Neusäß

06.04.2019

Jeder will die Liga festhalten

Mit zwei Auftaktsiegen hat der TSV Zusmarshausen das Schlusslicht der Kreisliga Augsburg abgegeben und ist auf einen Nicht-Abstiegsplatz geklettert. Maßgeblich dazu beigetragen hat Torhüter Felix Häberl.
Bild: Marcus Merk

Während der TSV Zusmarshausen aus dem Tabellenkeller geklettert ist, rutscht der TSV Leitershofen immer tiefer in den Abstiegssumpf hinein

Da waren’s nur noch drei. Während sich an der Tabellenspitze allmählich die Spreu vom Weizen trennt, bleibt es im Tabellenkeller weiterhin spannend. Derzeit entscheiden noch der direkte Vergleich über Klassenerhalt oder Abstieg.

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TSV NeusäßFC Horgau. Kurz hatte der Tabellenführer gegen den abstiegsbedrohten SSV Margertshausen (1:0) gewaltig gewackelt. „Es war das erwartet schwere Spiel, aber letztlich haben wir dank einer guten Defensivarbeit die verlorenen Punkte aus dem Hinspiel wieder wettgemacht“, adelte der TSV-Coach Karlheinz Pecher die kämpferische Leistung seiner Truppe. Gegen Mitabsteiger Horgau „wird nun die Tagesform entscheiden“, weiß der 52-Jährige, der die konstante Leistung seiner Mannschaft noch immer etwas misstrauisch beäugt. „Ich würde mich jetzt gerne mal daran gewöhnen“, schmunzelt Pecher. Der FC Horgau wird hingegen alles daran setzen, dem Tabellenführer ein Beinchen zu stellen. „Wir wollen dem TSV Punkte klauen, um den Meisterschaftskampf nochmals spannend zu machen“, entgegnete Spielertrainer Franz Stroh. Immerhin rechnet sich der Bezirksliga-Absteiger selbst noch eine kleine Chance auf die ersten beiden Ränge aus. Nach dem Remis gegen Schwabmünchen (1:1) steht der FC Horgau aber unter Zugzwang. Ein Dreier muss her.

SpVgg Westheim – TSV Dinkelscherben. Auf dem Kobel sind nach dem verkorksten Start in die Frühjahrsrunde wieder alle zurück auf dem Boden der Tatsachen. „Weder nach oben noch nach unten geht mehr so richtig was – Feierabend. Jetzt gilt es, die Großen zu ärgern“, grinst SpVgg-Trainer Oliver Haberkorn. Einer davon ist der TSV Dinkelscherben, der einzige Überlebende im Kampf um den Aufstieg gegen den TSV Haunstetten und TSV Neusäß. Das Problem: Anders als viele andere Mannschaften hat der TSV erst ein Spiel absolviert und das gegen den abstiegsgefährdeten FC Königsbrunn (2:1). „Wir wissen überhaupt nicht, wo wir stehen. Eins ist aber klar: Wir müssen eine makellose Rückrunde spielen, um oben dran zu bleiben. Auf Königsbrunn zurückgeblickt müssen wir daher noch eine Schippe draufpacken“, resümiert TSV-Trainer Michael Finkel. Der Wunsch und der Glaube daran, es unter die ersten zwei zu schaffen, ist da. Doch das wird auf keinen Fall ein Selbstläufer.

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TSV GöggingenTSV Zusmarshausen. Mal ehrlich: Das hätte selbst der treueste Fan nicht erwartet. Zwei Spiele, vier Punkte und ein Nicht-Abstiegsplatz. „Gibt schlimmeres“, lachte Trainer Thomas Weber. Die Fußballwelt hat sich in Zusmarshausen einmal auf links gedreht. Mit Vollgas aus dem Tabellenkeller. Selbst gegen den TSV Göggingen, der derzeit eine Formkrise hat, darf sich nun ein Punktgewinn ausgerechnet werden. „Zudem liegen uns spielerisch starke Mannschaft einfach mehr. Da wissen wir, was wir tun müssen“, erklärt der 39-Jährige.

TSV Leitershofen – Suryoye Augsburg. Auch nach knapp einer Woche war Trainer Bernd Endres über die Elfmeterentscheidung zur 0:1-Niederlage gegen den SSV Anhausen fassungslos. „So etwas habe ich noch nie gesehen. Selbst der Gegner konnte das Geschenk kaum glauben“, wütete der 39-Jährige. Nach personellen Hiobsbotschaften hat das Tabellenschlusslicht nun auch noch auf dem Platz eine Pechsträhne. Drei Spiele, fünf Gegentreffer, davon drei durch einen Elfmeter. Nicht die besten Voraussetzungen vor dem Aufeinandertreffen gegen Suryoye Augsburg. „Für uns wird jedes Spiel eine harte Nuss. Schlagen kann man aber in dieser Liga fast jeden. Auch Suryoye kann man mit Zweikampfstärke und der richtigen Einstellung leicht aus dem Konzept bringen“, weiß Endres.

SSV Wehringen – SSV Anhausen. „Wir wollen den Rückrundenstart vergolden“, lautet die klare Aussage von Spielertrainer Benedikt Schmid. Nach zwei Derbysiegen gegen Westheim (3:0) und Leitershofen (1:0) soll nun auch der SSV Wehringen daran glauben und ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht werden. Doch der 27-Jährige weiß um die Schwere dieser Aufgabe. „Wir hatten es in den letzten Spielen nie leicht gegen Wehringen. Sie haben starke Qualitäten in der Offensive (1:5 – 2017/18), weshalb der Schlüssel zum Erfolg in einer guten Defensivarbeit liegen wird“, erklärt Schmid, der aber schon mit einem Zähler in Wehringen zufrieden wäre.

SSV Margertshausen – FC Haunstetten. Trotz der knapp verpassten Sensation gegen den Tabellenführer TSV Neusäß war Trainer Thomas Kempter mit der Leistungssteigerung seiner Mannschaft sehr zufrieden. „Wir haben zu alten Tugenden wie mannschaftliche Geschlossenheit zurückgefunden. Wir sind im Abstiegskampf vom Kopf her voll und ganz drin“, erklärt Kempter. Dieser hat vor Mitaufsteiger FC Haunstetten vollsten Respekt: „Sie spielen eine konstant gute Saison und sind verdient im Mittelfeld. Das wird ganz schwer für uns.“ Die Zuversicht stirbt bei Kempter aber zuletzt. Auf heimischem Geläuf soll es mit dem ersten Punktgewinn seit November klappen.

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