die AfD hat in den Wahlbezirken unterschiedlich abgeschnitten. Eine Analyse.

Geschäftsleute sind vielen Leuten bekannt und haben daher gute Chancen bei Kommunalwahlen. Dies zeigt ein Blick auf die Mannschaft der neuen CSU-Stadträte. Manfred Reuß von der Gärtnerei in Westheim und Andreas Schmid, Leiter des Edeka-Marktes in Steppach, gehören zu den neuen Gesichtern, obwohl sie nicht auf den vorderen Plätzen der Liste nominiert waren. Bisherige Stadträte haben wiederum den Sprung nicht mehr ins Gremium geschafft, auch in anderen Fraktionen. Ein Überblick:

Die drei Bürgermeister Richard Greiner, Wilhelm Kugelmann und Monika Uhl haben die meisten Stimmen aller bei dieser Stadtratswahl auf den Listen Nominierten bekommen. Gefolgt von Jörg Roehring (stellvertretender Pflegedirektor am Klinikum) und der Fraktionsvorsitzenden Karin Zimmermann. Zu den Neuen in der CSU-Fraktion gehört neben Reuß und Schmid auch Robert Schmidt. Den Ingenieur kennen in Neusäß viele Bürger als den Vereinsvorsitzenden der Feuerwehr und als Geschäftsführer der Pansuevia, die Betreibergesellschaft der A8. Auf den Platz der ersten Nachrückerin für Bürgermeister Richard Greiner hat es Studienrätin Heike Bittner geschafft. Vier CSU-Stadträte sind nicht mehr ins Gremium gewählt worden: Josef Wiedemann, Sigrid Wagner, Helmut Weißenbach und Günter Groll.

Am meisten Stimmen bei den Grünen hat der Bürgermeisterkandidat Michael Frey bekommen, gefolgt von der Ärztin Ursula Schwinge-Haines. Die langjährige Stadträtin und Kandidatin bei der Landratswahl Silvia Daßler haben die Wähler nach vorne gewählt. Neu im siebenköpfigen Grünen-Team sind Hannes Grönninger, Beatrice Faßnacht und Anita Geiger.

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  • Freie Wähler Der Bürgermeisterkandidat Bernhard Hannemann nimmt als Stadtrat seine Arbeit auf. Kinderarzt Achim Timnik wurde zwar von einer hinteren Platzierung auf Platz fünf gewählt. Da es jedoch nur vier FW-Stadträte sind, ist er künftig nicht mehr in der Runde dabei. Das Gleiche gilt für Bauingenieur Joachim Wilhelm.
  • SPD Auch hier hat die Kandidatur für das Bürgermeisteramt viele Stimmen gebracht: Gymnasiallehrerin Susanne Höhnle bekam bei der SPD die meisten Stimmen. An ihrer Seite werden Christian Rindsfüßer und Ralph Glaß sein. Barbara Heidemann ist nicht mehr Stadträtin.
  • AfD Die AfD ist neu im 30-köpfigen Stadtrat dabei. Sie hat zwei Plätze errungen. Margit Kießling und Philipp Walter werden die beiden Vertreter der Partei sein.

Ein Blick auf die Ergebnisse in den Wahllokalen zeigt Unterschiede bei den Präferenzen. Die SPD hat im Wahllokal Ägidiusschule II den besten Wert mit 12,6 Prozent erreicht. Die Grünen kommen in Ägidiusschule III auf rund 30 Prozent, genauso wie in Westheim I und Ottmarshausen II. Sehr gut haben die Grünen auch in Steppach abgeschnitten. Die Freien Wähler haben mit rund 18 Prozent in Hammel und Ottmarshausen II ihren besten Wert erreicht. Die meisten Anhänger der AfD haben in den Beruflichen Schulen I ihre Stimme abgegeben (11,2 Prozent).

Das schlechteste Ergebnis bekam die AfD in Ottmarshausen

Recht unterschiedlich fällt das Ergebnis in Täfertingen für die AfD aus: Wahllokal I mit 9,1 Prozent, Wahllokal II mit 5,4 Prozent. Das schlechteste Ergebnis bekam die AfD in Ottmarshausen I: nur 2,6 Prozent. Auch im Notburgaheim in Westheim wählten nur 3,6 Prozent AfD. Hier hat die CSU sehr gut abgeschnitten. Sie hat die besten Werte bei den Bürgern, die in der Eichenwaldschule abgestimmt haben. In zwei Wahllokalen am Eichenwald kommt die CSU auf über 56 Prozent. Auch in Stadtteilen wie Schlipsheim und Hainhofen erreichte die CSU über 50 Prozent. Kurios: Im Gebiet Ottmarshausen I stimmten 51,4 Prozent für die CSU, in Ottmarshausen II nur 37,2.

Insgesamt gehören dem 30-köpfigen Gremium elf Frauen an (bisher zehn). Ziel der CSU war, mehr Frauen in den Stadtrat zu bekommen. Zehn Frauen wurden auf der Liste nominiert. Doch nach dem Votum der Wähler bleibt es wie vorher bei vier Frauen von der CSU. Von den sieben Stadträten bei den Grünen sind vier weiblich.

Lesen Sie dazu auch: So hat der Kreis Augsburg gewählt: Wo sind Hochburgen von Sailer, Daßler und Schappin?


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