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Kreisliga

14.10.2017

Hält der Torrausch an?

In den letzten beiden Spielen konnten Daniel Wiener (links) und Hakan Avci vom TSV Dinkelscherben sage und schreibe 15 Treffer bejubeln.
Bild: Oliver Reiser

Der TSV Dinkelscherben hat in den letzten beiden Spielen insgesamt 15 Treffer erzielt. Davon kann Kellerkind TSV Diedorf, das beim Spitzenreiter antritt, nur träumen

Augsburg Vor dem zwölften Spieltag der Fußball-Kreisliga Augsburg, dem vorletzten der Vorrunde, drängen sich zwei Fragen auf: Wie lange bleibt der TSV Zusmarshausen noch ungeschlagen? Und: Wie viele Gegner will der TSV Dinkelscherben noch in Grund und Boden spielen? Ganz andere Sorgen haben da der TSV Diedorf als auch der SSV Anhausen, denen am vergangenen Wochenende der Sieg nicht gegönnt war. Und auch die SpVgg Westheim, die einen 4:0-Vorsprung nicht ins Ziel gebracht hat.

Am letzten Wochenende konnte Anhausen gegen Leitershofen in der 27. Minute in Führung gehen. „Und danach kam nichts mehr“, klagt Trainer Josef Guggenberger. Ein in seinen Augen nicht ganz berechtigter Elfer habe der Mannschaft das Genick gebrochen. „Man merkt einfach eine brutale Verunsicherung in der Mannschaft“, so Guggenberger. Spätestens nach dem zweiten Gegentor nach einer Standardsituation war die Partie für Anhausen auch deshalb gelaufen. Im kommenden Spiel gegen die Hammerschmiede, das bereits am Samstag ausgetragen wird, hofft Guggenberger jetzt auf erlösende Punkte. „Egal gegen wen wir spielen, wir müssen jetzt alles reinwerfen“, betont er.

Bei Zusmarshausen läuft es im Moment „einwandfrei“, findet auch Trainer Christoph Kehrle. In der letzten Begegnung gegen einen der Rivalen aus der letzten Saison, den TSV Schwabmünchen II, habe man mal wieder gesehen, dass „sich die Mannschaft definitiv weiterentwickelt hat“, sagt der Trainer. Für ihn sei das besonders wichtig, so Kehrle. Seit mittlerweile zehn Spielen ist die Mannschaft jetzt ungeschlagen. Auch deshalb meint Kehrle: „Im Spiel gegen Schwabegg können wir eigentlich nur verlieren.“ Den Tabellenletzten dürfe man auf keinen Fall unterschätzen, betont er. Die Liga sei zusammengerückt, findet Kehrle. „Der Unterschied ist nicht so groß, dass wir Schwabegg einfach aus dem Stadion schießen“, sagt er.

Ein Seufzer der Erleichterung geht durch den TSV Leitershofen. Im letzten Spiel konnte die Mannschaft von Trainer Karl-Heinz Pecher nach einigen herben Niederlagen und Engpässen im Kader endlich wieder einmal punkten. 4:1 war das Endergebnis gegen den SSV Anhausen. Bei dem Spiel saß der Trainer aus Personalmangel selbst auf der Ersatzbank. „Wir haben Moral bewiesen und uns zurückgekämpft.“ Der Sieg sei verdient gewesen, betont Pecher. Trotzdem ist Leitershofen in Augen des Trainers der Außenseiter im kommenden Spiel. „Ihre Kaderbesetzung ist deutlich besser als unsere“, so Pecher. Er findet es „komisch“, dass Schwabmünchen in der Liga gar nicht mehr auffällt. Seine Mannschaft will jetzt in jedem Fall eine Serie starten.

Schon zum zweiten Mal hat Dinkelscherben ein Ergebnis der Superlative erzielt. 7:1 gegen den SV Hammerschmiede. Trainer Manuel Degendorfer betont: „Es tut natürlich gut, wenn viele verschiedene Leute Tore schießen.“ Trotzdem dämpft er die Euphorie. Seine Mannschaft habe jetzt zwei Mannschaften zu einem guten Zeitpunkt erwischt, erklärt er. Solche Ergebnisse würden die Ausnahme bleiben. Wichtiger sei es, immer ein Tor mehr als der Gegner zu schießen, betont Degendorfer. „Ich glaube schon, dass wir als Favorit in die Partie gehen“, sagt Dinkelscherbens Trainer. Trotzdem müsse seine Mannschaft aufpassen – besonders nach den letzten Erfolgen, betont er.

Nach dem Wahnsinnsspiel in Königsbrunn, das nach 4:0-Führung noch 4:4 endete, hat die seit sieben Spielen ungeschlagene SpVgg Westheim gegen Wehringen etwas gutzumachen. „Wir sind wieder besser aufgestellt“, hofft Trainer Oliver Haberkorn, der sich am Donnerstag selbst eingewechselt hat, dass die personelle Besserung auch dem Spiel guttut. Sebastian Gerum und Stefan Egger kehren zurück, während Benjamin Walter, Daniele Miccoli und Stefan Merk weiter fehlen.

Für Trainer Jürgen Fuchs war der TSV Diedorf in der letzten Begegnung eigentlich überlegen. Erst als sich alle schon auf ein Unentschieden eingestellt hatten, gelang Göggingen der Siegtreffer. Der letzte Ball flog vom Kopf eines Gegenspielers genau ins lange Eck des Diedorfer Tores. „Es werden Fehler gemacht, das passiert einfach“, meint Fuchs dazu. Trotzdem will Diedorf dranbleiben. „Wir wollen das Glück jetzt erzwingen“, sagt Fuchs. Türkgücü Königsbrunn sei eine extrem spielstarke Mannschaft, die man gar nicht erst zur Höchstform auflaufen lassen dürfe, „ansonsten spielen die mit uns Katz und Maus“, betont Fuchs. Mit einer guten Defensivleistung sieht er aber Chancen, dem Tabellenführer einen Punkt abzuluchsen.

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