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Westheim

09.11.2019

Des einen Freud’, des anderen Leid

Zum Saisonauftakt konnte der Aufsteiger TSV Täfertingen (blaue Trikots) im Neusässer Ortsderby einen Sieg gegen die SpVgg Westheim feiern. verständlich, dass die Kobelkickern heiß auf Revanche sind.
Bild: Oliver Reiser

Täfertingen hadert noch immer mit der 0:1-Niederlage beim Tabellenführer FC Horgau. Auf dem Kaiserberg kommt es schon wieder zum Spitzenspiel

Die Hinrunde in der Fußball-Kreisliga Augsburg ist Geschichte. Bis auf Tabellenführer FC Horgau und Schlusslicht TSV Kriegshaber ist das Teilnehmerfeld eng beisammen. Doch die ersten richtungsweisenden Spiele stehen bevor.

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SpVgg Westheim – TSV Täfertingen. Fußball, du kannst so hässlich sein. Das dachte sich auch Täfertingens Abteilungsleiter Günter Stempfle nach der knappen 0:1-Niederlage gegen Tabellenführer FC Horgau – denn ein großer Leistungsunterschied sei nicht zu sehen gewesen. „Aber wenn du hinten drin stehst, passieren eben solche Dinge – so ist Fußball“, erklärt der 65-Jährige. Gemeint hat er damit den Siegtreffer Horgaus, dessen Schütze Philipp Mayer klar im Abseits stand, und die beiden Platzverweise gegen sein Team. Besonders bitter war der für Spielertrainer Antonio Cuevas, der sich auf dem Weg in die Kabine ein Wortgefecht mit einem Gegenspieler leistete und vom Schiedsrichtergespann wegen Beleidigung noch nach Schlusspfiff die Rote-Karte sah. „Zwar nur ein Spiel Sperre, aber wieder einer weniger“, flucht Stempfle. Nachdem sich im Training auch noch Marco Iovane an der Hand verletzte, ist die Personalsituation sehr angespannt. „Und jetzt erwartet uns mit Westheim ein vermeintlicher Topfavorit. Zwar haben wir sie im Hinspiel schlagen können, doch das haben sie uns sicherlich nicht vergessen und wollen sich dafür revanchieren. Mehr, als mit dem letzten Aufgebot dagegen halten, können wir nicht“, hofft Stempfle nach fünf sieglosen Spielen auf ein Wunder.

Das sieht SpVgg-Coach Oliver Haberkorn ähnlich. „Wir wollen die Niederlage im Hinspiel wettmachen. Die Jungs brennen, es ist Zug drin, wir wollen die Revanche“, will der 35-Jährige die gegen Königsbrunn (3:3) verlorenen Punkte wieder reinholen. „Wir hatten eine verdammt gute zweite Halbzeit gespielt und uns dafür nicht belohnen können“, so Haberkorn.

Des einen Freud’, des anderen Leid

TSV Zusmarshausen – FC Königsbrunn. 20 Punkte und Tabellenplatz sechs: Trainer Thomas Weber ist mit der Hinrundenbilanz zufrieden. „Wir wollten mit dem Keller nichts zu tun haben, das ist uns gelungen. Auch wenn es nach mir noch ein Auswärtssieg mehr hätte sein können, sind wir im Soll“, erklärt der 39-Jährige. Auch beim 1:1-Remis im Derby gegen den SSV Anhausen habe seine Mannschaft jüngst gezeigt, mit einer Spitzenmannschaft mithalten zu können. „Jetzt gilt es an diese Leistungen anzuknüpfen und vorrangig den Abstand nach unten zu wahren“, so Weber. Zum Rückrundenauftakt wartet der FC Königsbrunn. „Sie sind auf keinen Fall zu unterschätzen. Zudem geht es für sie um alles, die müssen gewinnen, um da unten rauszukommen“, warnt der Coach.

TSV Dinkelscherben – SSV Anhausen. „Irgendwann wollen wir ein Landkreisderby dann schon auch mal gewinnen. Das ist wie ein Fluch, der dieses Jahr auf uns lastet“, erklärt TSV-Trainer Michael Finkel. Nicht nur gegen den kommenden Gegner aus Anhausen (1:2), auch gegen Horgau, Westheim und Zusmarshausen hagelte es Niederlagen. Nur gegen Täfertingen war Finkel und Co. ein Pünktchen vergönnt. Es fehlte letztlich immer an Spielglück, wie beim jüngsten 1:1 im Spitzenspiel gegen SpVgg Langerringen. „Wir waren zwar auch gegen Langerringen das aktivere Team. Das Auftreten war in Ordnung. Ich hätte dennoch gerne gewonnen“, gibt der 41-Jährige zu. Könnte Finkel es sich aussuchen, sollen die verlorenen Punkte gegen Tabellennachbarn Anhausen eingefahren werden. „Doch auf uns wartet ein schwieriger Gegner, der sehr diszipliniert und eine gute Runde spielt“, weiß der 41-Jährige.

Sein Gegenüber Benedikt Schmid dreht den Spieß gekonnt um. „Mit dem TSV Dinkelscherben wartet der nächste Brocken auf uns. Sie haben in den letzten Wochen gezeigt, dass sie um den Aufstieg mitspielen werden“, zollt der 28-Jährige dem TSV Respekt. Doch verstecken muss sich der SSV keineswegs. Unter Schmid spielten sie die beste Hinrunde in der Kreisliga seit 2004/05. „Wir haben ebenfalls deutlich gemacht, dass wir mit jedem Team mithalten können und zu Recht auf dem dritten Platz stehen“, ist sich Schmid dessen bewusst. Mit einem Punktgewinn auf dem Kaiserberg wäre der 28-Jährige hingegen schon zufrieden.

FC Horgau – Kissinger SC. Trotz personeller Engpässe führt der FC Horgau mittlerweile seit drei Wochen die Tabelle an. „Jedes Rädchen greift bei uns ineinander – vom ersten bis zum 40. Mann in der zweiten Mannschaft“, ist Spielertrainer Franz Stroh stolz auf die Entwicklung bei den Kleeblättern. Doch beim 1:0-Sieg gegen den TSV Täfertingen musste selbst der 37-Jährige nach dem Schlusspfiff erstmal durchatmen. Stroh: „Es war ein schwieriges Spiel, in dem wir am Ende aber das Tor gemacht und es über die Zeit gerettet haben.“ Ein ähnlich harter Brocken dürfte mit dem Kissinger SC warten. „Für mich sind sie noch immer der Absteiger aus der Bezirksliga und mit Sicherheit drei, vier Punkte besser als sie derzeit dastehen. Das wird eine sehr schwierige Aufgabe“, erklärt der Spielertrainer.

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