Newsticker

Höchster Stand seit Mai: Robert-Koch-Institut meldet 1226 Corona-Neuinfektionen
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Lokalsport
  4. Das war ein gebrauchter Nachmittag

Fischach

06.01.2020

Das war ein gebrauchter Nachmittag

Einen gebrauchten Nachmittag erlebten Simon Peter und der TSV Fischach. Hier muss Schiedsrichter Manfred Keil dem TSV-Kapitän wieder auf die Beine helfen.
2 Bilder
Einen gebrauchten Nachmittag erlebten Simon Peter und der TSV Fischach. Hier muss Schiedsrichter Manfred Keil dem TSV-Kapitän wieder auf die Beine helfen.
Bild: Oliver Reiser

Der TSV Neusäß und der TSV Fischach bleiben bei der Endrunde im Kreis ohne Punktgewinn

Der SV Türkgücü Königsbrunn ist der erste Hallenmeister des Fußballkreises Augsburg. Diesen zum ersten Mal ausgespielten Titel sicherte sich der Süd-Bezirksligist vor knapp 500 Zuschauern (354 hatten ihren Obolus entrichtet) durch einen 7:6-Sieg nach Sechsmeterschießen gegen den Liga-Konkurrenten TSV Bobingen. Türkgücü gelang dabei in der Neuauflage des Landkreisfinales die Revanche für die Niederlage in der Vorwoche, als der TSV Bobingen seinen 13. Titel holte.

Beide Finalteilnehmer fahren am kommenden Samstag zur schwäbischen Endrunde nach Günzburg. Die beiden Teilnehmer aus dem Verbreitungsgebiet der AZ Augsburger Land, der TSV Neusäß und der TSV Fischach, blieben in Friedberg ohne Punktgewinn und mussten deshalb schon nach den Gruppenspielen die Koffer packen und nach Hause fahren.

„Das war ein gebrauchter Nachmittag“, grantelte Dominik Bröll, der Spielertrainer des TSV Fischach, dem kurz vor Turnierbeginn drei weitere Spieler ausgefallen waren. „Wenn du die ersten zwei Spiele verloren hat, willst du kein drittes mehr bestreiten“, wäre er am liebsten schon vor dem letzten Match gegen den SV Türkgücü Königsbrunn nach Hause gefahren. Bröll ist ein Freund des K.-o.-Systems: „Da hätten wir gegen den FC Stätzling, der klar besser war, 0:4 verloren. Dann hätten wir Bescheid gewusst, noch ein Bier getrunken und dann den Heimweg angetreten.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

So gab es für die Staudenkicker noch ein 0:1 gegen die Sportfreunde Friedberg und ein 1:4 gegen die übermächtigen Königsbrunner, wobei Florian Gattinger mit dem zwischenzeitlichen 1:1 der einzige Treffer für die Fischacher gelang. „Mit Bande wäre das Spiel gegen Inningen nicht 0:1 ausgegangen, sondern 4:5“, outete sich Dominik Bröll zudem als Befürworter des historischen Hallenfußballs, bei dem es meist wesentlich emotioneller einher ging, als bei diesem blendend organisierten Turnier in der Friedberger TSV-Halle, zu dem kein Verein eine ersichtliche Fangruppe mitgebracht hatte. Beim Futsal zeigten sich sich bei einigen Akteuren Defizite im Abspiel und bei der Ballannahme, die früher von der Bande kaschiert wurden.

Auch der TSV Neusäß, der zuletzt bei der Landkreismeisterschaft noch einen guten Eindruck hinterließ, kam nicht in Tritt, sodass man gegen den FSV Inningen (2:3) und den Bezirksliga-Konkurrenten TG Viktoria Augsburg (0:1) jeweils knapp die Segel streichen musste. Da war auch Pech dabei. Gegen Inningen vergab Paul Schmuck den 3:3-Ausgleich, gegen Viktoria traf Daniel Burda den Pfosten, bevor Simon Weber drei Sekunden vor Schluss der Siegtreffer gelang.

Auch die von Trainer Charly Pecher ersehnte Revanche aus dem Landkreis-Halbfinale gegen den TSV Bobingen ist nicht geglückt. Obwohl Daniel Burda die Lohwaldkicker in Führung brachte, setzte sich der spätere Titelträger mit 3:1 durch. „Die Halle ist Nebensache. Wichtig ist, dass sich niemand verletzt hat“, bilanzierte Trainer Charly Pecher.

Welch ein Glück, dass es in den jeweils letzten Gruppenspielen um Alles oder Nichts ging. So kam endlich Spannung auf. Und die Außenseiter brachten sehr zur Freude der Zuschauer die Favoriten zu Fall.

Die Sportfreunde Friedberg aus der A-Klasse kickten den Bezirksligisten FC Stätzling mit 3:2 raus, Kreisklassist FSV Inningen erreichte nach einem 2:2 gegen die TG Viktoria Augsburg bei gleicher Tordifferenz aufgrund der mehr erzielten Treffer das Halbfinale.

Dort wurde statt einmal 14 Minuten zweimal 12 Minuten gespielt, was den Underdogs dann endgültig die Luft zum Atmen raubte. Außerdem waren der TSV Bobingen (6:2 gegen die Sportfreunde) und der SV Türkgücü Königsbrunn (4:1 gegen Inningen) einfach zu stark für die aufmüpfigen Außenseiter.

Dramatisch das sehr körperbetonte Finale. Nach einer 2:0-Führung sahen die sehr diszipliniert auftretenden Bobinger schon wie der Sieger aus. Doch die Türkgücü-Filigrantechniker kämpften sich wieder auf 2:2 heran.

Als der TSV 30 Sekunden vor Schluss den vermeintlichen 3:2-Siegtreffer erzielte, schlug Königsbrunn postwendend mit dem 3:3 zurück. So musste das Sechsmeterschießen entscheiden. Hier avancierte Julian Peitzsch zum Pechvogel, als der den Ball übers Tor setzte. Burak Tok verwandelte zum Siegtreffer. Die meisten Fischacher und Neusässer Spieler waren da längst auf dem Nachhauseweg.

Bei der Allgäuer Premiere in Kempten setzten sich vor 400 Anwesenden der BSK Olympia Neugablonz ( Bezirksliga) mit 3:2 gegen den 1. FC Sonthofen (Landesliga) durch.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren