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Horgau

15.10.2017

Zwei Welten treffen aufeinander

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2 Bilder
Gersthofens Trainer Eddi Keil, hier mit Niklas Kratzer, kann personell fast aus dem Vollen schöpfen.
Bild: Foto: Oliver Reiser

Der FC Horgau und der TSV Gersthofen sind sich bisher noch nie in einem Punktspiel gegenüber gestanden

Man kann lange in den Statistiken und Chroniken wühlen – ein Punktspiel zwischen den ersten Mannschaften des FC Horgau und des TSV Gersthofen hat es noch nie gegeben. „Wir haben mal gegen Gersthofen II zwei gespielt“, erinnert sich Horgaus Spielertrainer Franz Stroh. Denn als die Kleeblätter vor fünf Jahren noch in der Kreisklasse Nordwest gegen den TSV Zusamzell oder die SpVgg Deuringen kickten, spielte der TSV Gersthofen in der Bayernliga gegen die SpVgg Landshut, den FC Unterföhring oder TSV Aindling. „Da treffen zwei Welten aufeinander“, sagt Stroh vor dem Derby am Sonntag (Anpfiff 15 Uhr).

Auch tabellarisch liegen Welten zwischen den beiden Kontrahenten. Während die Lechstädter nach 13 Spieltagen mit 33 Punkten noch immer ohne Niederlage die Tabelle anführen, steht der Aufsteiger mit neun Zählern auf einem Abstiegsplatz. Trotzdem ist der Horgauer Coach froh: „Zum Glück geht es jetzt gegen Gersthofen. Da kann nichts schief gehen“, flüchtet sich Stroh nach der jüngsten 1:2-Niederlage beim SV Donaumünster in Galgenhumor.

„Das war ganz bitter. Nach dem Spiel, das zum ersten Mal nicht so gut war, sind zum ersten Mal die Köpfe nach unten gegangen“, berichtet Stroh. „In der zweiten Halbzeit haben uns absolut die Mittel gefehlt, das Spiel nochmals zu drehen. Außerdem haben wir zu viele Fehler angeboten. Dabei hätte es nur ein bisschen Erfahrung, ein bisschen Mut gebraucht.“

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Was noch viel schlimmer wiegt, ist die Tatsche, dass sich zwei weitere Spieler in die ellenlange Verletztenliste eingereiht haben: Patrick Mayer (Bauchmuskelzerrung) und Raffael Wieser, der schon angeschlagen in die Partie gegangen war. So musste der gar der an einem Knorpelschaden laborierende Manuel Schmid für zehn Minuten einspringen. „Wir werden jetzt nichts mehr riskieren, niemanden überreden, mit Schmerztabletten aufzulaufen“, kündigt Stroh an, „denn wir haben noch fünf Spiele in diesem Jahr, davon einige, die wichtiger sind als das Spiel gegen Gersthofen.“ Deshalb wird man Spieler aus der zweiten Mannschaft und der AH zum Einsatz bringen, auch wenn man deshalb eventuell die „Zweite“ absagen muss. Insgesamt hat Stroh aufgrund dieser permanten Verletzungsserie schon 24 Spieler zum Einsatz gebracht, zwei mehr als der TSV Gersthofen, der eigentlich personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Egal ob Punkte (33 zu 9), Tordifferenz (30:11 zu 17:28) , die Erfahrung ist das einzige, was der TSV Gersthofen dem FC Horgau nicht voraus hat. Beim dürftigen 0:0 gegen Kellerkind TSV Offingen, das Trainer Eddi Keil gar nicht so schlecht fand, betrug der Altersdurchschnitt der Schwarz-Gelben 22,73 Jahre, weil mit Mark Huckle (28) oder Michal (29) und Rudi Kine (30) die Routiniers fehlten. „Das Derby in Horgau wird richtig eklig. Für den FC geht es ums Überleben. Die werden nochmals ein paar Prozent drauflegen“, hat Keil gehörig Respekt vor dem Aufsteiger. „Die haben einen geilen Teamgeist und geben nie auf.“

Trotzdem sei es nach drei Unentschieden wieder mal Zeit für einen Sieg. „Darauf haben wir die ganze Woche hingearbeitet“, so der Coach. In einer Woche wartet dann das Gipfeltreffen gegen den TSV Meitingen.

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